Politik

Kraft Heinz zieht Kaufangebot für Unilever zurück

Lesezeit: 1 min
19.02.2017 21:28
Der US-Ketchup-Hersteller Kraft Heinz gibt die geplante 143-Milliarden-Dollar-Übernahme des Rivalen Unilever überraschend wieder auf.
Kraft Heinz zieht Kaufangebot für Unilever zurück

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Beide Konzerne erklärten in einer gemeinsamen Mitteilung am Sonntagabend, Kraft ziehe seine Pläne zurück. Ein Grund dafür wurde zunächst nicht genannt. Insider erklärten aber, Kraft sehe den Deal als nicht mehr verhandelbar an, da das Vorhaben bereits in einem in einem frühen Stadium bekannt geworden sei.

Am Aktienmarkt hatte es am Freitag Gerüchte über die Pläne gegeben, Darauf war Kraft durch die britischen Übernahme-Regeln zu einer Veröffentlichung des Vorhabens gezwungen gewesen. Die britisch-niederländische Unilever hatte die Offerte des deutlich kleineren Rivalen umgehend als zu niedrig zurückgewiesen.

Eine Fusion beider Firmen mit Marken wie Philadelphia-Frischkäse, Weight Watchers, Knorr, Lipton und Dove wäre eine der größten Übernahmen in der Wirtschaftsgeschichte gewesen. Entstanden wäre ein Konsumgüter-Gigant mit einem Umsatz von gut 82 Milliarden Dollar, der nahe an den Schweizer Weltmarktführer Nestle mit 89 Milliarden Dollar herangerückt wäre.

Als treibende Kraft hinter dem Vorhaben waren am Freitag Investoren vermutet worden, die die US-Lebensmittelbranche bereits seit Jahren umpflügen. Hinter Kraft stehen der Milliardär Warren Buffett mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway sowie der Finanzinvestor 3G Capital.

Unilever hatten neben einer zu niedrigen Offerte auch von strategischen Gründen gesprochen, die gegen eine Übernahme sprächen. Daher sehe Unilever keine Grundlage für weitere Gespräche, hatte es geheißen. Kraft hatte indes erklärt, man freue sich, eine Einigung über die Bedingungen einer Übernahme zu erreichen.

Die Lebensmittelbranche ist seit Jahren im Umbruch - vor allem in den USA: Kraft Heinz war selbst erst 2015 aus der Fusion des Ketchup-Herstellers Heinz mit dem Philadelphia-Produzenten Kraft hervorgegangen. Mitgemischt hatte bereits damals der Finanzinvestor 3G

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