Finanzen

China stoppt Lieferungen von Treibstoff nach Nordkorea

Lesezeit: 1 min
03.07.2017 01:19
China hat die Lieferungen von Treibstoff nach Nordkorea offenbar gestoppt.
China stoppt Lieferungen von Treibstoff nach Nordkorea

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Benzin  
Asien  
China  
Diesel  

+++Werbung+++

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Der staatliche Ölkonzern China National Petroleum hat Quellen zufolge die Lieferung von Benzin und Diesel nach Nordkorea gestoppt. Grund dafür seien Befürchtungen, dass die Rechnungen nicht beglichen werden könnten, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

Angesichts der jüngsten US-Sanktionen achteten Banken verstärkt darauf, keine Geschäfte mehr mit Nordkorea zu machen. Deswegen blieben angeblich vermehrt Rechnungen offen. „Es lohnt das Risiko nicht mehr", sagte ein Insider. Damit steigt der Druck auf die Regierung in Pjöngjang, die wegen ihres Atom- und Raketenprogramms weitgehend isoliert ist. Nordkorea bezieht nahezu seinen gesamten Treibstoff aus China, wichtigster Lieferant ist China National Petroleum.

Es sei bereits zu Zahlungsausfällen gekommen, sagte ein Insider. Der chinesische Staatskonzern exportiere ohnehin nur gegen Vorauskasse nach Nordkorea. Rohöl werde dagegen weiterhin geliefert, hieß es. Die chinesische Regierung und die nordkoreanische Botschaft in Peking wollten sich nicht dazu äußern, das Unternehmen war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

2017 lieferte China gut 96.000 Tonnen Benzin und etwa 45.000 Tonnen Diesel nach Nordkorea, wo der Treibstoff von Fischern und Landwirten, aber auch vom Militär genutzt wurde. Schon zuletzt gingen die Ausfuhren zurück, und der Preis für Treibstoff schnellte in Nordkorea in die Höhe. Nach den jüngsten Raketentests hatte China sein Vorgehen gegenüber Nordkorea deutlich verschärft und führt etwa seit mehreren Monaten keine Kohle mehr aus dem Land ein. US-Präsident Donald Trump hatte die Regierung in Peking dazu gedrängt, ihren Einfluss stärker zu nutzen, um das kommunistische Land zum Einlenken im Streit um das Atom- und Raketenprogramm zu bewegen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Scholz sucht im Senegal nach Gas - vom „Klimaschutz“ ist plötzlich keine Rede mehr

Die Bundesregierung sucht plötzlich händeringend nach Gas. Noch vor wenigen Monaten hatte Berlin die Afrikaner zur Abkehr von fossilen...

DWN
Politik
Politik Habeck in Davos: Ungarn soll sich bei Öl-Embargo nicht zurücklehnen

"Wir sehen das Schlechteste von Europa", schmähte Habeck in einer Diskussionsrunde beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

DWN
Politik
Politik Ukraine schließt Waffenruhe aus, fordert Gebiete aus russischer Hand zurück

Der Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj betont, Kiew wolle keine Konzessionen machen, die auf Gebietsabtretungen...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Deutschland
Deutschland Bahnticket-Preise im Nahverkehr noch stärker gestiegen als die Inflation

Die Inflation seit 2015 beträgt insgesamt 16,2 Prozent zu. Doch die Ticketpreise im Nahverkehr sind noch deutlich stärker gestiegen.

DWN
Finanzen
DWN
Finanzen
Finanzen Die USA brechen die Regeln des internationalen Finanzsystems

Wegen kurzfristiger Vorteile verspielt Amerika seinen guten Ruf.

DWN
Technologie
Technologie Energiewende führt zu Strommangel-Wirtschaft, De-Industrialisierung und Verarmung

So, wie die Energiewende derzeit geplant ist, gefährdet sie den Wirtschaftsstandort Deutschland und unseren Sozialstaat. DWN-Autor Henrik...