Politik

Brexit: Misstrauens-Votum gegen May

Lesezeit: 1 min
12.12.2018 09:24
Die britische Premierministerin Theresa May muss sich am Abend einem Misstrauensvotum stellen.
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Das Brexit-Chaos in Großbritannien hat Anleger am Mittwoch verunsichert. Das Pfund ging auf Berg- und Talfahrt, nachdem die Nachricht von einem Misstrauensvotum gegen Premierministerin Theresa May bekannt wurde. Die britische Währung fiel zunächst auf 1,2475 Dollar, zog dann aber binnen Minuten um 0,5 Prozent auf 1,2548 an.

Nach der Absage des Brexit-Votums im Unterhaus hatten immer mehr Konservative ein Misstrauensvotum gegen May angestrebt. Am Mittwoch sei die erforderliche Zahl an Anträgen konservativer Abgeordneter erreicht worden, teilte der zuständige Ausschussvorsitzende Graham Brady mit. Eine Abstimmung sei noch für den Abend geplant.

Nach Aussagen von Justizminister David Gauke müsste der für Ende März geplante EU-Ausstieg im Falle einer Niederlage von May wohl verschoben werden. "Wie auch immer die Abstimmung ausgeht, eine immense Verunsicherung wird bleiben", sagte Devisenexperte Neil Wilson vom Handelshaus Markets.com. Das Pfund könne sich in der Folge weiter abschwächen. "Die grundsätzliche Frage für das Pfund ist nicht, wer die Regierung anführt, sondern was das für den Brexit bedeutet."

May hatte am Dienstag Berlin und andere europäische Hauptstädte bereist, um der EU Zugeständnisse abzuringen, vor allem zur künftigen Grenze zwischen Irland und Nordirland.

Die Verunsicherung der Anleger spiegelte sich auch an den Kreditmärkten wider. Die Kosten für eine Absicherung gegen einen Zahlungsausfall (CDS) Großbritanniens zogen merklich an und markierten den höchsten Stand seit den Turbulenzen unmittelbar nach dem Brexit-Referendum im Juni 2016.

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