Politik

Bedrohlich: Syrien schaltet das Internet ab

Lesezeit: 1 min
08.05.2013 08:08
Die Situation in Syrien spitzt sich zu. Seit Dienstagabend gibt es keinen Zugang zum Internet mehr, Telefone funktionieren ebenfalls nicht mehr. Die Regierung soll dafür verantwortlich sein. Die absichtliche Störung der Kommunikation zwischen den Rebellen könnte der Hintergrund sein.
Bedrohlich: Syrien schaltet das Internet ab

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Nach den Angriffen Israels auf Syrien am Wochenende ist seit Dienstagabend das Internet im Land lahmgelegt. Google gibt an, dass alle Internet-Angebote des Unternehmens im Land nicht mehr verfügbar seien. Auch Telefone funktionieren nicht mehr.

Der blog Umbrella Security Labs berichtete von einem Stillstand des Traffics gegen 18.45 Uhr am Dienstagabend. Google bestätigt diese Angaben. Bis jetzt seien alle Produkte des Unternehmens nicht mehr nutzbar, so Google auf seiner Webseite.

Es ist nicht das erste Mal, dass in Syrien alle Kommunikationswege komplett abgeschaltet sind. Zuletzt war dies im November der Fall. Vieles spricht dafür, dass die syrische Regierung absichtlich alle modernen Kommunikationsformen lahmgelegt hat. „Wir sehen keine Auswirkung in Nachbarstaaten und wir sehen nichts, dass darauf hinweist, dass der Ausfall durch Schäden an dem ein oder anderen Kabel, die Syrien mit der Außenwelt verbinden, verursacht wurde", zitiert Al Jazeera Jim Cowie von Renesys. Jim Cowie ist Chef-Technologe des Unternehmens, das den weltweiten Internetverkehr beobachtet.

Unterdessen hat die syrische Telekommunikationsbehörde jedoch darauf verwiesen, dass die Störung auf die Beschädigung eines Lichtleitkabels zurückzuführen sei, so das Radio Stimme Russland.

Zudem hat die syrische Regierung in der Vergangenheit bereits mehrmals die Telefon- und Internetleitung in bestimmten Regionen des Landes unterbrochen. Meist geschah dies, um die Kommunikation der Rebellen untereinander zu verhindern - kurz bevor die Regierungstruppen eine Operation planten. 

 

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Finanzen
Finanzen Target2 macht's möglich: Deutsche Netto-Auslandsvermögen in Gefahr

Die Target-Forderungen Deutschlands innerhalb der EU haben längst astronomische Höhen erreicht. Ökonomen hatten zuvor inständig davor...

DWN
Politik
Politik Drohung aus der EU: „Angriff auf Ukraine heißt: sofortiges Öl/Gasembargo“ gegen Russland

Ein hochrangiger deutscher EU-Vertreter droht Russland bei einem Angriff auf die Ukraine mit einem Gas-Embargo, einem Ausschluss aus dem...

DWN
Politik
Politik Drei Brennpunkte bedrohen den Frieden: Schickt der Westen nur Berater - oder seine Armeen?

In seinem meinungsstarken Artikel analysiert DWN-Kolumnist Roland Barazon die weltweite Sicherheitslage.

DWN
Finanzen
Finanzen Explosion der Immobilien-Preise: Mieten lohnt sich immer öfter als Kauf

In 51 von 75 Städten ist die finanzielle Belastung durch die Miete geringer als beim Kauf. Die Unterschiede sind vor allem in den...

DWN
Deutschland
Deutschland Ernste Lage: Versorgungsengpass bei Lebensmitteln und Rohstoffen droht

In zahlreichen Branchen innerhalb der deutschen Lieferkette droht ein Kollaps bei der Versorgung. „Dann sprechen wir nicht mehr bloß...

DWN
Politik
Politik EU-Direktorin für Impfstoff-Zulassung war Pharma-Lobbyistin – unter anderem für AstraZeneca

Die aktuelle Direktorin der Europäischen Arzneimittelagentur, die für die Impfstoffzulassung verantwortlich ist, war zuvor für den...

DWN
Deutschland
Deutschland Gesetzes-Verschärfung steht bevor: Regierung will deutschlandweite Ausgangsbeschränkungen - Bundestag dürfte zustimmen

Die Bundesregierung will mittel einer Gesetzesverschärfung die Einspruchmöglichkeiten der Länder brechen.

DWN
Finanzen
Finanzen Banken sprechen von "Verwahrentgelt": In Wahrheit handelt es sich um Strafzinsen

Immer mehr deutsche Banken und Sparkassen berechnen ihren Kunden Strafzinsen.