Finanzen

Lufthansa gibt Kauf-Gebot für Alitalia ab

Lesezeit: 1 min
16.10.2017 16:28
Die Lufthansa hat ein Gebot für die angeschlagene Alitalia abgegeben.
Lufthansa gibt Kauf-Gebot für Alitalia ab

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Lufthansa hat ein Angebot für einen Teil der angeschlagenen italienischen Fluggesellschaft Alitalia abgegeben. Es sei ein Konzept für eine neu strukturierte Alitalia mit einem fokussierten Geschäftsmodell eingereicht worden, teilte das Unternehmen am Montag mit. „Damit hat sich die Lufthansa Group gegen die Abgabe eines Angebots für die gesamte Airline entschieden“, hieß es weiter. Über Details sei mit den bei Alitalia eingesetzten Kommissaren Stillschweigen vereinbart worden.

Zuvor berichtete die Tageszeitung Corriere della Sera, dass die Lufthansa  ein Gebot über 500 Millionen Euro für die angeschlagene Fluggesellschaft Alitalia vorbereite. Die Lufthansa sei aber ausschließlich am Flugbetrieb und nicht an den Bodendiensten interessiert, berichtete die Tageszeitung. Mit dem Gebot sei daher eine Halbierung der Belegschaft auf rund 6.000 Stellen verbunden, hieß es unter Berufung auf drei nicht namentlich genannte Insider. Auch sollten Kurz- und Mittelstreckenflüge gestrichen werden. Ein Lufthansa-Sprecher wollte dazu keinen Kommentar abgeben, berichtet Reuters.

Die angeschlagene Alitalia wird seit dem Frühjahr mit einem öffentlichen Überbrückungskredit im Rücken von Staatsbeauftragten geleitet. Diese lehnten den Lufthansa-Vorschlag zur Zerschlagung jedoch ab, berichtete die Zeitung weiter. Die Regierung will die nationale Fluglinie demnach lieber als Gesamtpaket verkaufen. Die Frist für Kaufangebote sollte am Montag enden. Am Freitag hatte die Regierung jedoch die Frist zur Nachbesserung von Offerten vom 5. November auf den 30. April verlängert. Zugleich stockte sie den staatlichen Überbrückungskredit auf 900 von 600 Millionen Euro auf. Das Geld, das nach Medienberichten noch nicht angetastet werden musste, soll erst Ende September 2018 zurückgezahlt werden.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte vergangene Woche ein Gebot für Alitalia in Aussicht gestellt. „Wenn es eine Chance gibt, eine neue Alitalia zu kreieren, dann wird die Lufthansa-Gruppe als Nummer eins in Europa an den Gesprächen interessiert sein“, sagte Spohr in Berlin. Dem Handelsblatt hatte er gesagt, die Gespräche darüber liefen bereits.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Neueste Zahlen zeigen extrem niedrige Sterblichkeitsrate bei Corona-Infektionen

Neueste Zahlen des Robert Koch-Instituts sowie der Weltgesundheitsorganisation zeigen eine extrem niedrige Wahrscheinlichkeit, dass...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldman: Wenn Biden die US-Wahlen gewinnt, explodiert der Silberpreis

Im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen am 3. November empfiehlt Goldman Sachs Investoren, sich vom Dollar zu trennen und Silber zu...

DWN
Deutschland
Deutschland Messerattacke in Dresden hat islamistischen Hintergrund, Generalbundesanwalt ermittelt

Die tödliche Messerattacke auf zwei Touristen am 4. Oktober in Dresden hat offenbar einen islamistischen Hintergrund. Der 2015 eingereiste...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Globale Institutionen: Es droht eine weltweite Nahrungsmittel-Knappheit

Nahrungsmittel werden immer knapper und deshalb immer teurer. Knappheits-Szenarien wurden bereits vor fünf Jahren von globalen...

DWN
Politik
Politik Macron kündigt „Schlacht“ gegen den Islamismus in Frankreich an

Der französische Staatspräsident Emanuel Macron hat eine lange „Schlacht“ gegen die islamistische Ideologie angekündigt. Diese werde...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Fertighaus-Hersteller befinden sich trotz Corona auf Rekordkurs

Die Produzenten von Fertighäusern zählen zu den ganz wenigen Branchen, die sich während der Krise sehr gut entwickeln. Der Bundesverband...

DWN
Politik
Politik Bundesregierung stärkt Handlungsfähigkeit deutscher Geheimdienste bei digitaler Überwachung

Die Bundesregierung räumt den deutschen Geheimdiensten mehr Kontroll- und Überwachungsmöglichkeiten im technologischen Bereich ein.

DWN
Politik
Politik Gesundheitsminister Jens Spahn will seine im März erhaltenen Sonderrechte unbegrenzt verlängern

Im März hatte der Bundestag Gesundheitsminister Jens Spahn weitreichende Sonderrechte eingeräumt. Diese sollen nun nach Spahns Willen...

DWN
Politik
Politik „Keine übertriebenen Ängste schüren“: Corona als ultimative Herausforderung an die Politik

Zur erfolgreichen Pandemiebekämpfung muss die Politik für klar verständliche, widerspruchsfreie, einheitliche Regeln und deren...

DWN
Finanzen
Finanzen „Das Börsenjahr 2020 ist für viele bisher unerklärlich“

Das Börsenjahr 2020 hat das Verhalten der Privatanleger entscheidend geändert, so Michael Kopf von der Patriarch Multi-Manager GmbH. Sie...

DWN
Politik
Politik Stunde Null: Verbündeter des gestürzten Präsidenten Morales gewinnt Wahl in Bolivien

Etwa ein Jahr nach dem vom Militär erzwungenen Rücktritt des langjährigen Präsidenten Evo Morales gewinnt dessen Verbündeter Luis Arce...

DWN
Politik
Politik Facebook und Twitter zensieren Berichte über mögliche Verstrickungen von Bidens Sohn

Mehrere E-Mails deuten darauf hin, dass der Sohn des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden, Hunter Biden, die Stellung...

DWN
Finanzen
Finanzen Ende des Börsenbooms? Was der drohende Lockdown für Anleger bedeutet

DWN-Börsenspezialist Andreas Kubin analysiert in gewohnt launischer Art, was die jüngsten Anti-Corona-Maßnahmen für Anleger bedeuten.

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche kaufen immer häufiger teure Neuwagen: SUV, E-Autos und Premium-Marken liegen im Trend

Die Preise für Neuwagen steigen – doch die Deutschen sind bereit, diese zu bezahlen.