Deutschland
Auch Unterbeschäftigung steigt

Arbeitslosigkeit nimmt im August zu

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im August gestiegen. Der konjunkturelle Abschwung macht sich bemerkbar.
29.08.2019 10:49
Lesezeit: 1 min

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August leicht gestiegen. Insgesamt suchten 44.000 mehr Menschen als im Monat zuvor einen Arbeitsplatz, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenzahl stieg damit auf 2,319 Millionen, die Arbeitslosenquote legte leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent zu.

"Die konjunkturelle Schwächephase hinterlässt auch am Arbeitsmarkt leichte Spuren", erklärte BA-Chef Detlef Scheele. "Alles in allem zeigt er sich aber robust."

Bereinigt um die saisonalen Einflüsse im Zuge der Sommerpause stieg die Zahl der Arbeitslosen im August um 4000 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren 31.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern bewege sich auf hohem Niveau, gebe aber weiter nach, teilte die Behörde mit. Im August waren 795 000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 33 000 weniger als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich der Bestand der bei der BA gemeldeten Arbeitsstellen um 8000 Stellen verringert. Der Stellenindex der BA (BA-X) - ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland - sank im August 2019 um einen Punkt auf 242 Punkte. Er liegt damit 10 Punkte unter dem Vorjahreswert.

Die Unterbeschäftigung, die auch Menschen erfasst, die derzeit beispielsweise an einer Weiterbildung teilnehmen, nahm leicht um 3000 zu auf 3,203 Millionen Personen. Im Vorjahresvergleich ging die Zahl um 29 000 zurück.

Die Zahl der Erwerbstätigen ist weiter gestiegen und lag nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes im Juli bei 45,29 Millionen - das waren 14 000 mehr als im Vormonat, im Vergleich zum Vorjahr waren es 374 000 Erwerbstätige mehr.

Das Plus beruht laut BA weitgehend auf einer höheren Zahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Arbeitnehmer. Insgesamt hatten laut Hochrechnung der BA im Mai 33,39 Millionen Menschen einen regulären Job. Saisonbereinigt war das von Mai auf Juni ein Plus von 11 000.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Tagesgeld-Vergleich (09/2026): Diese Banken bieten die besten Tagesgeld-Zinsen

Ein Tagesgeld-Konto gilt als sichere und flexible Geldanlage. Doch hinter manchem Spitzenangebot verbergen sich nicht selten Bedingungen,...

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Europäischer Medtech ist günstig, Goldrückgang ist vorübergehend
27.09.2026

Die Wall Street glänzt nahe seinen Rekordhöhen, doch unter der Oberfläche brodelt es. Während Künstliche Intelligenz die...

DWN
Politik
Politik Kanada und EU: Von der Leyens Plan könnte den Binnenmarkt verändern
27.09.2026

Kanada soll enger an die Europäische Union rücken als je zuvor. Ursula von der Leyen bringt dafür sogar eine "assoziierte...

DWN
Politik
Politik Gelockerter Kündigungsschutz für Hochverdiener: Was Arbeitgeber für 2027 wissen sollten
27.09.2026

Die Bundesregierung plant eine Reform des Kündigungsschutzes, in der Hochverdiener leichter kündbar werden sollen. Arbeitgeber können...

DWN
Panorama
Panorama Auswandern nach Andalusien: „In meinem Herzen habe ich zwei Seelen“
27.09.2026

Jens Halbroth und seine Frau Claudia suchten jahrelang nach einem neuen Lebensmittelpunkt. Sie reisten mit Motorrad und Wohnmobil durch...

DWN
Finanzen
Finanzen Weltweite Schulden mit Gold tilgen? Dann müsste es 400.000 Dollar kosten
27.09.2026

Die Goldpreise erreichen 2026 Rekordstände. Doch was wäre, wenn Staaten ihre Schulden theoretisch mit ihren Goldreserven decken wollten?...

DWN
Technologie
Technologie KI und Burnout: Warum ausgerechnet Entlastung krank machen kann
27.09.2026

KI soll Beschäftigte entlasten, Routinearbeit übernehmen und Unternehmen produktiver machen. Doch ausgerechnet die neue Effizienz schafft...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Horacio Pagani im Porträt: Seine Autos sind verkauft, bevor die Öffentlichkeit sie sieht
27.09.2026

Horacio Pagani baut keine Autos für den Massenmarkt. Im vergangenen Jahr sollen es gerade einmal rund 50 gewesen sein, das günstigste...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Unternehmensnachfolge: Mehr Schließungs- als Übergabepläne im Mittelstand
27.09.2026

Erstmals wollen mehr Mittelständler dichtmachen als übergeben. Betroffen sind auch profitable Betriebe mit vollen Auftragsbüchern. Oft...