Politik

New York Times: Trump bat FBI-Chef um Einstellung der Flynn-Ermittlungen

Lesezeit: 1 min
17.05.2017 01:51
Die New York Times berichtet, US-Präsident Trump habe FBI-Chef um die Einstellung der Ermittlungen gegen seinen früheren Sicherheitsberater Flynn gebeten.
New York Times: Trump bat FBI-Chef um Einstellung der Flynn-Ermittlungen

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US-Präsident Donald Trump hat laut "New York Times" den inzwischen entlassenen FBI-Chef James Comey gebeten, die Ermittlungen wegen der Russland-Kontakte des ehemaligen Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn einzustellen. Die Zeitung berief sich am Dienstag auf ein Gesprächsprotokoll, das Comey nach einem Treffen am 14. Februar angefertigt habe. "Ich hoffe, Sie können das fallenlassen", sagte Trump demnach. Flynn sei "ein guter Kerl". Comey habe nur geantwortet: "Ich stimme zu, dass er ein guter Kerl ist." Comey sei so "entsetzt" über diese Aufforderung gewesen, dass er den Inhalt des Gesprächs in einem Memo festgehalten habe, meldete der Fernsehsender CNN. Der FBI-Chef habe dann hochrangige Mitarbeiter seiner Behörde das Memo sehen lassen. Das Präsidialamt wies den Bericht zurück. Das FBI lehnte eine Stellungnahme ab.

Die "New York Times" gab an, die Notiz liege ihr selbst nicht vor. Sie habe auch keine direkte Einsicht gehabt. Als Quelle gab sie zwei Personen an, die Kenntnis davon hätten. Eine davon habe Textpassagen vorgelesen. Ein Vertrauter Comeys, der das Gedächtnisprotokoll gelesen hat, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Zeitung habe den Inhalt korrekt wiedergegeben.

Comey leitete als FBI-Chef eine von mehreren Ermittlungen zu mutmaßlicher Einflussnahme Russlands auf die Präsidentenwahl zugunsten von Trump. Flynn war Mitte Februar entlassen worden, nachdem er eingeräumt hatte, falsche Informationen über Kontakte zum russischen Botschafter geliefert zu haben. Trump entließ dann vergangene Woche Comey und setzte sich damit dem Vorwurf der Vertuschung aus: Kritiker äußerten den Verdacht, Trump seien die FBI-Ermittlungen zu heiß geworden. Trump hat wie die Regierung in Moskau alle Vorwürfe zurückgewiesen. Am Freitag drohte er Comey mit der Veröffentlichung von Gesprächsmitschnitten.

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