Politik

EU will Ausweise mit biometrischen Daten der Bürger versehen

Lesezeit: 1 min
16.04.2018 17:10
Die EU-Kommission will alle Ausweise mit biometrischen Daten der Bürger versehen.
EU will Ausweise mit biometrischen Daten der Bürger versehen

Mehr zum Thema:  
Europa >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Europa  

Die EU-Kommission will einem Medienbericht zufolge durchsetzen, dass Personalausweise künftig in allen EU-Mitgliedstaaten mit einem digitalen Fingerabdruck versehen werden. Die Ausweise sollten zudem mit weiteren biometrischen Daten des Besitzers versehen werden, berichtet die Welt unter Berufung auf einen Gesetzesvorschlag, den die EU-Kommission am Dienstag vorlegen will.

Damit der Plan Realität würde, braucht die Kommission die Zustimmung der EU-Staaten. Das Bundesinnenministerium erklärte dazu auf Anfrage der dpa: „Deutschland steht diesem Vorhaben positiv gegenüber, da Personalausweise als Reisedokumente – auch in das außereuropäische Ausland – genutzt werden können und die verpflichtende Einführung von Fingerabdrücken in Personalausweisen einen zusätzlichen Sicherheitsfaktor bieten kann.“

„Wir müssen die Schrauben anziehen, bis es keinen Raum mehr gibt für Terroristen oder Kriminelle und keine Mittel mehr für sie, Anschläge durchzuführen“, sagte EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos der Welt. „Das bedeutet, das ihnen der Zugang zu Geld, gefälschten Dokumenten, Waffen und explosiven Stoffen versperrt werden muss und sie zugleich daran gehindert werden müssen, unsere Grenzen unentdeckt zu überqueren.“

Deswegen müssten die „Sicherheitsvorkehrungen von Personalausweisen“ verbessert werden, sagte Avramopoulos. In Deutschland sind Fingerabdrücke als Identifikationsmerkmal bisher freiwillig. In deutschen Reisepässen allerdings sind Fingerabdrücke seit 2007 Standard.

***

Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Bitte unterstützen Sie die Unabhängigkeit der DWN mit einem Abonnement:

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, werden Sie von uns benachrichtigt und können dann das Abo auswählen, dass am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier.


Mehr zum Thema:  
Europa >

DWN
Politik
Politik Ukraine-Militärhilfen: Weitere 3,8 Milliarden Euro fordert Verteidigungsminister Pistorius
22.05.2024

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine geht seit mehr als zwei Jahren ungehindert weiter. Massive tagtägliche Angriffe, wie gerade auf...

DWN
Finanzen
Finanzen Russische Devisenreserven abgeschöpft: EU will Zinsen für Ukraine-Hilfen verwenden
21.05.2024

Nun ist es amtlich: Nach langer Diskussion haben sich die EU-Staaten darauf geeinigt, die milliardenschweren Zinserträge des eingefrorenen...

DWN
Finanzen
Finanzen Zukunft des Solidaritätszuschlags: Entlastung für Kapitalanleger in Sicht?
21.05.2024

Trotz der Abschaffung des „Soli“ für viele Bürger: Kapitalanleger zahlen weiter! Doch die Verfassungsmäßigkeit des...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Handels-Drama: BMW hat Autos mit verbotenen chinesischen Teilen in die USA geliefert
21.05.2024

Die Handels-Spannungen zwischen China und den USA treffen nun auch das Tagesgeschäft der deutschen Automobilhersteller. Laut einem...

DWN
Politik
Politik Absturz des Präsidentenhubschraubers im Iran: Raisis Tod ändert nichts an der Diktatur
21.05.2024

Der Hubschrauberabsturz, bei dem Irans Regierungschef Ebrahim Raisi starb, sorgt weiterhin für Reaktionen weltweit. Manche Experten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Versicherer: Unwetterschäden in Saarland und Rheinland-Pfalz noch nicht absehbar
21.05.2024

Für eine Schadensbilanz in den von Starkregen und Überschwemmungen betroffenen Regionen im Saarland und in Rheinland-Pfalz ist es nach...

DWN
Politik
Politik KI-Gesetz: EU lehnt Social Scoring und Gesichtserkennung im öffentlichen Raum ab
21.05.2024

Die Europäische Union hat das umstrittene KI-Gesetz nun final beschlossen. Es sei das weltweit erste Gesetz dieser Art und könne einen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russland reagiert auf Sanktionen: Vermögenswerte von Deutscher Bank und Commerzbank konfisziert
21.05.2024

Wegen der westlichen Sanktionen platzte der Bau eines Gas-Terminals in Russland. Ein Gericht hat nun Vermögenswerte mehrerer Banken...