Politik

US-Regierung soll Türkei faktisch aus der Anti-IS-Koalition ausgeschlossen haben

Die US-Regierung soll der türkischen Armee seit dem 9. Oktober keine Informationen über die Lage in Nordsyrien mehr zukommen lassen. Faktisch handele es sich dabei um den Ausschluss aus der Koalition gegen den IS, schreibt der Spiegel.
16.10.2019 15:04
Aktualisiert: 16.10.2019 15:09
Lesezeit: 1 min
US-Regierung soll Türkei faktisch aus der Anti-IS-Koalition ausgeschlossen haben
Katar, Al Udeid Air Base: Dieses von der U.S. Air Force zur Verfügung gestellten Foto zeigt einen Lockheed Martin F-22 Raptor, der aus dem Luftstützpunkt in der Nähe der katarischen Hauptstadt abhebt. (Foto: dpa) Foto: Staff Sgt. Christopher Drzazgows

Die US-Regierung soll der türkischen Armee seit dem 9. November keine Informationen aus dem Kampf gegen den IS mehr weitergeben, was faktisch einem Ausschluss aus der Kooperationsgemeinschaft gleichkomme, berichtet der Spiegel.

„Hintergrund der Strafmaßnahme sind Befürchtungen des Pentagon, dass Ankara die Aufklärungsergebnisse der Koalition für die Planung der eigenen Operationen gegen die Kurden im Norden Syriens benutzt. Bei der Mission gegen den IS werden täglich Daten durch Flugzeuge, Satelliten und Drohnen erstellt“, schreibt der Spiegel.

Sehr interessant ist, dass die Bundeswehr seit jeher der Türkei die von ihr gesammelten Daten - etwa durch Flüge mit dem 'Tornado' - nicht weitergegeben haben soll. Man habe schon lange den Verdacht gehegt, dass die türkische Armee diese Daten für eigene Interessen und nicht zum Kampf gegen den IS verwenden könne, schreibt das Nachrichtenmagazin.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Exklusiv-Interview zu Freyja: Fire-Point-Chefin erklärt die Patriot-Alternative aus der Ukraine
26.08.2026

Nach dem ersten DWN-Bericht über Freyja spricht Fire-Point-Chefin Iryna Terekh nun exklusiv über das ukrainische Rüstungsprojekt. Mit...

DWN
Politik
Politik Klingbeil verspricht: Neues Rentensystem steht bis Ende des Jahres
26.08.2026

SPD-Chef und Vizekanzler Klingbeil nennt ein klares Ziel nachdem über 20 Jahre notwendige Reformen verschlafen wurden: Bis zum Jahresende...

DWN
Finanzen
Finanzen Droneshield-Aktie bricht zweistellig ein: Hohe Verluste überschatten starkes Umsatzwachstum
26.08.2026

DroneShield wächst kräftig, schreibt jedoch hohe Verluste und gerät zugleich ins Visier der australischen Finanzaufsicht. Der...

DWN
Finanzen
Finanzen Adipositas: Abnehmspritze als Kassenleistung? AOK-Chefin warnt vor Kosten
26.08.2026

Die Behandlung mit Abnehmspritzen wie Wegovy oder Mounjaro kostet mehrere Hundert Euro im Monat und muss meist selbst bezahlt werden. Eine...

DWN
Finanzen
Finanzen Nvidia-Aktie vor Zahlen: Chipgigant mit bislang größten Ergebnistest – so kann Nvidia ihn bestehen
26.08.2026

Am Mittwochabend stehen die Nvidia-Zahlen an, die weit über den Chipkonzern hinausweisen. Ein starkes Quartal reicht längst nicht mehr...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Unangekündigter Kreml-Besuch? CIA-Chef Ratcliffe in Moskau
26.08.2026

Spekulationen zu Ratcliffs Reise nach Moskau: Der Kreml hat die Reise des Direktors des US-Auslandsgeheimdienstes CIA nach Moskau...

DWN
Politik
Politik Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: 440 Wahlscheine doppelt versendet
26.08.2026

Das Wahlamt hat in Magdeburg 440 Wahlscheine für die Briefwahl doppelt gedruckt und versendet. Doch die Stadt versichert: Eine...

DWN
Panorama
Panorama Zehn Gramm zu wenig kosten Bäcker 15.000 Euro
26.08.2026

Zehn Gramm zu wenig können teuer werden: Ein Kunde beschwert sich über ein halbes Brot und setzt eine kostspielige Kette in Gang. Nun...