Politik

USA stoppen Export von Nuklear-Technologie nach China

Lesezeit: 1 min
14.10.2018 02:11
Die US-Regierung hat den Export von ziviler Nukleartechnologie nach China gestoppt. Analysten kritisieren, dass dadurch die Operationen der US-Firma Westinghouse in China gestört werden.
USA stoppen Export von Nuklear-Technologie nach China

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die USA verschärfen die Kontrollen beim US-Export von ziviler Nukleartechnologie nach China, um den Einsatz für militärische oder andere nicht autorisierte Zwecke zu verhindern, meldete das US-Energieministerium am Donnerstag. Aus der Mitteilung des US-Energieministeriums geht hervor: "Das US-Energieministerium (Department of Energy, DOE) hat heute Maßnahmen angekündigt, um die illegale Abzweigung der zivilen Nukleartechnologie in den USA zu militärischen oder anderen nicht autorisierten Zwecken zu verhindern. Diese nationalen Sicherheitsmaßnahmen sind das Ergebnis einer Überprüfung der Politik der US-Regierung, die auf Befürchtungen hinsichtlich Chinas Bemühungen, wonach Kernmaterial, Ausrüstung und fortschrittliche Technologien von US-Unternehmen übernommen werden sollen, zurückzuführen ist."

In diesem Zusammenhang sollen bestehende Lizenzen zwischen den USA und China ausgesetzt werden. "Die Aussetzung von Lizenzen im Zusammenhang mit CGN Power (China General Nuclear Power Group, Anm. d. Red.) wird die Hoffnungen von Westinghouse Electric, seine Präsenz in China über die vier bereits geplanten Kernreaktoren hinaus auszuweiten, wahrscheinlich zunichte machen. Diese Ankündigung zerstört effektiv die Chance von Westinghouse, mit Russland Rosatom, Frankreichs Areva, oder Chinas eigenen inländischen Hualong One Design zu konkurrieren", schreibt James Grant vom American Foreign Policy Council in einer E-Mail an Bloomberg.

Washington kündigte eine Kontrolle im Zusammenhang mit der chinesischen Nukleartechnologie an, nachdem das US-Justizministerium bekannt gegeben hatte, dass es einen Spion des chinesischen Ministeriums für Staatssicherheit (MSS) wegen Wirtschaftsspionage verhaftet und angeklagt hat. Der Chinese Xu Yanjun versuchte auch Geschäftsgeheimnisse von US-Luftfahrt- und Raumfahrtunternehmen zu stehlen, sagte das Ministerium in einer Mitteilung. China wies die Vorwürfe zurück. "Diese Anklageschrift besagt, dass ein chinesischer Geheimdienstler versucht hat, Geschäftsgeheimnisse und andere vertrauliche Informationen von einem amerikanischen Unternehmen zu stehlen, das in der Luftfahrt führend ist. Dieser Fall ist kein Einzelfall. Es ist Teil einer globalen Wirtschaftspolitik, China auf amerikanische Kosten zu entwickeln (...) Wir werden keine Nation dulden, die erntet, was sie nicht sät.", so der stellvertretende Justizminister John Demers.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Zweitgrößter Weizen-Produzent der Welt stoppt den Export

Der zweitgrößte Weizenproduzent der Welt stellt die Ausfuhren ein - mit weitreichenden Folgewirkungen.

DWN
Deutschland
Deutschland Brüssel startet totale Kontrolle: Ab 6. Juli wird Geschwindigkeits-Überwachung in Autos Pflicht

Das Zeitalter der totalen Überwachung im Auto hat begonnen: Ab 6. Juli 2022 wird die Tempo-Überwachung ISA in allen neuen Autos zur...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Kunstmarkt: Berlin und München konkurrieren um Spitzenposition

Ein starker Mittelstand: Die deutschen Auktionshäuser kommen gut über die Corona-Pandemie hinweg, während sich das Interesse der Käufer...

DWN
Finanzen
Finanzen Bärenmarkt voraus: Was Anleger derzeit von professionellen Tradern lernen können

Investoren und Trader betrachten Märkte aus geradezu gegensätzlichen Perspektiven, die beide Erfolg haben können. Doch in einem...

DWN
Politik
Politik Moskau nennt Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands „schwerwiegenden Fehler“

Die russische Regierung warnt vor einem Beitritt Schwedens und Finnlands zur Nato. Die Aussagen eines Ministers haben es in sich.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russischer Gas-Transit durch die Ukraine geht weiter zurück

Das Volumen russischen Gases, das durch die Ukraine in die EU gepumpt wird, sinkt weiter.

DWN
Politik
Politik NRW: Wahlbeteiligung sackt deutlich ab

Die niedrige Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wirft Fragen auf.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Neueste Daten zeigen Abkühlung der Konjunktur in China

Infolge strenger Corona-Lockdowns hat sich die wirtschaftliche Dynamik in China deutlich abgekühlt.