Finanzen

Renditen italienischer Anleihen steigen deutlich

Lesezeit: 1 min
19.02.2018 16:57
Die Renditen italienischer Staatspapiere sind deutlich gestiegen. Investoren blicken mit Skepsis auf die anstehende Parlamentswahl.
Renditen italienischer Anleihen steigen deutlich

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Renditen italienischer Staatsanleihen sind am Montag deutlich gestiegen. Die Rendite für zehnjährige Anleihen stieg um sieben Basispunkte auf 2,05 Prozent. Auch die Renditen von Anleihen mit 2 und 5 Jahren Laufzeit stiegen an.

Der dpa zufolge verunsichern Konflikte im Vorfeld der Wahlen Anfang März die Anleger. Silvio Berlusconi, Präsident der Forza Italia, und Matteo Salvini, Chef der Lega Nord, unterzeichneten kein Abkommen über eine Zusammenarbeit nach den Wahlen. Auch ein gemeinsamer Wahlkampfauftritt fand nicht statt. Das Mitte Rechts-Bündnis hat laut Umfragen die besten Aussichten auf einen Sieg.

Möglicherweise ist der Renditeanstieg jedoch auch Folge der nachlassenden Unterstützung durch die EZB. Diese hat mit Jahresbeginn ihre monatlichen Anleihekäufe auf 30 Milliarden Euro halbiert. Damit fällt tendenziell Nachfrage für italienische Anleihen weg und die Renditen beginnen zu steigen. Allerdings scheint die EZB italienische Papiere bei ihren Käufen überproportional zu berücksichtigen.

Gegen den Markttrend gingen die Renditen in Griechenland zurück. Die Ratingagentur Fitch hatte am Freitag die Kreditwürdigkeit Griechenlands angehoben. Der Ausblick ist „positiv“, damit sind weitere Verbesserungen der Einstufung möglich. Mit der neuen Bewertung bewegt sich das Euro-Land allerdings immer noch tief im sogenannten Ramsch-Bereich.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Finanzen
DWN
Technologie
Technologie „Die Debatte um die Atomkraft wird nahezu faktenfrei geführt“

Fluch oder Segen? Der Analyst für Energie- und Atom-Politik, Mycle Schneider, empfiehlt einen nüchternen Blick auf die Kernenergie. Und...

DWN
Finanzen
Finanzen Die USA brechen die Regeln des internationalen Finanzsystems

Wegen kurzfristiger Vorteile verspielt Amerika seinen guten Ruf.

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Politik
Politik Einflussreicher US-Stratege sagt, der Westen trage Mitschuld am Krieg: Hat er Recht?

Stellt der Ukraine-Krieg nur die logische Folge eines erneut aufkeimenden russischen Imperialismus dar? Nein, so der berühmte US-Stratege...

DWN
Technologie
Technologie Energiewende führt zu Strommangel-Wirtschaft, De-Industrialisierung und Verarmung

So, wie die Energiewende derzeit geplant ist, gefährdet sie den Wirtschaftsstandort Deutschland und unseren Sozialstaat. DWN-Autor Henrik...

DWN
Finanzen
Finanzen Zinswende: Mit Vorsatz in den nächsten Crash

Die Fed befindet sich in einem Teufelskreis: Lässt sie die Zinsen unangetastet, steigt die Inflation. Erhöht sie die Zinsen, brechen die...

DWN
Technologie
Technologie Wenn Russland den Hahn zudreht: "Dann gnade uns Gott"

Kernenergie, sagt der Diplomingenieur für Kernenergetik, Manfred Haferburg, ist sicher. Die deutsche Energiewende hingegen sieht er...