Finanzen

Rendite von Bundesanleihen fällt auf Rekordtief

Lesezeit: 1 min
05.06.2019 16:37
Die Rendite der Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren ist am Mittwoch auf ein Rekordtief gefallen.
Rendite von Bundesanleihen fällt auf Rekordtief
Die Emissionen von Bundesanleihen werden von der Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH organisiert. (Grafik: Finanzagentur GmbH)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen ist am Mittwoch auf ein neues Rekordtief gefallen. Zeitweise sank der Effektivzins bis auf minus 0,23 Prozent. Damit wurde das am Vortag erreichte Tief leicht unterschritten. Am Mittag lag die Rendite etwas höher. Der Terminkontrakt Euro-Bund-Future lag zuletzt wenig verändert bei 168,52 Punkten. Italienische Staatsanleihen standen dagegen unter Druck.

Zinsdruck entsteht nach wie vor durch die Erwartung von Zinssenkungen in den USA. An den Finanzmärkten werden in diesem Jahr mindestens zwei Reduzierungen erwartet. Hintergrund ist der US-chinesische Handelskonflikt und mit ihm verbundene Konjunkturschäden. Am Dienstag stieß US-Notenbankchef Jerome Powell die Tür für Zinssenkungen zumindest nicht zu, so die dpa. Man werde die wirtschaftlichen Auswirkungen genau beobachten und “wie immer” entsprechend handeln, um das Wachstum aufrecht zu halten.

Der Risikoaufschlag italienischer Staatsanleihen gegenüber Bundeswertpapieren stieg deutlich an. Die EU-Kommission empfahl den EU-Ländern, ein Sanktionsverfahren gegen die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone in Gang zu setzen. Die Entscheidung wurde erwartet. Da Italien bislang wenig Entgegenkommen zeigt, droht eine langwierige politische Auseinandersetzung, an deren Ende theoretisch hohe Strafzahlungen stehen könnten. Bisher wurden derartige Zahlungen aber noch nie verhängt.

Am Nachmittag stehen in den USA vor allem Stimmungsindikatoren aus dem Dienstleistungssektor an. Am Abend präsentiert die amerikanische Notenbank Fed ihren Konjunkturbericht.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Ausweg aus der Krise durch alternative Bezahlplattform

Das Vertrauen in die Banken und die Politik schwindet zusehends. Die aktuell schwierige wirtschaftliche Lage, welche aufgrund der Covid-19...

DWN
Politik
Politik China ist der größte Profiteur der Corona-Krise

Vor einem Jahr erlebte die zweitgrößte Volkswirtschaft wegen der Corona-Krise einen schweren Einbruch. Nun legt sie den größten...

DWN
Politik
Politik Östliches Mittelmeer: Großmächte kämpfen um das Herz der Welt

Im östlichen Mittelmeer wetteifern die internationalen Mächte um Einfluss auf Energieressourcen, Pipelines und die Handelsstraße zur...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russland will zum weltweit führenden Wasserstoff-Exporteur aufsteigen

Russland will der weltweit führende Wasserstoff-Exporteur werden. Ein im vergangenen Jahr diesbezüglich vorgestellter Plan muss auch als...

DWN
Finanzen
Finanzen Milliarden-Verlust: Realzins pulverisiert deutsche Spareinlagen

Der Realzins dreht im ersten Quartal mit minus 1,25 Prozent wieder ins Negative. Das heißt, dass die Ersparnisse der Deutschen im 1....

DWN
Finanzen
Finanzen Internet-Gigant JD.com - lohnt sich der Einstieg?

DWN-Börsenexperte Andreas Kubin analysiert die Aussichten für die Aktie des chinesischen Online-Händlers JD.com.

DWN
Politik
Politik Die Inflation in der Euro-Zone ist auf dem Vormarsch

Die Lebenshaltungskosten stiegen im März um 1,3 Prozent zum Vorjahresmonat und damit so stark wie seit über einem Jahr nicht mehr.

DWN
Deutschland
Deutschland Merkel im Alarm-Modus: „Das Virus verzeiht keine Halbherzigkeiten“

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat für die Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie geworben.

DWN
Finanzen
Finanzen Hunderte Börsenfonds sind bereits in Bitcoin investiert

Hunderte von ETFs halten teils erhebliche Mengen Bitcoin in ihren Portfolios. Dies ihre Performance in den letzten Monaten deutlich...