Deutschland

Audi kündigt Kürzung der Produktion in deutschen Werken an

Der Automobilhersteller Audi hat angekündigt, die Produktionskapazitäten in seinen beiden deutschen Werken zu kürzen.
22.10.2019 16:55
Aktualisiert: 22.10.2019 17:00
Lesezeit: 1 min

Audi möchte die Produktionskapazität in seinen beiden deutschen Werken kürzen. Audi-Chef Bram Schot sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Wir haben klare Vorstellungen, wie wir die Beschäftigung in Ingolstadt und in Neckarsulm sichern und stehen dazu im konstruktiven Austausch mit den Arbeitnehmervertretern. Es ist zu früh, jetzt schon darüber zu reden." Bis zum Jahr 2022 wolle er 15 Milliarden Euro einsparen. "Mit entschlossenen Maßnahmen kommen wir diesem Ziel näher."

Audi hat im laufenden Jahr 3,6 Prozent weniger Autos verkauft als 2018 und 2018 schon 3,5 Prozent weniger als 2017. Die deutschen Werke mit ihren 61 000 Beschäftigten sind nicht ausgelastet, im Stammwerk Ingolstadt wurde einer der drei Nachtschichten abgeschafft.

Ein Sprecher des Betriebsrats sagte, das Unternehmen wolle die Kapazität reduzieren. "Wir sind in Sondierungsgesprächen, aber es gibt noch keinen Beschluss zu Werksbelegung oder Portfolio." Audi will bis 2025 rund 30 Elektro-Modelle auf den Markt bringen und damit 40 Prozent seines Absatzes erwirtschaften. Schot sagte der "FAZ", Audi habe im Unternehmen "Einsparmöglichkeiten in Höhe von 10,5 Milliarden Euro ausgemacht, die sich bis 2022 auszahlen werden. Die Hälfte davon ist schon umgesetzt."

Betriebsratschef Peter Mosch hatte auf der Betriebsversammlung Anfang Oktober Investitionen statt Sparprogramme gefordert. Der Betriebsrat erwarte ein klares Bekenntnis zu den deutschen Standorten und die Verlängerung der Beschäftigungsgarantie um fünf Jahre bis 2030.

Schot sagte der "FAZ": "Wir reden hier nicht nur über Zahlen, sondern über Mitarbeiter." Beim Streichen der Nachtschicht in Ingolstadt sei wichtig gewesen, "dass wir das in Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretern sozialverträglich hinbekommen haben".

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: KI-Aktien erhalten Auftrieb nach positivem Auftakt der Berichtssaison
21.10.2026

Neue Rekordhochs und überraschende Bilanzen: Erfahren Sie, welche Entwicklungen die US-Märkte aktuell beflügeln.

DWN
Finanzen
Finanzen Die Schuldenbombe unter der Motorhaube der KI tickt immer lauter. Wo könnte es zuerst krachen?
21.10.2026

Investoren zahlen immer höhere Preise für Schutz vor Zahlungsausfällen. Entscheidend wird sein, wer die Verluste trägt, falls die...

DWN
Finanzen
Finanzen Analyse: Bei der Luxusaktie zeichnet sich eine Wende ab
21.10.2026

Nach mehreren Jahren schwacher Verkäufe und sinkender Gewinne sind die Erwartungen an den Luxuskonzern deutlich zurückgegangen. Die...

DWN
Politik
Politik Europa wird zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt von einem politischen Sturm erschüttert
21.10.2026

Europa müsste gleichzeitig seinen größten Haushalt beschließen, die Ukraine stützen und dem wachsenden Druck aus den USA, Russland und...

DWN
Technologie
Technologie In Lettland wurde ein neues Gerät zum Bitcoin-Mining für zu Hause entwickelt – Bitcube
21.10.2026

Das Technologieunternehmen Power Mining hat Bitcube auf den Markt gebracht, ein in Lettland entwickeltes Gerät zum Bitcoin-Mining für den...

DWN
Immobilien
Immobilien Blaupause oder teures Experiment? Berlins historischer Anlauf zur Vergesellschaftung
21.10.2026

Linke, Grüne und SPD in Berlin haben ihre Sondierungen beendet und wollen Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Der entscheidende Knackpunkt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Handelskrieg mit China vermeiden: Merz fordert Fairness statt Eskalation
21.10.2026

Die EU will sich stärker gegen unfaire Handelspraktiken schützen. Bundeskanzler Friedrich Merz betont jedoch, dass es dabei nicht um...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ukraine-Wirtschaft schwächelt: Experten senken Wachstumsprognose deutlich
21.10.2026

Die massiven russischen Angriffe verschlechtern die wirtschaftlichen Aussichten der Ukraine spürbar. Das Wiener Institut für...