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Wohnimmobilienfirma Grand City Properties will in Börsenindex

Lesezeit: 1 min
31.10.2016 11:17
Der Erfolg spricht Bände: Der Immobilien-Investor Grand City Properties plant den Einzug in die Deutsche Börse. Vorher sind jedoch einige Bedingungen zu erfüllen.
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Der Luxemburger Wohnimmobilien-Investor Grand City Properties könnte im kommenden Jahr in einen der großen Aktienindizes der Deutschen Börse einziehen. Das seit gut vier Jahren gelistete Unternehmen kündigte am Montag an, es wolle im Laufe des Jahres 2017 den Antrag stellen, vom Entry Standard in den Prime Standard aufzurücken. Dieser stellt strengere Anforderungen an die Berichterstattungspflichten von Firmen und ist Voraussetzung für die Einbeziehung in einen der vier großen Börsenindizes. Mit einem Börsenwert von rund 2,4 Milliarden Euro und einem Streubesitz von rund 67 Prozent wäre Grand City ein Kandidat für den Nebenwerteindex MDax.

Grand City Properties gehören rund 84.000 Wohnungen, die über ganz Deutschland verstreut liegen. Das 2004 in Berlin gegründete Unternehmen kauft vor allem vernachlässigte, schlecht vermietete Wohnungen günstig ein, saniert sie und versucht damit den Leerstand zu verringern. Das Portfolio hat nach Angaben des Unternehmens einen Wert von 2,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis aus der Vermietung (FFO I) lag im ersten Halbjahr 2016 bei 76 Millionen Euro.

Größter Aktionär von Grand City Properties ist indirekt der israelische Geschäftsmann Yakir Gabay. Ihm gehören nach Angaben von Grand-City-Chef Christian Windfuhr 56 Prozent an der Immobiliengesellschaft Aroundtown, die über eine Zwischenholding auf Zypern wiederum 33 Prozent an Grand City Properties hält.

Die Deutsche Börse hatte die Anforderungen an Unternehmen im Prime Standard Ende des vergangenen Jahres deutlich gesenkt. So ist nur noch ein Halbjahresbericht verpflichtend, für das erste und das dritte Quartal reicht eine kurze Information der Anleger über den Verlauf des Geschäfts und die Prognosen. Zuletzt hatte der Internet-Investor Rocket Internet den Sprung in den Prime Standard gewagt und war umgehend in den Kleinwerteindex SDax eingezogen.


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