Syrien und Russland verschärfen Angriffe auf al-Nusra

 

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10.07.2018 01:48
Im Südwesten von Quneitra haben Russland und Syrien der Al-Nusra-Front schwere Verluste zugefügt.
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Am Montag führte die syrische Armee (SAA) nach Informationen der syrischen staatlichen Nachrichtenagentur SANA „präzise Schläge gegen befestigte Stellungen und Infiltrationspunkte” der Al-Nusra-Front im Südwesten von Quneitra aus. Dabei sollen die Söldner der Al-Nusra-Front schwere Verluste an Personal und Ausrüstung erlitten haben. Die SAA wird von der russischen Luftwaffe unterstützt. Die Attacken konzentrierten sich auf das Dorf Nabea al-Sakher, wo die Söldner stationiert sind.

Am Wochenende hatte die SAA unter der Vermittlung von Russland mit den dortigen Söldnern ausgehandelt, die Kampfhandlungen einzustellen. Dies führte dazu, dass die SAA in mehrere Dörfer einzog, ohne in Kampfhandlungen verwickelt zu werden. Söldner-Verbände, die die Verhandlungen ablehnten, sollen in den Westen von Quneitra geflohen sein. Die türkische Zeitung Milliyet berichtet, dass sich eine unbekannte Anzahl an Söldnern aus Daraa der SAA angeschlossen haben sollen. Nach Informationen der Zeitung Birgün soll die SAA mittlerweile den gesamten Osten von Daraa unter Kontrolle gebracht haben.

Der türkischsprachige Dienst der BBC führt aus: „In Daraa befand sich ab 2014 das Kommandozentrum der ’Südfront’, die aus etwa 50 Organisationen (Söldner-Truppen, Anm. d. Red.) bestand. Die ’Südfront’ wurde aus den Operationszentrum in Amman befehligt. Die Verantwortlichen des Operationszentrums in Amman waren Geheimdienstmitarbeiter aus den USA, Großbritannien, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien (...) In der Region sind die Freie Syrische Armee (FSA), die im Rahmen des US-amerikanischen Programms ausgerüstet wurde, die Al-Qaida-nahe Al-Nusra-Front/Hayat Tahrir al-Scham, der Islamische Staat (IS)  einflussreich. Die FSA agiert seit Beginn des Konflikts gemeinsam mit der Al-Nusra-Front.

Die ’Khalid ibn al-Walid-Armee’, die als verlängerter Arm des IS gilt, ist hauptsächlich im Nordwesten Daraas in der Nähe der Gebiete, die durch Israel besetzt wurden, aktiv (...) Israel hat bisher in der Region Quneitra fünf Gruppen, wie Forsan al-Julan, unter dem Deckmantel ’humanitärer Hilfen’ auf jegliche Art und Weise unterstützt. Israel hatte für die bewaffneten Gruppen eine de facto-Pufferzone errichtet, um die syrische Armee von der Region fernzuhalten. Doch als die syrische Operation auf Daraa begann, zog es Israel vor, passiv zu bleiben.”

SANA zufolge soll die israelische Luftwaffe am Sonntag Raketen auf den syrischen Flughafen T-4 abgefeuert haben. Der T-4-Flughafen befindet sich in Homs. Die syrische Luftabwehr soll den Angriff unter Einsatz von S-200-Raketen vereitelt haben. Zudem sei ein israelischer Kampfjet getroffen worden, was dazu führte, dass auch die restlichen israelischen Kampfjets den syrischen Luftraum verlassen mussten. Die israelische nachrichtendienstliche Webseite DEBKAfile führt aus, dass der Angriff auf den T-4-Flughafen bisher nicht bestätigt wurde. Zuvor hatte die israelische Luftwaffe am 9. April den T-4-Flughafen angegriffen. Dabei wurden sieben iranische Militärberater getötet, so die Haaretz.

 


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