Produktion in Russland: Mercedes baut Werk bei Moskau

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
22.02.2017 00:03
Daimler investiert in Russland und signalisiert damit, dass sich die deutsche Wirtschaft nicht länger vom russischen Absatzmarkt abschneiden lassen kann.
Produktion in Russland: Mercedes baut Werk bei Moskau

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Daimler hat sich zum Bau eines PKW-Werkes in der Nähe von Moskau entschlossen, berichtet Reuters. Bis 2019 solle im Industriepark Esipovo ein neues Werk entstehen, teilte der Autobauer am Dienstag mit. In der Fabrik sollen SUVs und E-Klasse-Modelle gefertigt werden. Hierfür investiere Daimler über 250 Millionen Euro und schaffe mehr als 1000 neue Arbeitsplätze. Die Produktionskapazität des Werkes werde sich auf mehr als 20.000 Fahrzeuge im Jahr belaufen, erklärte die russische Regierung. Die Produktion solle 2019 beginnen, berichtet die TASS.

„Mit einer lokalen Produktion sind wir in Russland näher an unseren Kunden und stärken gleichzeitig die globale Wettbewerbsfähigkeit von Mercedes-Benz Cars“, sagte Produktionschef Markus Schäfer. Russland gehöre nach wie vor zu den absatzstarken Märkten für Mercedes-Benz in Europa. 2016 sei Mercedes in Russland das vierte Jahr in Folge die zulassungsstärkste Premiummarke unter den Automobilherstellern gewesen. Allerdings war der Absatz von Mercedes in Russland im vergangenen Jahr rückläufig, wie auch der Gesamtmarkt. Der russische Automarkt schrumpft seit vier Jahren, 2016 belief sich der Rückgang auf elf Prozent.

Niedrige Ölpreise hatten die russische Wirtschaft in die Krise gestürzt. Die Sanktionen des Westens dagegen haben Russland eher gestärkt, weil sich das Land zwangsläufig auf seine eigenen Stärken besinnen und die längst überfällige Diversifizierung der Wirtschaft einleiten musste.

Nun gebe es Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung, auch dank des steigenden Ölpreises und staatlicher Förderung von Krediten, erklärte kürzlich der Wirtschaftsverband AEB (Association of European Businesses). Die Organisation rechnet deshalb mit einem Anstieg des Autoabsatzes um vier Prozent auf 1,48 Millionen Fahrzeuge.

Die Investitionsentscheidung von Daimler stelle das Vertrauen des Autokonzerns in den russischen Markt unter Beweis, erklärte Alexander Morosow, Stellvertretender Minister für Industrie und Handel der Russischen Föderation. Die Region Moskau hofft nach den Worten ihres Gouverneurs Andrej Worobjow, jetzt noch mehr ausländische Unternehmen zu gewinnen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Spahn will seine im März erhaltenen Sonderrechte unbegrenzt verlängern

Im März hatte der Bundestag Gesundheitsminister Jens Spahn weitreichende Sonderrechte eingeräumt. Diese sollen nun nach Spahns Willen...

DWN
Marktbericht
Marktbericht Pandemie und stockende Verhandlungen um US-Konjunkturpaket drücken Dax ins Minus

Das deutsche Leitbarometer ist nicht gut in die Woche gestartet. Für Anleger, die sich für Russland-Aktien interessieren, gibt es heute...

DWN
Finanzen
Finanzen Schreckgespenst Inflation: Seit Jahren vergeblich erwartet, wird sie nun kommen - Teil 2

Die Hyperinflation von 1923 ist schon fast 100 Jahre her. Wird den deutschen Bürgern nun erneut eine grassierende Teuerungsrate zum...

DWN
Deutschland
Deutschland Top-Mediziner warnen vor Panikmache wegen Corona

Mehrere Spitzenmediziner haben sich mit Blick auf die Corona-Pandemie öffentlich gegen Panik- und Angstmache ausgesprochen. Damit...

DWN
Finanzen
Finanzen „Das Börsenjahr 2020 ist für viele bisher unerklärlich“

Das Börsenjahr 2020 hat das Verhalten der Privatanleger entscheidend geändert, so Michael Kopf von der Patriarch Multi-Manager GmbH. Sie...

DWN
Finanzen
Finanzen Lagarde: Corona-Krisenfonds der EU sollte zu dauerhaftem Schulden-Instrument ausgebaut werden

Der sogenannte "Corona-Aufbaufonds" der EU soll nach dem Willen von EZB-Präsidentin Lagarde zu einem dauerhaften Schuldenvehikel ausgebaut...

DWN
Politik
Politik Was hatte Gesundheitsminister Spahn mit Stephen Bannon besprochen?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat gute Verbindungen zum ehemaligen US-Botschafter Richard Grenell. Aber auch zum US-Berater Stephen...

DWN
Technologie
Technologie Telekom testet Bestrahlung mit Mobilfunk und Internet aus der Stratosphäre

Von ferngesteuerten Flugzeugen getragene Plattformen sollen nach dem Willen der Telekom bald Kunden aus der Stratosphäre mit Internet und...

DWN
Politik
Politik „Steadfast Noon“: Deutsche Luftwaffe und Nato üben Verteidigung mit Atomwaffen

Die deutsche Luftwaffe trainiert mit Nato-Partnern die Verteidigung des Bündnisgebiets mit Atomwaffen. In dieser Woche hat eine geheime...

DWN
Finanzen
Finanzen Epochaler Umbruch im Geld-Universum: Das Bargeld wird schleichend abgeschafft, das Helikoptergeld für die Massen kommt

Das marode Finanzsystem steht vor dem Kollaps, den Führungsmächten droht die Kontrolle zu entgleiten. Bargeld-Abschaffung und...

DWN
Politik
Politik Corona-Ticker: Der Föderlismus gerät in Bedrängnis, Bundesregierung will mehr Kompetenzen

In der Politik mehren sich die Stimmen, denen zufolge die Bundesregierung mehr Durchgriffsrechte gegenüber den Bundesländern erhalten...

DWN
Politik
Politik Griechenland baut Zäune an Grenze zur Türkei

Die griechische Regierung befestigt die Grenze zur Türkei an einer strategisch sensiblen Stelle des Flusses Evros mit hohen Zäunen.

DWN
Politik
Politik Geopolitik und Finanzsystem: Worum es beim Konflikt zwischen China und den USA wirklich geht

Die Stärke Chinas beruht auf seiner Kooperation mit den US-Finanzinstitutionen. Das beunruhigt Washington. Deshalb gilt: Wenn die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Polnische Plattform Allegro überrascht als größter E-Marktplatz der EU

Die polnische Plattform Allegro war bisher im Westen nicht einmal Insidern ein Begriff. Doch gehören die Polen weltweit unter den...