Politik

Renaissance-Gemälde: 18 Prozent Wertverlust wegen schwachem Sterling

Lesezeit: 1 min
07.02.2017 23:47
Der Wertverlust des Sterling schlägt nun auch im Kunstmarkt durch - wo allerdings Werte eher in Jahrhunderten bemessen werden.
Renaissance-Gemälde: 18 Prozent Wertverlust wegen schwachem Sterling

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Der Wertverlust des britischen Pfund nach dem Brexit-Votum macht sich in der Kunstwelt bemerkbar: Ein US-Finanzinvestor zog sein Angebot zum Verkauf eines Renaissance-Meisterwerks an die Londoner National Gallery zurück, weil ihm der vereinbarte Preis in Pfund nun nicht mehr attraktiv genug vorkam, wie die Zeitungen "Guardian" und "Times" am Dienstag berichteten.

Der schwerreiche Chef des US-Hedgefonds Blackstone Alternative Asset Group, James Tomilson Hill, hatte 2015 ein Gemälde des florentinischen Meisters Jacopo Pontormo aus dem Jahr 1530 von einer britischen Adelsfamilie erworben. Die britischen Behörden verweigerten dann aber ihre Genehmigung zur Ausfuhr in die USA, weil sie das Werk als "national bedeutsam" einstuften.

Hill hatte daraufhin zugesagt, der National Gallery das Gemälde zu überlassen, wenn ihm der volle Kaufpreis erstattet werde: Vereinbart wurde die Summe von 30.618.987 Pfund, was damals dem von Hill gezahlten Kaufpreis in Dollar entsprach.

Inzwischen habe das Londoner Museum diese Summe aufgetrieben - Hill wolle das Gemälde aber nicht hergeben, weil das Pfund seit dem Brexit im Vergleich zum Dollar 18 Prozent an Wert verloren hat, berichteten die Zeitungen.

"Herr Hill hat das Angebot der National Gallery zum Kauf des Pontormo abgelehnt, weil es für ihn einen materiellen Verlust bedeutet hätte", sagte Hills Sprecher dem Fachblatt "The Art Newspaper".

Derzeit hängt das Gemälde als Leihgabe in der National Gallery. Da eine Ausfuhrgenehmigung der britischen Behörden unwahrscheinlich ist, wird das Bild wohl weiterhin in Großbritannien verbleiben.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Politik
Politik Hintergrund: Beziehungen der Türkei zu Griechenland und den USA verschlechtern sich rapide

Die türkische Regierung hat einen Militäreinsatz gegen mit den USA verbündete Milizen in Syrien angekündigt. Die Drohung ist ein...

DWN
Politik
Politik Biden: Russischer Krieg nicht nur "europäische Angelegenheit", sondern "globales Problem"

Im Zuge eines Indopazifik-Gipfels betonte US-Präsident Biden die globale Dimension des Ukraine-Kriegs.

DWN
Politik
Politik Nach Belgien: Auch Österreich hebt Maskenpflicht in Bus und Bahn auf

In Deutschland hingegen gab es seitens der Politik bislang noch keine Hinweise auf ein Ende der Maskenpflicht im Öffentlichen...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Deutschland
Deutschland Affenpocken: Fachärzte erwarten keine neue Pandemie

Ein Anstieg der Fallzahlen des Affenpockenvirus in Deutschland wird gemeinhin erwartet. Doch Infektiologen und Kinderärzte befürchten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Entlädt China die geldpolitische „Bazooka“?

Die harte Null Covid Politik hat in China erhebliche wirtschaftliche Kollateralschäden verursacht. Die chinesische Zentralbank dürfte nun...

DWN
Politik
Politik NZZ-Chef: "Die Zeit der liberalen Kreuzzüge ist vorbei."

Am Sonntag wurde dem Chefredakteur der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ), Eric Gujer, in der Frankfurter Paulskirche der Ludwig-Börne-Preis...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Scholz sucht im Senegal nach Gas - vom „Klimaschutz“ ist plötzlich keine Rede mehr

Die Bundesregierung sucht plötzlich händeringend nach Gas. Noch vor wenigen Monaten hatte Berlin die Afrikaner zur Abkehr von fossilen...