Bericht: Banken-Rettung kommt Russland teuer zu stehen

 

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14.02.2019 17:22
Die russische Regierung muss offenbar einen Großteil des zur Stützung von Banken investierten Geldes abschreiben.
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Russland kommt die Bankenrettung der vergangenen zwei Jahre Insidern zufolge immer teurer zu stehen. Der Staat werde wohl nur noch rund 20 Prozent der Mittel zurückerhalten, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von drei mit der Sache vertrauten, namentlich nicht genannten Personen.

Die Zentralbank hat seit 2017 umgerechnet mehr als 40 Milliarden Dollar in die Rettung der drei großen Institute Otkritie, B&N und Promsvyazbank gesteckt. Sie hatte gehofft, zwischen 40 und 60 Prozent des Wertes ihrer zwei Billionen Rubel (rund 30 Milliarden Dollar) an Vermögenswerten wiederzubekommen, die im Zuge der Hilfen an die Auffanggesellschaft Trust Bank übertragen wurden.

Als Hauptaktionär dieser "Bad Bank" setzt die Zentralbank darauf, das Geld durch Anlagenverkäufe und Kreditrückzahlungen zurückzuerhalten. Aber nun gehe sie nur noch davon aus, 20 Prozent des Wertes zu erhalten, sagten die Eingeweihten. Dies gehe aus den Berechnungen hervor, die Manager der Trust Bank erstellt hätten.

Grund sei, dass die Vermögenswerte in den ersten Berechnungen überbewertet worden seien. "Die reale Verwertungsquote wird kaum über 20 Prozent liegen. Es wird wahrscheinlich niedriger sein", sagte einer der Insider. Ein zweite Insider ergänzte, der Wert dürfte zwischen zehn und 20 Prozent liegen. Eine Sprecherin der Trust Bank sagte, darüber werde noch diskutiert. Die Zentralbank äußerte sich nicht.

Vertreter der Zentralbank haben bereits öffentlich erklärt, es sei klar gewesen, dass die meisten Vermögenswerte, zu denen Immobilien- und Agrarkredite gehören, bei der Übertragung auf die Bad Bank überbewertet waren. Dennoch könnte der Fall das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Zentralbank untergraben oder auf eine stärkere Schwäche des Bankensektors hindeuten. Denn die Branche leidet unter den Folgen der westlichen Sanktionen wegen Russlands Annexion der Krim im Jahr 2014 und unter einem Rückgang der Ölpreise.

 


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