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SPD-Gabriel: Eltern sollen Kindern nicht bei Hausaufgaben helfen

Lesezeit: 1 min
02.09.2013 00:42
Gabriel fordert, dass alle Schulaufgaben auch in der Schule erledigt werden. So sollen für alle Schüler dieselben Chancen gewährleistet werden. Niemand solle einen Vorteil haben, wenn die Eltern zu Hause helfen. Die Argumentation bedeutet eine weitere Verstaatlichung des Bildungssystems. Leistungsfördernd wird das nicht sein.
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SPD-Chef Sigmar Gabriel fordert einen rechtlich garantierten Platz an einer Ganztagsschule für jedes Kind. Im Gegenzug sollten alle Schulaufgaben während der Schulzeit erledigt werden. Akademiker-Kinder würden dann nicht bevorzugt.

„Ich bin auch dafür, dass man dann Hausaufgaben abschafft“, sagte Gabriel der Rhein-Zeitung. Wenn alle Aufgaben in der Schule erledigt würden, dann hätten auch alle Schüler dieselben Chancen. Es sei nämlich ungerecht, dass Akademiker ihren Kindern „bei der höheren Schulbildung“ einfacher helfen könnten als nicht studierte Eltern.

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) kritisierte den Vorstoß des SPD-Chefs. „Statt Hausaufgaben abzuschaffen, sollte Herr Gabriel lieber seine SPD-Ministerpräsidenten zur dauerhaften Anstellung der vorhandenen Schulsozialarbeiter verpflichten“, sagte Schröder der Zeitung Die Welt. FDP-Generalsekretär Patrick Döring sagte:

„Leistung im Job soll sich nicht mehr lohnen, darum werden mittlere Einkommen mit der SPD höher besteuert. Und wer seine Hausaufgaben macht und lernt, verhält sich ungerecht gegenüber jenen, die faulenzen. Die SPD und Leistung – das passt einfach nicht zusammen.“

In ihrem Bundestagswahlprogramm fordert die SPD, den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz zu einem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung weiterzuentwickeln. SPD-Vizechefin Manuela Schwesig sagte dazu der Rheinischen Post: „Wir werden in den nächsten vier Jahren dafür ein neues Ganztagsschulprogramm in Höhe von 8 Milliarden Euro auflegen.“

Die Argumentation passt in ein leistungsfeindliches und ideologisches Schulumfeld, wie es seit Jahrzehnten in den rot-grünen Bundesländern zu beobachten ist.

Denn tatsächlich wird damit die Leistungsgrenze nach unten nivelliert. Eltern mit schulpflichtigen Kindern können ein Lied davon singen, wie sehr Schulklassen mit extremen Leistungsunterschieden die schulischen Leistungen der Kinder beeinträchtigen.

Der Pleite-Staat ist in vielen Fällen nicht in der Lage, genügend Lehrpersonal zu finanzieren oder sicherzustellen, dass die Klassengrößen so gehalten werden, dass die Lehrer die Kinden in angemessener Weise individuell betreuen können.

Nun soll also jenen Eltern, die sich zu Hause um ihre Kinder kümmern, der letzte Spielraum genommen werden, um ihre Kinder trotz des weithin maroden Schulsystems für den immensen Wettbewerb in einer globalen Gesellschaft zu unterstützen.

Diese Utopie wäre dann nachvollziehbar, wenn der Staat seiner Aufgabe nachkäme, die Kinder im Alleingang nach höchsten Ansprüchen auszubilden.

Das kann der Schulden-Staat jedoch nicht leisten.

Daher sollte die Politik die Eltern nicht als lästiges Übel abqualifizieren, dem man in einem Bildungs-Klassenkampf zu Leibe rücken muss.

Diese Ideologie legt die Axt an die Wurzeln der Zukunft der Kinder.

Reicht es nicht, dass ihnen schon Billionen an Schulden auferlegt sind?

Sie sollten wenigstens so gut ausgebildet werden, dass sie diese Schulden abarbeiten können.

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