Politik

Söldner: US-Allianz greift Moschee während Abendgebets an

Lesezeit: 1 min
17.03.2017 16:00
Die USA und Israel intensivieren ihre Angriffe auf Ziele in Syrien. Die US-Koalition soll eine Moschee bombardiert haben. Israel hat die gegen den IS kämpfende Hisbollah angegriffen.
Söldner: US-Allianz greift Moschee während Abendgebets an

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

[vzaar id="9589474" width="600" height="338"]

Islamistische Söldner haben US-geführte Streitkräfte für einen Angriff auf eine Moschee mit Dutzenden Toten verantwortlich gemacht. Angus McDowall von Reuters berichtet aus Beirut:

Die Islamisten-Gruppe Ahrar al-Scham erklärte am Freitag, ein derartiges Vorgehen werde in den meisten Rechtssystemen als Kriegsverbrechen bewertetet. Zuvor hatte die Syrische Beobachterstelle für Menschenrechte erklärt, bei einem Luftangriff auf eine Moschee in Al-Dschina in der Provinz Aleppo seien mindestens 46 Menschen getötet worden. Kampfjets hätten am Donnerstag das Gotteshaus während des Abendgebets beschossen.

Von wem der Angriff ausging, war auch am Freitag unklar. Das US-Militär erklärte, bei einem Luftangriff in der Nachbarprovinz Idlib seien mehrere Al-Kaida-Kämpfer getötet worden. "Idlib war in den vergangenen Jahren ein wichtiger Rückzugsort für Al-Kaida", hieß es in der in Washington veröffentlichten Erklärung. Ob es auch Opfer unter der Zivilbevölkerung gab, wurde nicht mitgeteilt. Al-Dschina liegt nahe der Provinzgrenze. In der Region haben neben US-Maschinen auch Kampfjets von Präsident Baschar al-Assad und Russland zahlreiche Luftangriffe gegen Aufständische geflogen.

Unterdessen wurde ein weiterer Vorfall an der syrisch-israelischen Grenze bekannt. Das israelische Militär erklärte, es seien in der Nacht zum Freitag mehrere Ziele im Nachbarland aus der Luft angegriffen worden. Alle beteiligten Maschinen seien wohlbehalten zurückkehrt; eine Flugabwehr-Rakete sei von einem Abfangsystem zerstört worden. Das syrische Militär erklärte dagegen, ein israelischer Jet sei abgeschossen worden. Der Luftangriff sei ein Akt der Aggression, der der Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) geholfen habe. Die israelische Luftwaffe fliegt immer wieder Angriffe in Syrien, mit der sie nach eigenen Angaben Waffenlieferungen an die libanesische Hisbollah unterbinden will.

Auch Charles Lister berichtet von dem Angriff auf die Moschee:

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Stratfor berichtet vom israelischen Angriff:

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..
Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Zarte Entspannungssignale im Ukraine-Krieg

Seit einigen Tagen schlagen die involvierten Seiten konziliantere Töne an – besonders Frankreich bemüht sich um Ausgleich. Vorboten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Indien und China beteiligen sich nicht an Ölpreis-Deckel

Indien und China werden sich nicht an die von der EU und anderen Staaten beschlossene Ölpreis-Obergrenze halten.

DWN
Politik
Politik 3,8 Billionen Dollar für eine wirkungslose Energiewende?

Der Großbank Goldman Sachs zufolge wurden in den letzten zehn Jahren fast vier Billionen Dollar weltweit in die Energiewende gesteckt -...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Konkurrenten oder Partner? USA importieren mehr Güter aus China als je zuvor

Die wirtschaftlichen Daten sprechen eine andere Sprache als die Kriegsrhetorik. Nie zuvor haben die USA so viele Güter aus China...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Immobilien: Der globale Markt steuert auf einen Abschwung zu

Der durch die Pandemie ausgelöste Immobilienboom erreichte Ende 2021 seinen Höhepunkt. Ein Jahr später erleben wir den stärksten...

DWN
Politik
Politik Europa in den Schlingen von Amerikas China-Politik

Amerikas übergeordnete Strategie orientiert sich an China und dem pazifischen Raum, dort spielt künftig die Musik. Europa verliert in...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energiepreise in Europa schießen nach oben, weil der Wind fehlt

Weil weniger Wind weht, steigen die europäischen Strom- und Gaspreise in die Höhe. Ein kalter Winter steht bevor, und Europas...

DWN
Deutschland
Deutschland DHL meldet Rekordjahr, Gewerkschaften üben Kritik an Konzernmutter

Der deutsche Logistikkonzern profitiert von anhaltend hohen Frachtraten. Kritik gibt es am heimischen Paketgeschäft der DHL-Konzernmutter.