Politik
Kurz vor Offensive der Türkei

Pentagon warnt vor Wiedererstarken des IS in Nordost-Syrien

Das Pentagon meint, der IS würde im Nordosten Syriens Kämpfer rekrutieren. Die Warnung kommt kurz vor Beginn einer Offensive der Türkei im Nordosten Syriens, welche die Kurden-Miliz YPG verhindern will.
07.08.2019 17:20
Lesezeit: 1 min

Kürzlich hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verkündet, dass eine Militäroperation in Nordost-Syrien ab dem 11. August 2019 beginnen könnte. Doch das Pentagon hat am 6. August 2019 einen Bericht veröffentlicht, wonach sich der IS im Nordosten Syriens, also im potenziellen Operationsgebiet der Türkei, neu formieren würde. Dies könnte unter Umständen eine Gefahr für die türkische Militäroperation darstellen.

“USCENTCOM berichtet, dass der IS auch in al Hol, einem weitläufigen Lager für Binnenvertriebene (IDP) im Nordosten Syriens, in dem Tausende von ISIS-Familienmitgliedern leben, aktiv ist und wahrscheinlich daran arbeitet, neue Mitglieder aus der großen Zahl von IDPs zu rekrutieren”, so das Pentagon. 

Aldar Xelil, ein führender Politiker der syrisch-kurdischen PYD, drohte zeitgleich damit, 15.000 IS-Kämpfer, die sich angeblich in Gefangenschaft der Kurden befinden, freizulassen, falls die Türkei im Nordosten Syriens eine Operation durchführt. “Entweder werden wir gegen die Türken kämpfen oder die Gefangenen bewachen. Wir können schließlich nicht beides machen”, zitiert The Telegraph Xelil. 

Eine ähnliche Drohung sprach der IS vor wenigen Wochen gegen Erdogan aus. Das Portal Intelligence Group hat auf seiner Webseite ein Video des IS veröffentlicht, in dem die Terror-Miliz Erdogan bedroht.

“Hey Erdogan. Du arroganter Tyrann der Türkei. Glaube bloß nicht, dass die Schwerter der Soldaten des Kalifats weit von Dir entfernt sind. Du sollst wissen, dass es Dir nichts bringen wird, auf der Seite der Kreuzritter gegen die Soldaten des Kalifats anzutreten.” Das Video wurde am 10. Juli 2019 veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt hatte die türkische Regierung mit den Vorbereitungen für eine Militäroffensive östlich des Euphrats begonnen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Der wachsende Trend zu flexiblen Konsumausgaben bei deutschen Verbrauchern

Deutsche Haushalte verändern ihr Ausgabeverhalten grundlegend. Wo früher feste Sparpläne und monatliche Budgets den Alltag bestimmten,...

DWN
Technologie
Technologie Elon Musk und die KI: Wer regiert bald die Welt?
13.08.2026

Elon Musk warnt vor KI, Bürgerkrieg und dem Aufstieg neuer Supermächte – doch zugleich verkörpert er selbst die beispiellose Macht der...

DWN
Politik
Politik NATO-Reform: Saluschnyj erklärt das mächtigste Militärbündnis der Welt für überholt
13.08.2026

Die Ukraine wollte jahrelang von der NATO lernen. Nun erklärt ihr früherer Oberbefehlshaber das Bündnis für militärisch überholt und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Trockenheit kostet Landwirte 600 Millionen Euro
13.08.2026

Die Dürre hinterlässt auf deutschen Feldern deutliche Spuren: Millionen Tonnen Getreide und Raps sind bereits verloren. Für Verbraucher...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Aktien unter Druck: Milliardenverlust zeigt die verborgene Gefahr
13.08.2026

Ein gefeierter Tech-Investor setzte mit gewaltigem Hebel auf KI-Aktien und verlor innerhalb weniger Wochen rund 35 Milliarden US-Dollar....

DWN
Politik
Politik Rentensplitting statt Witwenrente: Steht die Hinterbliebenenrente vor dem Aus?
13.08.2026

Im Rahmen der Rentenreform steht plötzlich auch die Witwenrente zur Diskussion. Ein Expertenvorschlag: Ein verpflichtendes Rentensplitting...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Volvo ES90 im Test: Ein guter Grund, den Deutschen Lebewohl zu sagen?
13.08.2026

Der Volvo ES90 ist kein Elektroauto für Käufer, die möglichst günstig in die Premiumklasse einsteigen wollen. Doch wer Komfort,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Experten warnen: Pleitewelle hält bis mindestens 2027 an
13.08.2026

Seit Monaten steigt die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland. Daran dürfte sich so schnell nichts ändern, obwohl jüngste...

DWN
Politik
Politik Neue "Eisseidenstraße" nach Europa: Warum Reedereien Chinas Abkürzung meiden
13.08.2026

China eröffnet eine regelmäßige Arktisroute, die Transporte zwischen Asien und Europa erheblich beschleunigen könnte. Doch europäische...