Finanzen

China: Großkonzerne können Schuld-Zinsen nicht bezahlen

Lesezeit: 1 min
11.02.2019 17:15
Zwei große Unternehmen in China können die Zinsen auf ihre Schulden nicht mehr bezahlen.
China: Großkonzerne können Schuld-Zinsen nicht bezahlen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Zwei chinesische Großkonzerne haben im laufenden Monat die Zahlungsfristen nicht eingehalten können, berichtet Bloomberg. So hat die Minsheng Investment Group Corp. – eine private Investmentgruppe mit Beteiligungen an erneuerbaren Energien und Immobilien – ihren Anleihegläubigern, welchen sie eine Rückzahlung am 1. Februar versprochen hatte, kein Geld zurückgezahlt.

Auch die Wintime Energy Co., welche vergangenes Jahr in Zahlungsschwierigkeiten geraten war, hat vergangene Woche ihren Schuldenrückzahlungsplan teilweise nicht erfüllt. Die Entwicklungen sind bedeutsam, da beide Unternehmen große Kreditnehmer sind und ihre Probleme beim Zugang zu Finanzierungsmitteln darauf hindeuten, dass die Bemühungen der Regierung, Risse im 11-Billionen-Dollar-Anleihemarkt zu kitten, nicht allen Unternehmen zugutekommen.

„Die Expansion chinesischer Unternehmen in den letzten Jahren wurde oft durch die Emission von Schuldverschreibungen vorangetrieben, in der Regel kurzfristige Kredite, aber die Investitionszyklen der Firmen sind in der Regel längerfristig", wird ein Analyst von Shanghai Maoliang Investment Management LLP zitiert. „Die jüngsten Misserfolge zeigen, dass die Unternehmen trotz der Lockerungsmaßnahmen immer noch Schwierigkeiten haben, ihre Schulden fortzuschreiben.“

China Minsheng Investment hatte am 30. Juni nach Angaben von Shanghai Brilliance Credit Rating & Investor Service etwa 232 Millionen Yuan (30 Milliarden Euro) Schulden und verfügte über ein Vermögen von rund 310 Milliarden Yuan (rund 40 Milliarden Euro). Wintime Energy sagte seinen Anlegern, dass immer noch eine Finanzierungsquelle gesucht würde, um 20 Prozent des Kapitalbetrags einer ausstehenden Anleihe im Gesamtumfang von rund 3,8 Milliarden Yuan (rund 500 Millionen Euro) zurückzuzahlen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

OGLAS
DWN
Ratgeber
Ratgeber Auf die Zukunft setzen: Energie professionell managen

Die aktuelle Energiekrise bewegt deutsche Unternehmen. Angesichts steigender Energiepreise macht sich Verunsicherung breit. Gleichzeitig...

DWN
Politik
Politik Taiwan verliert seine letzten Freunde an China

Nun hat auch Honduras seine diplomatischen Beziehungen zu Taiwan abgebrochen und sich stattdessen China zugewandt. Die Luft für den...

DWN
Finanzen
Finanzen Kuwait verkauft Mercedes-Aktien für 1,4 Milliarden Euro

Kuwaits Staatsfonds hat überraschen eine riesige Summe an Mercedes-Aktien zum Verkauf auf den Markt geworfen. Dies sorgte für einen...

DWN
Deutschland
Deutschland GfK: Konsumstimmung besser, aber schwache Realeinkommen belasten

Die wieder etwas gesunkenen Energiepreise sorgen für Lichtblicke. Aber die Menschen bleiben wegen Inflation und starker realer...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche Staatsschulden steigen auf neues Rekordhoch

Der deutsche Staat ist so stark verschuldet wie noch nie. Hintergrund sind die massiven Kosten für den Corona-Kampf und für die...

DWN
Deutschland
Deutschland Mehr Väter gehen in Elternzeit, doch Grünen reicht das noch nicht

Die Zahl der Väter, die das Elterngeld in Anspruch nehmen, steigt. Doch eine Frau von der Hans-Böckler-Stiftung findet die Lage weiterhin...

DWN
Finanzen
Finanzen Gewerbeimmobilien-Risiken hoch auf der Sorgeliste von Banken

Wie hoch ist das Risiko, dass US-Gewerbeimmobilienbesitzer ihre Kredite dieses Jahr nicht zurückbezahlen? Was wäre dann der...

DWN
Politik
Politik Asylrecht: Die Stimmung kippt

Angesichts der unkontrollierten Einwanderung fordern Bürger eine radikale Änderung des Asylrechts.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Großer Betrugsfall im Nickel-Markt aufgeflogen – Börse stoppt Handel

Der Markt für das wichtige Industriemetall Nickel ist von einem großen Betrugsfall erschüttert worden – nicht zum ersten Mal.