Finanzen

USA: Erste Immobilien-Händler akzeptieren Bitcoin

Lesezeit: 1 min
24.11.2017 16:36
In den USA haben die ersten Immobilienhändler Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptiert.
USA: Erste Immobilien-Händler akzeptieren Bitcoin

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Kryptowährung Bitcoin wird seit Kurzem erstmals von Immobilienmaklern für Geschäfte akzeptiert, etwa in den US-Bundesstaaten Florida, New York und Texas.

Ben Shaoul, von der Magnum Real Estate Group aus Manhattan, erklärt hierzu: „Wir wurden von einem unserer Käufer, der über Jahre hinweg Bitcoin gesammelt hatte, darauf angesprochen, ob er diese dazu verwenden könne, Eigentum zu kaufen.“ Seither hätten zwei oder drei weitere Kunden diese Möglichkeit genutzt und Immobilien im Wert zwischen 700.000 und 1,5 Millionen US-Dollar mit Bitcoin erworben, berichtet cryptocoinsnews.com.

In Dallas, Texas, wechselte ein neu erbautes Eigenheim gegen eine Bitcoin-Zahlung im Wert von 1,3 Millionen US-Dollar den Besitzer. Der volle Kaufpreis wurde auf diese Weise beglichen. Es sei ein völlig reibungsloser Ablauf gewesen, so der damit befasste Broker. Innerhalb von zehn Minuten habe er die Bitcoin in US-Dollar getauscht und so den Handel abgeschlossen.

Auch in Europa werden Immobilien-Geschäfte zunehmend in Bitcoin abgewickelt: Erst im Oktober wurde im Londoner Stadtteil Notting Hill eine Villa mit einem Angebotspreis von 17 Millionen US-Dollar offeriert, bei der der Verkäufer ausschließlich Bitcoin akzeptieren wollte. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass ein 49-jähriger sein Eigenheim für 80.000 englische Pfund mit der Option angeboten hat, ebenfalls Bitcoin zu akzeptieren.

Als Vorreiter für die virtuellen Zahlungsmittel in den USA gilt der Bundesstaat Florida. Der Makler Stephen Burks, der im August in der Stadt Coral Gables eine Villa gegen Bitcoin vermittelte, erklärte in der Tageszeitung Miami Herald, dass Florida der ideale Markt für die Krypto-Währungen wie Bitcoin oder Ethereum sei. Denn dies eröffne internationalen Investoren aus Russland, Asien, Kanada und Südamerika die Möglichkeit innerhalb kürzester Zeit Häuser oder Grundstücke in den USA zu erwerben.

Auch Eric Fernandez, Besitzer des Immobilienunternehmens Sol/Mar Real Estate, der kürzlich eine Penthouse-Eigentumswohnung in Miami Beach für 3,5 Millionen US-Dollar gegen Bitcoin angeboten hatte, vertrat in der Miami New Times die Meinung, dass Eigentümer von Immobilien bereit seien, die Bezahlung in Ethereum oder Bitcoin zu gestatten. Darüber hinaus sei es nur eine Frage der Zeit, bis die Akzeptanz im Geschäft mit Immobilien richtig populär werde. Fernandez sei nicht der einzige Immobilienmanager, der erwartet, eine größere Anzahl von Geschäften mithilfe der digitalen Währungen durchzuführen.

Gegenüber dem Euro hat Bitcoin auf Sicht von zwölf Monaten (Stand: 21.11.2017) um mehr als 900 Prozent auf über 7.000 Euro zugelegt. Der Immobilienhandel mit Kryptowährungen wird derzeit bei den Managern der Branche durchaus noch als Herausforderung betrachtet. So ist es nicht möglich, Bitcoin bei den Großbanken des Landes auf ein Konto einzuzahlen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Der weltweite Einfluss von Bill Gates auf die Medien  

Microsoft-Gründer Bill Gates war während der Pandemie in vielen Medien präsent. Weniger bekannt sind seine zahlreichen Spenden an...

DWN
Finanzen
Finanzen Abkopplung vom Dollar: Indischer Großkonzern kauft russische Kohle mit chinesischem Yuan

Die Instrumentalisierung des Dollars zu geopolitischen Zwecken führt verstärkt zu Gegenmaßnahmen.

DWN
Finanzen
Finanzen Starker Rubel: Russland zieht Kauf von Devisen befreundeter Länder in Betracht

Weil der Rubel immer teurer wird, setzt Russland auf Fremdwährungen. Die Moskauer Börse hat in dieser Woche den Handel bereits...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt eine neue Weltordnung – und wie können Anleger reagieren?

Mit China und Russland bildet sich ein neuer Gegenpol zu den USA. Anleger können sich gegen die geopolitischen Risiken nicht bloß durch...

DWN
Politik
Politik Russische Diamanten sollen sanktioniert werden

Die westliche Sanktionsliste gegen Russland wird offenbar um ein weiteres Asset erweitert. Bisher treffen Verbote des Diamantenhandels nur...

DWN
Deutschland
Deutschland Streik in NRW: Kräfte-verschleißender Machtkampf an den Uni-Kliniken

In NRW spitzt sich ein seit Wochen andauernder, harter Kampf zwischen Arbeitgeber und Krankenhauspersonal zu. Seit Wochen herrscht in allen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Rezession voraus: Geschäftsklima trübt sich europaweit ein

Unternehmen und Bürger rechnen zunehmend mit Gegenwind und wollen Investitionen verschieben.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lidl rüstet sich gegen Cyber-Attacken

Die Schwarz-Gruppe will sich künftig besser gegen Angriffe von außen schützen.