Erstaunliches Experiment: Rostocker Forschern gelingt Durchbruch in der Quantenphysik

 

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26.09.2019 19:13  Aktualisiert: 26.09.2019 19:16
Forschern der Universität Rostock ist ein Durchbruch in der Quantenpysik gelungen, der sowohl in wissenschaftlicher als auch technologischer Hinsicht von großer Bedeutung ist.
Erstaunliches Experiment: Rostocker Forschern gelingt Durchbruch in der Quantenphysik
Ein vom Fraunhofer-Institut entwickeltes Gerät. Die Entdeckung der Rostocker Forscher auf dem Gebiet der Quantenphysik ist auch von großem praktischen Wert. (Foto: dpa)
Foto: Renate Grimming

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Zwei Physikern der Universität Rostock ist ein bahnbrechender Durchbruch gelungen: Sie konnten eine als rein theoretisch angesehene mathematische Formulierung aus dem Bereich der Quantenphysik experimentell nachweisen. Die Formulierung war 1998 gemacht worden und galt in Wissenschaftskreisen als äußerst „exotisch“. Bei ihrem Experiment gelang es Friederike Klauck und Lucas Teuber unter anderem, ein Prinzip zur Anwendung zu bringen, das Albert Einstein als „spukhafte Fernwirkung“ bezeichnet und zeit seines Lebens abgelehnt hatte. Das Experiment ist ein weiterer Beleg für die Gültigkeit quantenphysikalischer Prinzipien beziehungsweise den Umstand, dass Einstein mit der Ablehnung dieser Prinzipien Unrecht hatte.

Die Entdeckung der beiden jungen Physiker (Klauck ist 25, Teuber 27) hat für die Wissenschaft erhebliche Bedeutung. Laut dem Leiter des Instituts für Physik der Universität Rostock, Stefan Scheel, operiert die bisher bekannt Quantenphysik auf der Grundlage einer mathematischen Theorie, die von besonderen Prämissen ausgehen muss, „damit es überhaupt zu realen Messwerten kommt, die für unsere Wirklichkeit eine Bedeutung haben“. Diese theoretischen Grenzen seien durch Klaucks und Teubers erfolgreich durchgeführtes Experiment überschritten worden. Nun könne auch gemessen und erklärt werden, was bisher rätselhaft gewesen sei.

Die Entdeckung ist aber auch in Hinblick auf die praktische Umsetzung physikalischen Wissens von großer Relevanz. Laut dem Rostocker Physik-Professor Alexander Szameit sei „überhaupt noch nicht absehbar“, was der Durchbruch „für künftige Entwicklungen auf dem Gebiet der Kommunikationstechnik, Materialtechnik oder Computertechnik bedeutet“.

In der Pressemitteilung der Universität Rostock wird von einem „weltweiten Vorsprung“ gesprochen, den sich die Physiker der Universität - die im November dieses Jahres 600 Jahre alt wird - verschafft hätten. Was die Wissenschaftler als nächstes erforschen werden, würden sie nicht verraten, um ihren Vorsprung nicht einzubüßen.

Kurios: In einem Brief an den Physiker Max Born, der 1954 für seine Beiträge zur Quantenphysik mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, schrieb Einstein: "„Die Quantenmechanik ist sehr achtunggebietend. Aber eine innere Stimme sagt mir, daß das noch nicht der wahre Jakob ist. Die Theorie liefert viel, aber dem Geheimnis des Alten bringt sie uns kaum näher. Jedenfalls bin ich überzeugt, daß der nicht würfelt.“

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