Politik

Schlechte Umfrage-Werte: Obama ruft wütend in Brüssel an

Lesezeit: 1 min
13.06.2012 18:48
Der Vorsprung des amerikanischen Präsidenten in den Umfragen ist zerronnen. Barack Obama fürchtet, die Schuldenkrise könnte seine Wiederwahl gefährden. Am Nachmittag führte er ein Krisen-Telefonat mit dem EU-Ratspräsidenten.
Schlechte Umfrage-Werte: Obama ruft wütend in Brüssel an

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Barack Obama mischt sich immer stärker in die Probleme der Eurozone ein. Am Mittwochnachmittag führte sogar er ein Krisengespräch mit EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy, teilte der Sprecher der Europäischen Rates Dirk De Backer mitteilte. Es soll um schnelle Lösungen für die Schuldenkrise gegangen sein.

Der amerikanische Präsident fürchtet zunehmend, die Schuldenkrise in der EU könnte seinen Wahlkampf gefährden. Immer häufiger ermahnte er die Mitglieder der Eurozone zu konkreten Maßnahmen zur Lösung der Krise und scheute nicht, die Schwierigkeiten in der Eurozone als Gefahr für die Erholung der amerikanischen Wirtschaft anzuführen.

Die Dringlichkeit des Anrufs von Barack Obama wird erklärt sich auch aus den neuesten Umfragewerten.

Rund fünf Monate vor der Präsidentschaftswahl ist Barack Obama bei den Umfragewerten drastisch abgestürzt: das schlechteste Ergebnis seit Januar. Nur mehr 47 Prozent sind mit der Amtsführung des Präsidenten zufrieden. 63 Prozent der Befragten gaben an, der Ansicht zu sein, dass sich das Land auf dem falschen Weg befinde – eine Steigerung von 6 Prozentpunkten. Dies zeigte eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage von Reuters/Ipsos. Der Vorsprung gegenüber seinem Herausforderer Mitt Romney ist indes fast völlig zerronnen. 45 Prozent der Befragten sprachen sich für Barack Obama aus, 44 Prozent für Mitt Romney.

Gestiegene Benzinpreise, die hohe Arbeitslosigkeit und die abkühlende Wirtschaft lassen Barack Obama in seiner Beliebtheit sinken. In der jüngsten Projektion wies zudem das Congressional Budget Office (CBO), eine Behörde des Kongresses der USA, die die notwendigen und geplanten Ausgaben des amerikanischen Haushalts prüft und schätzt, auf eine große Schuldenproblematik in den nächsten Jahren hin. Ändere sich nichts Entscheidendes an der derzeitigen Politik, könnten die USA 2037 das nächste Griechenland sein (mehr hier). Seinem Herausforderer Mitt Romney setzt in diesen Zeiten darauf, bei den Wählern mit seiner Wirtschaftskompetenz zu punkten.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Weniger Administration, mehr Innovation: Digitale bAV-Verwaltung schafft Raum für Neues

Was macht einen Arbeitsplatz attraktiver als andere. Sicherlich mehr als nur das monatliche Gehalt. Langfristiges Denken kann sich für...

DWN
Politik
Politik Soll der nunmehr „liebe Deutsche“ die EU führen?

Die EU hat die nachbarschaftlichen Beziehungen in Europa empfindlich beschädigt. Deutschland mag als Geldspender akzeptiert sein, doch...

DWN
Politik
Politik Die Merkel-Jahre – der etwas andere Rückblick

16 Jahre mit Angela Merkel, das war auch immer wieder Thema in der Rubrik Klatsch und Kultur. Ein Rückblick von Walz bis Walser.

DWN
Deutschland
Deutschland Berichte: Ungeimpfte Schwangere in Dortmund an Corona verstorben

Mehrere Zeitungen berichten mit Verweis auf offizielle Quellen, dass in einem Dortmunder Krankenhaus eine Schwangere an Corona verstorben...

DWN
Finanzen
Finanzen Immobiliengigant in Schwierigkeiten: Sorge vor einem Crash in China

Der Immobiliengigant Evergrande steht unter großem Finanzdruck. Der Konzern spricht selber von „beispiellosen Schwierigkeiten“. Wie...

DWN
Technologie
Technologie Studie: Der Digitale Euro wird an seiner Einfachheit scheitern

Die Landesbank Baden-Württemberg rechnet damit, dass der von der EZB vorangetriebene Digitale Euro nur über begrenzte Funktionen...

DWN
Deutschland
Deutschland Immobilien-Riesen in Berlin verkaufen 14.750 Wohnungen an öffentliche Hand

Die vor einer Fusion stehenden Wohnungsriesen Vonovia und Deutsche Wohnen verkaufen Immobilien in Berlin für 2,46 Milliarden Euro an die...

DWN
Politik
Politik Bundestagswahl: Deutsch-Russen und Deutsch-Türken driften nach rechts ab

Aus einer Studie geht hervor, dass die deutsch-türkischen und deutsch-russischen Wähler zunehmend nach rechts abdriften. Diese Gruppen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mittelstand fordert Regulierungsmoratorium – Normenkontrollrat sollte sich Sinnfrage stellen

Der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft äußert Kritik am Jahresbericht Beratungsgremiums Normenkontrollrat der Bundesregierung....