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89 Prozent der Chinesen wollen Roboter-Autos

Lesezeit: 1 min
21.11.2016 06:56
Die Mehrheit der chinesischen Kunden wünscht sich in Zukunft ein Roboter-Auto, das eigenständig das Steuer übernimmt und zum Zielort fährt. Deutsche Autofahrer sind hier wesentlich zurückhaltender.

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Im weltweiten Vergleich zählen die Chinesen mit 89 Prozent Zustimmung zu den größten Fans der autonomen Smart-Cars. In den großen Autonationen USA (62 Prozent), Japan (56 Prozent) und Deutschland (47 Prozent) stehen die Konsumenten dem autonomen Fahren dagegen deutlich reservierter gegenüber. Das sind Ergebnisse des electronica-Trend-Index 2020. Dafür wurden im Auftrag der Weltleitmesse „electronica“ insgesamt 7.000 Verbraucher in sieben Ländern rund um den Globus befragt.

Die chinesischen Kunden zeigen sich bei den technischen Visionen des vernetzten Autos der Zukunft generell aufgeschlossener, als die Verbraucher anderer Märkte. 71 Prozent der befragten Chinesen halten es demnach für wichtig, dass ein smartes Auto künftig wie ein Fahrlehrer eingreift, wenn der Mensch am Steuer einen Fehler macht. In den USA wünschen sich nur 47 Prozent einen solchen elektronischen Fahrlehrer, in Deutschland sogar nur 35 Prozent. In Japan können sich im Vergleich zu den chinesischen Nachbarn nicht einmal halb so viele Kunden dafür begeistern (28 Prozent).

„Das autonome Fahrzeug trifft aktuell ebenso wie die Frage nach künstlicher Intelligenz (KI) auf eine stark unterschiedliche Verbraucherakzeptanz in den weltweiten Regionen“, sagt Falk Senger, Geschäftsführer der Messe München und zuständig für die electronica. „Während elektronische Geräte in den USA nach Wunsch von 57 Prozent künftig mit KI ausgestattet werden sollten, fordern das in Deutschland nur 39 Prozent - in Japan 28 Prozent. In China spricht sich jedoch eine deutliche Mehrheit von 74 Prozent der Verbraucher für KI-Technik aus.“

Tatsächlich „verstehen“ sich Computer und Mensch im wahrsten Sinne des Wortes immer besser. Dabei helfen unter anderem neue Techniken wie Dialogfähigkeit und Interpretation von Sprache sowie die Auswertung handschriftlicher Texte. Dazu gehört aber auch der Siegeszug von Smartphones, leistungsfähige Mini-Computer, die mit immer intelligenteren Apps ausgestattet werden können.

Wichtiger als in anderen Märkten ist für die chinesischen Kunden im Zuge dessen auch eine Online-Vernetzung des smarten Autos mit anderen Fahrzeugen, um vor Gefahren zu warnen (73 Prozent). In den USA plädieren 60 Prozent für eine solche vernetzte Autowelt - in Deutschland rund jeder Zweite. Sehr hoch im Kurs steht bei den Verbrauchern im Reich der Mitte zudem ein umweltfreundlicher Motor: 63 Prozent der Chinesen fordern für die Zukunft das E-Auto - also einen elektrischen Antrieb. In den USA sind es nur 48 Prozent, in Deutschland 43 Prozent und in Japan 27 Prozent.


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