USA und Russland jagen Betreiber von Bitcoin-Börse

 

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29.07.2019 14:54
Seit zwei Jahren sitzt der frühere Betreiber der Kryptowährungsbörse BTC-e in Griechenland in Haft. Sowohl die USA als auch Russland fordern seine Auslieferung.
USA und Russland jagen Betreiber von Bitcoin-Börse
Der Russe Alexander Vinnik wird am 29.09.2017 in Thessaloniki (Griechenland) von Polizisten zum Gericht geführt. (Foto: dpa)

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Die einstige Kryptowährungsbörse "BTC-e" und einer ihrer Eigentümer, der Russe Alexander Vinnik, stehen vor einer Zivilklage in Kalifornien. Die USA streben seine Auslieferung von Griechenland an, um ihn strafrechtlich zu verfolgen.

Die USA wollen von BTC-e und Vinnik Strafen in Höhe von 100 Millionen US-Dollar wegen angeblicher Verstöße gegen den ´Bank Secrecy Act´ einziehen, berichtet Bloomberg. Die US-Staatsanwaltschaft in San Francisco beschuldigte Vinnik bereits im Jahr 2017, Bitcoins von anderen Börsen gestohlen zu haben.

Ein Rechtsexperte spekuliert, dass die USA der Anklage aus dem Jahr 2017 nun eine Zivilklage hinzufügen, um Informationen über Vinniks Vermögenswerte zu erhalten, die sie mithilfe der Strafanzeige nicht erreichen können. Es bestehe die Gefahr, dass die Vermögenswerte verschwinden.

Die einstige Kryptowährungsbörse BTC-e war in Zypern oder auf den Seychellen gegründet worden, sagten die Staatsanwälte in einer Erklärung. Benutzer an verschiedenen Orten, einschließlich Nordkalifornien, hätten die Börse genutzt, um Bitcoin und andere digitale Währungen anonym zu handeln.

Alexander Vinnik wurde in Griechenland festgenommen, nachdem die USA ihn auch wegen des Betriebs einer digitalen Börse angeklagt hatten, der Kriminellen geholfen haben soll, vier bis neun Milliarden Dollar zu waschen.

Er ist seit seiner Verhaftung im Sommer 2017 im Gefängnis und kämpft gegen seine Auslieferung an die USA. Auch die russische Generalstaatsanwaltschaft hat schon zweimal die Auslieferung von Vinnik an Russland beantragt.

Russische Ermittler glauben, dass er vom 1. Januar 2016 bis zum 14. Juni 2018 als Teil einer kriminellen Gruppe an Erpressung und Geldwäsche in Frankreich beteiligt war. Vinnik war jedoch nie in Frankreich. Zudem befindet er sich seit Sommer 2017 in Griechenland in Haft.

Im Oktober 2017 entschied das Gericht in Thessaloniki, Vinnik an die USA auszuliefern. Doch sein Verteidiger legte Berufung gegen diese Entscheidung ein. Später folgte das gleiche Gericht dem Antrag Frankreichs auf Auslieferung von Vinnik.

Am 26. November 2018 trat Vinnik in einen Hungerstreik. Er behauptet, ein politischer Gefangener zu sein, und fordert, dass die griechischen Behörden ihn in sein Heimatland zurückkehren lassen. Nach drei Monaten beendete er seinen Hungerstreik.

Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete am 11. Juli, dass ein Gerichtsrat in Thessaloniki die Haft von Vinnik um sechs Monate verlängert hat. Eigentlich hatte er am 25. Juli freigelassen werden sollen, so Timofei Musatov, der Anwalt von Vinnik.

"Es ist ein außergewöhnlicher Fall, denn in Griechenland dauert die Haft selten länger als zwei Jahre", fügte Musatov hinzu. Außerdem waren die Gerichte an dem Tag der Verlängerung wegen der Wahlperiode geschlossen und es gab keine Anhörungen an anderen Gerichten in Thessaloniki.

"Die USA entführen russische Bürger mithilfe von Drittländern", sagte Vinnik im vergangenen Jahr zu Bloomberg.

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