Deutschland

Deutsche Elektroindustrie glimmt nur noch

Die deutsche Elektroindustrie muss massive Einbrüche verkraften.
10.10.2019 16:32
Lesezeit: 1 min
Deutsche Elektroindustrie glimmt nur noch
Eine Mitarbeiterin des Taschenlampenwerks Artas GmbH im thüringischen Arnstadt. Der gesamten Branche geht es momentan alles andere als gut. (Foto: dpa) Foto: Martin_Schutt

Die deutsche Elektrobranche gerät immer mehr ins Straucheln. Im August ist die Produktion im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,2 Prozent eingekracht. Wie der Branchenverband ZVEI berichtet, ist der Output der deutschen Hersteller in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres um vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen.

Was die Umsätze im August anbelangt: Sie betrugen 15,4 Milliarden Euro, ein Rückgang von 3,9 Prozent gegenüber dem August 2018. Sowohl die Inlandserlöse (minus 5,5 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro) als auch die Auslandserlöse (minus 2,7 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro) gingen zurück. Kumuliert von Januar bis August beliefen sich die Branchenerlöse auf 125,6 Milliarden Euro. Das waren 0,8 Prozent weniger als im Vorjahrjahreszeitraum.

Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie ist auch im September dieses Jahres gesunken und befindet sich jetzt den dritten Monat in Folge unterhalb der Null-Linie. „Die Beurteilung der aktuellen Lage wie auch die allgemeinen Geschäftserwartungen fielen schlechter aus als im Vormonat", erklärte Andreas Gontermann, der Chefvolkswirt des ZVEI. "Letztere gaben dabei besonders stark nach“, meinte der Experte.

Darüber hinaus warf er einen düsteren Blick nach vorn: „Angesichts der eher weiter zu- als abnehmenden Unsicherheit über die weltwirtschaftliche Entwicklung und der daraus resultierenden Beeinträchtigung sowohl des globalen Handels als insbesondere auch der Investitionen, gehen wir inzwischen davon aus, dass die Produktion der heimischen Elektroindustrie auch im Gesamtjahr 2019 in ähnlicher Größenordnung rückläufig sein wird, wie in den ersten acht Monaten."

DWN
Finanzen
Finanzen MSCI World ETF-Vergleich: Die besten ETF Fonds auf den MSCI World-Index im Test
21.07.2026

Mit einem MSCI World-ETF investieren Anleger in die weltweit wichtigsten Unternehmen der Industriestaaten. Wer vor 10 Jahren MSCI...

DWN
Politik
Politik Grönland gegen Kopenhagen: Jetzt soll die Macht neu verteilt werden
21.07.2026

Der Druck der USA auf Grönland verändert die Machtverhältnisse im hohen Norden. Plötzlich zeigt sich Dänemark offen für Forderungen,...

DWN
Finanzen
Finanzen Vermögenssteuer: Als die Mittelschicht noch Häuser kaufte und die Reichen höhere Steuern zahlten
21.07.2026

Deutschland erlebt die größte Vermögensanhäufung seiner Geschichte – und gleichzeitig wird Eigentum für viele Menschen immer...

DWN
Technologie
Technologie Mistral und Microsoft schließen Milliarden-Deal
21.07.2026

Europa will bei Künstlicher Intelligenz unabhängiger werden – und Microsoft investiert dafür Milliarden in eine Allianz mit dem...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Handwerkspräsident warnt vor Folgen der Reformpolitik
21.07.2026

Die Bundesregierung verspricht Reformen, doch im Handwerk kommt davon bislang wenig an. Handwerkspräsident Jörg Dittrich fordert deshalb...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Minenjagd: Einsatz gegen eine unsichtbare Gefahr
21.07.2026

Seeminen gehören zu den effektivsten Mitteln, um internationale Handelswege lahmzulegen. Das Aufspüren, Räumen – und gegebenenfalls...

DWN
Panorama
Panorama Deutsche Bahn plant Alkoholverbot an allen Bahnhöfen 
21.07.2026

Die Deutsche Bahn will Alkohol aus ihren 5.400 Bahnhöfen verbannen – und setzt damit auf mehr Sicherheit für Reisende und...

DWN
Technologie
Technologie Bericht: Engpässe im Stromnetz bremsen Chinas grüne Energie
21.07.2026

China ist Weltmeister beim Ausbau von Solar- und Windparks. Doch immer häufiger geht die dort gewonnene Energie verloren. Einer Analyse...