Finanzen

Panik-Gefahr: Banken am Sonntag in Alarmbereitschaft

Lesezeit: 1 min
17.06.2012 01:16
Viele internationale Banken haben am Wochenende Sonderschichten eingesetzt, um sich auf mögliche Folgen der Griechenland-Wahl am Montag vorzubereiten. Generalstabsmäßig wurde schon mal durchgespielt, was geschieht, wenn der Euro einen Crash hinlegt.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Hunderte Mitarbeiter werden in den Finanzzentren in London und New York am Sonntag in Alarmbereitschaft Sonderschichten schieben: Man rechnet am Montag, wenn die Börsen wieder öffnen, mit Verwerfungen und will darauf vorbereitet sein. Viele große Banken haben sich generalstabsmäßig auf dieses Wochenende und insbesondere den Montag vorbereitet: Sie haben durchgespielt, was passiert, wenn die Märkte in Panik geraten. So hat etwa die Citi in verschiedenen Formen ausgetestet, wie man große Bewegungen von einem Land in das andere am besten bewerkstelligt.

Für fast alle Banken ist auch die Frage wichtig, wie man reagiert, wenn neue Währungen eingeführt werden. Auch dazu gibt es in den meisten Instituten konkrete Planungen.

Für die meisten Institute sind Rechtsfragen von großer Bedeutung: So wurden Konzepte ausgearbeitet, wie man bei bestimmten Geschäften den Gerichtsstand nach London verlegen kann.

Auch das Marketing spielt eine große Rolle. Bei Goldman Sachs und JP Morgan bereiten sich Kundenbetreuer auf kritische Fragen vor – vor allem bei der Frage, welche Konsequenzen der Euro-Austritt Griechenlands auf das jeweilige Portfolio haben werde, möchten die Investment-Banker kompetente Antworten geben.

In Griechenland haben die Banken dagegen ganz andere Sorgen: Sie stopfen die Geldautomaten mit Scheinen voll, weil sie verhindern wollen, dass Panik ausbricht, wenn am einen oder anderen Bankomat auf einmal keine Euro-Scheine mehr rauskommen. Damit reagieren die Banken auf den massiven Bank Run in den vergangenen Tagen (mehr hier).


Mehr zum Thema:  

Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Halbzeit Urlaub bei ROBINSON

Wie wäre es mit einem grandiosen Urlaub im Juni? Zur Halbzeit des Jahres einfach mal durchatmen und an einem Ort sein, wo dich ein...

DWN
Finanzen
Finanzen Geldvermögen privater Haushalte hat einen neuen Höchststand erreicht
18.04.2024

Die gestiegenen Kurse an den Aktienmärkten und die erhöhten Sparzinsen haben zusammen dazu geführt, dass das Geldvermögen der deutschen...

DWN
Finanzen
Finanzen Tarifverhandlungen 2024 könnten Preisanstieg befeuern - es droht Inflationsspirale
18.04.2024

Die anstehenden Tarifverhandlungen in den großen Industrien bedrohen die Preisstabilität in Deutschland: Eine IW-Studie sieht das...

DWN
Politik
Politik Festnahmen in Bayern: mutmaßliche Agenten mit Russlandverbindungen
18.04.2024

Die zwei Männer sollen für einen russischen Geheimdienst spioniert haben. Einer der beiden soll sich auch zur Durchführung von...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Fachkräftemangel bedroht Mittelstand mehr als teure Energie
18.04.2024

Ein Mangel an geeignetem Personal ist für viele Firmen in Deutschland Alltag. Im Mittelstand ist der Fachkräftemangel laut einer neuen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mercedes trotzt dem Trend: Jetzt soll sogar ein Maybach-Van die Besserverdiener locken
18.04.2024

Das Interesse an Elektro-Fahrzeugen in Deutschland ist verhalten. Während VW und Tesla das bei den Zulassungszahlen bemerken, nutzen die...

DWN
Politik
Politik Warum Kürzungen in der Flüchtlingspolitik nicht hilfreich sind
18.04.2024

Immer mehr Politiker und Wirtschaftsexperten fordern eine Neuanpassung der Asylpolitik. Aktuell finden kontroverse Maßnahmen wie...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Iran-Israel-Konflikt: Führt das Krisentreffen in Israel mit Baerbock und Cameron zur Deeskalation?
17.04.2024

Bei Gesprächen mit israelischen Politikern bemühen sich Annalena Baerbock und David Cameron, einen möglichen Vergeltungsschlag gegen den...

DWN
Politik
Politik Günstlingswirtschaft und Gefälligkeiten: Stephan Weil in Niedersachsen am Pranger
17.04.2024

In Berlin steht Kai Wegner (CDU) unter Verdacht, seine Geliebte mit einem Senatorenposten bedacht zu haben. Ursula von der Leyen (CDU)...