Politik

Chinesische Export-Wirtschaft erlebt kräftigen Boom

Lesezeit: 1 min
08.11.2018 11:18
Die chinesischen Exporte sind im September und Oktober erheblich gestiegen.
Chinesische Export-Wirtschaft erlebt kräftigen Boom

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
China  
USA  
Handel  
Wirtschaft  

Nach Angaben der chinesischen Zollbehörde hat die Volksrepublik ihre Exporte in den vergangenen zwei Monaten erheblich steigern können. Das berichtet die Nachrichten-Agentur Reuters. Nachdem es schon im September ein deutliches Plus von 14,5 Prozent gegeben hatte, legten die Ausfuhren im Oktober sogar um 15,6 Prozent zu.

Nach Meinung von Analysten handelt es sich allerdings nicht um ein stabiles Wachstum. DekaBank-Ökonom Andreas Scheuerle sagte: „China dürfte von Vorzieheffekten profitiert haben.“ Aus Furcht vor höheren Kosten infolge weiterer Strafzölle kauften viele US-Unternehmen in den vergangenen Monaten verstärkt in der Volksrepublik ein, weswegen Chinas US-Exporte allein im Oktober um mehr als 13 Prozent zulegten. Die Regierung in Washington droht damit, die Zölle auf zahlreiche Produkte auf 25 Prozent von derzeit zehn Prozent anzuheben. "Noch bis Jahresende dürften die Ausfuhren wegen Vorzieheffekten kräftig zulegen", erwartet ING-DiBa-Ökonomin Iris Pang. Danach dürften Chinas Exporte wieder Normalmaße erreichen oder – aufgrund der US-Zölle – sogar sinken.

Der chinesische Staatsrat Wang Yi sagte, das geplante Treffen zwischen Chinas Präsident Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump sei für beide Seiten besonders wichtig. Ein hochrangiger chinesischer Diplomat äußerte, sein Land sei bereit, mit den USA zusammenzuarbeiten, um eine Lösung zu finden, die für beide Seiten von Vorteil sei.

Die beiden Staatschefs wollen Ende November am Rande des Gipfels der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) in Argentinien über den Zollkonflikt beraten. Die zwei größten Wirtschaftsmächte der Welt (Bruttosozialprodukt USA: 19,39 Billionen Dollar/ China: 12,24 Billionen Dollar) überziehen sich seit Monaten mit Strafzöllen. Trump stört sich insbesondere am Defizit im amerikanisch-chinesischen Handel, das im September einen Rekordwert von 40,2 Milliarden Dollar erreichte. Der US-Präsident hat mehrfach beklagt, sein Land werde von der Volksrepublik über den Tisch gezogen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Deutschland
Deutschland Hohe Gerichte sind sich einig: Ein Recht auf Barzahlung gibt es nicht

Das Bundesverwaltungsgericht und der Europäische Gerichtshof bringen das Bargeld weiter in Bedrängnis.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Zinswende: Der globale Schuldenturm vor dem Kollaps

In den USA steigen die Zinsen, während die Wirtschaft schwächelt und zahlreiche positive Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zu Ende...

DWN
Politik
Politik In den Straßen von San Francisco: DWN-Leser gerät in die Mühlen der US-Justiz

DWN-Leser Horst Zeck berichtet, wie er es in Kalifornien mit Polizei und Justiz zu tun bekam.

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Finanzen
Finanzen Wie man Wein zu Geld machen kann

Im Zeitalter mickriger Renditen locken Investitionen in gute Tropfen. Aber wie empfehlenswert ist die Geldanlage in Wein?

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Ukraine-Krieg ist es nicht: Das sind die wahren Gründe für die hohen Energiepreise

Die Hoffnung, dass nach dem Ende des Ukraine-Kriegs die Preise wieder sinken, wird sich nicht erfüllen.

DWN
Technologie
Technologie DB Schenker plant Roboter-Küstenschiff ohne Besatzung

Autonome Autos werden noch eine Zeitlang auf sich warten lassen - die Entwicklung von autonomen Schiffen ist schon viel weiter...

DWN
Politik
Politik Die Stärke des Rubels ist nur eine Inszenierung: Verscherzt Putin es sich mit dem russischen Volk?

Russland macht die Welt glauben, dass niemand dem Rubel etwas anhaben kann. Doch in Wahrheit hält die russische Zentralbank den Kurs...