Weltwirtschaft

Preis des Industriemetalls Rhodium steigt stark

Lesezeit: 1 min
05.08.2018 21:54
Der Preis für Rhodium ist erheblich im Steigen begriffen.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

In den letzten eineinhalb Jahren ist der Preis für Rhodium um mehr als das Dreifache gestiegen. Das meldet der Online-Dienst „Financial Express“. Derzeit schlägt die Feinunze (31,1 Gramm) mit knapp über 2.022 Euro zu Buche. Das ist fast das Doppelte dessen, was die Feinunze Gold kostet (circa 1.046 Euro).

Rhodium wird für die Herstellung von Katalysatoren für Benziner benötigt. Der Abbau des Edelmetalls ist sehr aufwendig. Für gewöhnlich geschieht er im Zusammenhang mit der Gewinnung von Platin. Platin spielt eine wichtige Rolle für die Fertigung der Katalysatoren von Diesel-Autos. Da deren Produktion jedoch eingebrochen ist, ist die Nachfrage nach Platinum stark zurückgegangen. Mit „Impala Platinum Holdings“ (Südafrika) und „Lonmin“ (Großbritannien) haben zwei der wichtigsten Bergbaugesellschaften ihre Platin-Minen geschlossen. Die Folge: Rhodium ist knapper geworden – und dementsprechend im Preis gestiegen. Laut dem Gründer des Londoner Edelmetall-Beratungshauses „Metals Focus“, Nikos Kavalis, könnte der Preis in Kürze auf 2.600 Euro steigen. Vor rund zehn Jahren war der Preis bereits einmal auf mehr als 8.500 Euro hochgegangen, nachdem südafrikanische Minen wegen jahrelanger Energiekrisen ihre Abbau-Tätigkeiten stark zurückschrauben mussten.

Was den Preis wieder fallen lassen könnte, ist laut Simona Gambarini die Abkühlung der chinesischen Wirtschaft. Die am Londoner Wirtschaftsforschungsinstitut „Capital Economics“ arbeitende Volkswirtin hält es für möglich, dass der Rhodium-Preis bis Ende des Jahres wegen der fehlenden Nachfrage aus dem Reich der Mitte auf etwa 1.680 Euro die Unze zurückgeht.

Sollte die Nachfrage nach dem Edelmetall nicht nachlassen, werden die Käufer unter Umständen auf Bestände in Form von Barren oder sogar Münzen zurückgreifen müssen.


Mehr zum Thema:  

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft E-Autos aus China: EU-Kommission droht hohe Strafzölle an
12.06.2024

Preis- und Handelsstreit: Der Kampf um Absatzmärkte für E-Autos eskaliert weiter. Nach den USA könnte jetzt auch die EU Strafzölle auf...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Mehrfamilienhausbesitzer, WEGs & Unternehmer aufgepasst: Jetzt Zuschüsse für den Heizungsaustausch sichern!
12.06.2024

Profitieren Sie von den erweiterten Fördermöglichkeiten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)! Eigentümer von Mehrfamilienhäusern,...

DWN
Politik
Politik Europäische Union: EU-Kommission legt umfassenden Plan zur Umsetzung der Asylreform vor
12.06.2024

Die EU-Kommission hat einen Umsetzungsplan für die Asylreform vorgelegt. Jetzt sind die Mitgliedstaaten gefragt: Sie müssen ebenfalls...

DWN
Panorama
Panorama Nahost-Konflikt: Hisbollah-Kommandeur im Libanon getötet - 200 Raketen auf Israel
12.06.2024

Der brandgefährliche Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah eskaliert weiter. Nach dem tödlichen Luftangriff Israels auf einen...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Wiederaufbaukonferenz: Schulze will Städtepartnerschaften mit der Ukraine ankurbeln
12.06.2024

Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) hat für den Wiederaufbau der Ukraine neue Finanzierungswege über den Bundeshaushalt hinaus...

DWN
Politik
Politik Pflicht oder Freiwilligkeit? Pistorius stellt Pläne für Wehrdienst vor
12.06.2024

Der SPD-Verteidigungsminister legt die Karten auf den Tisch und wird noch kämpfen müssen: Sein Vorschlag formuliert die ersten Schritte...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Standort Deutschland: Industrie schlägt Milliarden-Sondervermögen vor
12.06.2024

Die deutsche Industrie schlägt milliardenschwere Sondervermögen vor, um den Standort Deutschland nachhaltig zu stärken. Der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Ifo-Institut: Anstieg der Kurzarbeit in der Industrie bleibt aus
12.06.2024

Laut dem Ifo-Institut verschärft sich die Anzahl der Unternehmen, die von Kurzarbeit für ihre Mitarbeiter betroffen sind, nicht weiter....