Deutschland

Gewinneinbruch: Niedriger Milchpreis macht Gea zu schaffen

Lesezeit: 1 min
28.10.2016 11:40
Die schwache Auslastung in einigen Bereichen und ausufernde Kosten bei einigen Großprojekten haben dem Anlagenbauer Gea einen Gewinneinbruch eingebrockt. Der Nettogewinn stürzte im dritten Quartal um 76 Prozent auf 39,6 Millionen Euro ab.

Operativ sank der bereinigte Gewinn (Ebitda) um knapp 22 Prozent auf 112,7 Millionen Euro während die Erlöse auf Vorjahresniveau verharrten, wie Gea am Freitag mitteilte.

Dem überwiegend für die Nahrungsmittelindustrie produzierenden Konzern macht vor allem die schwächelnde Milchindustrie zu schaffen, die sich wegen des Preisverfalls bei Milch mit Investitionen zurückhält. Daher hatte Gea-Chef Jürg Oleas bereits in der vergangenen Woche seine Jahresziele zusammengestrichen, so Reuters.

"Neben dem anhaltend positiven Geschäft in vielen unserer Kundenindustrien sind im abgelaufenen Quartal leider Belastungen in einzelnen Bereichen des Konzerns aufgelaufen, die wir auf Jahressicht nicht mehr vollständig kompensieren können", erklärte er nun. Oleas rechnet 2016 nur noch mit einem Ebitda von 570 Millionen Euro inklusive zehn Millionen Euro aus einem Zukauf. Zuvor hatte er ohne die Akquisition 645 bis 715 Millionen Euro angepeilt. Beim Umsatz erwartet Oleas einen moderaten Rückgang statt eines moderaten Zuwachses. 2015 erwirtschaftete der Konzern bei einem Umsatz von 4,6 Milliarden ein bereinigtes Ebitda von 621 Millionen Euro.

DWN
Immobilien
Immobilien Berlin wächst: Neue Hochhäuser am Gleisdreieck erweitern City am Potsdamer Platz
23.06.2024

Über Jahrzehnte lag das Gleisdreieck im städtischen Niemandsland von West-Berlin. Mit dem Fall der Mauer und der Bebauung des...

DWN
Technologie
Technologie Der Europäische Erdgasmarkt bleibt volatil – auch wegen neuer Abhängigkeiten
23.06.2024

Europa hat sich von Russlands Energiemonopol gelöst und Versorgungsalternativen gefunden. Auch deshalb bleibt die heimische Gasversorgung...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Energiewende: Deutsche Wirtschaft durch Regularien und Bürokratie ausgebremst
23.06.2024

Bürokratie und ständig wechselnde Regularien erschweren deutschen Unternehmern die Energiewende im eigenen Betrieb – insbesondere die...

DWN
Politik
Politik Israel und Hisbollah: Ein größerer Krieg und seine möglichen Konsequenzen
23.06.2024

Der letzte große Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah liegt mittlerweile 18 Jahre zurück. Doch die aktuellen Grenzscharmützel, die...

DWN
Politik
Politik Appell an Scholz: Gewerkschaften und Sozialverbände fordern Milliardeninvestitionen
23.06.2024

Wohlfahrts- und Sozialverbände, die Gewerkschaft Verdi und das Kampagnennetzwerk Campact fordern den Bund zu Milliardeninvestitionen in...

DWN
Technologie
Technologie Fünf Jahre E-Scooter in Deutschland - Eine Bilanz
23.06.2024

E-Scooter sind für kurze Strecken gedacht. Doch häufig werden die elektrischen Tretroller auch auf Geh- und Radwegen abgestellt - oder in...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Die Beziehungen sind keine Einbahnstraße: Was China von Deutschland benötigt
22.06.2024

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) besucht gerade China, um auf gut Wetter beim Thema Strafzölle zu machen - Stichtag in der EU...

DWN
Finanzen
Finanzen Erben und Vererben - steuerliche Aspekte im Überblick
22.06.2024

Erbschaften und Schenkungen sind in Deutschland nicht nur mit emotionalen, sondern auch mit steuerlichen Herausforderungen verbunden....