Deutschland

Starker Anstieg bei befristeter Beschäftigung

Lesezeit: 1 min
10.09.2018 01:20
Die Zahl der befristeten Arbeitsverhältnisse hat einen neuen Höchststand erreicht.
Starker Anstieg bei befristeter Beschäftigung

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Noch nie gab es soviel befristete Beschäftigungsverhältnisse wie derzeit in Deutschland. Im vergangenen Jahr lag die Zahl bei 3,2 Millionen, wie aus der Regierungsantwort auf eine Linken-Anfrage hervorgeht, berichtet die AFP. Im Vergleich zu 2016 haben befristete Beschäftigungsverhältnisse um 10,5 Prozent zugenommen. Der Anteil von Befristungen an allen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten lag 2017 demnach bei 8,3 Prozent.

Einen Höchststand verzeichneten die sachgrundlosen Befristungen: Mit 1,58 Millionen oder 53 Prozent gab es erstmals mehr Befristungen ohne als mit Sachgrund. Jeder vierte befristet Beschäftigte (24,9 Prozent) wurde 2017 weder übernommen noch verlängert. 42,3 Prozent der befristet Beschäftigten wurde übernommen, jede dritte Befristung (32,8 Prozent) verlängert.

Über eine Million Beschäftigte waren länger als 18 Monate und davon 300.000 länger als 37 Monate befristet. 60 Prozent aller befristeten Beschäftigungsverhältnisse endeten innerhalb eines Jahres. Die Hälfte davon, 665.000, endeten innerhalb von sechs Monaten. Über die Zahlen hatte zunächst die Bild-Zeitung vom Mittwoch berichtet.

 

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Technologie
Technologie 50 Gigawatt stehen zur Disposition: Geplante Stilllegung von Kraftwerken gefährdet Deutschlands Stromversorgung

Die Regierung plant die Stilllegung von Atom- und Kohlekraftwerken - woher der dann fehlende Strom kommen soll, weiß niemand.

DWN
Politik
Politik Le Pen und das Militär gegen das Establishment: Frankreichs Kulturkampf spitzt sich zu

Die verfeindeten Seiten stehen sich unversöhnlich gegenüber. Doch im Grunde genommen kämpft jeder gegen jeden - die französische...

DWN
Politik
Politik Indien: Von Gebirgen geschützt, auf dem Meer herausgefordert

In Folge vierzehn der großen geopolitischen DWN-Serie befasst sich Moritz Enders heute mit Indien. An wohl keinem anderen Beispiel lässt...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Konkurrent Ethereum setzt seinen Höhenflug fort

Ethereum eilt von Allzeithoch zu Allzeithoch. Damit entkoppelte sich die Währung in den letzten Wochen vom restlichen Kryptomarkt, der...

DWN
Finanzen
Finanzen Warum die Kritik an den Zentralbanken scheinheilig ist

Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten sind in einer Reihe von Artikeln sehr kritisch mit den Zentralbanken umgegangen. Jetzt nimmt DWN-Autor...

DWN
Finanzen
Finanzen Bargeldabschaffung nimmt immer konkretere Formen an: Nach neuem EU-Vorschlag drohen Verhältnisse wie in Schweden

DWN-Gastautor Hansjörg Stützle analysiert, wie die Abschaffung des Bargelds schrittweise voranschreitet. Zum Schluss zeigt er auf, wie...

DWN
Technologie
Technologie Biotreibstoff-Verband: Klima-Kritik an Grünem Diesel ist Unfug!

Verbraucherorganisationen behaupteten, dass der Grüne Diesel schädlicher als der Treibstoff aus Erdöl sei. Im exklusiven Interview mit...

DWN
Finanzen
Finanzen Erneute Inflationsangst drückt den Dax wieder unter 15.000 Punkte

Die Angst vor der Inflation dominierte heute Morgen die Märkte. Der Dax zeigt ein schwaches Bild.