Finanzen

Banken erhöhen Fix-Gehälter und kürzen bei der Dividende

Lesezeit: 1 min
06.06.2012 23:33
Die weltweit größten internationalen Banken haben im vergangenen Jahr signifikant größere Teile ihrer Gewinne in Gehälter gesteckt als in die Dividende. Diese lag nur mehr bei 4,5 Prozent – ein Drittel weniger als noch vor sechs Jahren.
Banken erhöhen Fix-Gehälter und kürzen bei der Dividende

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

In den vergangenen zwei Monaten ist die Zahl derjenigen europäischen und amerikanischen Anleger gestiegen, die sich beschweren, dass die Dividende der internationalen Banken immer stärker gesunken sei. Die FT hat daraufhin bei 13 internationalen Großbanken geprüft, welchen Anteil am Gesamt-Topf der jeweiligen Bank, wozu die Nettogewinne und die Personalkosten zählen, die Dividende, die Gehälter und die Gewinnrücklagen im vergangenen Jahr ausmachten.

Bei den 13 Banken zeigte sich der FT derselbe Trend. Die Dividenden sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. 2011 machten die Dividenden nur 4,5 Prozent des gesamten Topfes aus – 2006, im letzten vollen Jahr vor der Finanzkrise, lagen sie hingegen noch bei 15 Prozent. Gleichzeitig sind jedoch die Personalkosten, dementsprechend auch die Gehälter, auf 81 Prozent gestiegen. Vor der Krise lagen sie noch bei 58 Prozent. Im vergangenen Jahr stiegen die Personalkosten demnach auf 259 Milliarden Dollar.

Darüber hinaus sind seit 2006 die Aktienkurse der Banken um fast 60 Prozent gesunken. Dementsprechend fielen die Dividenden im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit die FT diese Daten erhebt (2000). Sie beliefen sich auf 18 Milliarden Dollar. 2007 erreichten sie noch einen Höchststand von 61 Milliarden Dollar. Lediglich bei Goldman Sachs ist die Dividende seit 2006 gestiegen.

Die Höhe der Fix-Gehälter dürfte sich auch angesichts der EU-Pläne, die Banker-Boni zu beschränken, ändern. Wenn dann die Boni nur mehr maximal 100 Prozent des Gehalts betragen dürfen, könnten einige Banken entsprechende ihre Fix-Gehälter erhöhen, um dies auszugleichen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

 


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland IWF und Bundesregierung planen die Enteignung des deutschen Mittelstands

DWN-Kolumnist Ernst Wolff fordert den Mittelstand auf, sich zu wehren - weil seine Existenz gefährdet ist.

DWN
Politik
Politik Krankenschwester in Österreich stirbt nach AstraZeneca-Impfung

In Österreich ist eine Krankenschwester nach einer AstraZeneca-Impfung verstorben. Ein Zusammenhang zwischen Tod und Impfstoff wird...

DWN
Politik
Politik Gegenspieler von Papst Franziskus: Die Kräfte der Finsternis greifen nach der Macht

Im zweiten Teil des großen DWN-Interviews mit dem umstrittenen Erzbischof Carlo Maria Viganò gibt dieser weitere tiefe Einblicke in seine...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin schwächelt: Ende des Bullenmarkts oder Chance zum Einstieg?

Seit seinem Rekordhoch am 21. Februar befindet sich Bitcoin in einer Phase der Schwäche. Doch Analysten erwarten weitere Rekorde, sobald...

DWN
Politik
Politik Bundesregierung will Fregatte in Krisengebiet schicken: Supermacht sendet Warnung

Einem Schiff der deutschen Marine steht eine heikle Mission bevor.

DWN
Politik
DWN
Politik
Politik Erzbischof Carlo Maria Viganò: Der Tiefe Staat und die Tiefe Kirche verfolgen die gleiche Agenda

Im großen DWN-Interview legt der umstrittene Erzbischof Carlo Maria Viganò, der als Gegenspieler von Papst Franziskus gilt, seine Sicht...

DWN
Deutschland
Deutschland Tödliche Corona-Verläufe in Berlin am geringsten, in Sachsen-Anhalt am höchsten

Der Johns Hopkins University zufolge ist der Anteil der tödlichen Verläufe der Corona-Erkrankungen in Berlin und NRW deutschlandweit am...