Politik

Berichte: USA errichten Militärstützpunkte an Ölfeldern in Syrien

US-Truppen und Söldner haben Medienberichten zufolge damit begonnen, Stützpunkte an den Ölfeldern nordöstlich des Euphrats zu errichten.
08.11.2019 11:00
Aktualisiert: 08.11.2019 11:08
Lesezeit: 1 min
Berichte: USA errichten Militärstützpunkte an Ölfeldern in Syrien
Söldner und Soldaten der USA nehmen Ölfelder im Nordosten Syriens unter Kontrolle. (Foto: dpa)

Die USA haben mit dem Bau von zwei neuen Militärstützpunkten im ölreichen syrischen Gouvernement Deir Ezzor begonnen. Die Militärstützpunkte werden offenbar im Gebiet der 113. Brigade der Syrischen Arabischen Armee (SAA) und in der Nähe der Region al-Sur errichtet. Aus dem Bildmaterial der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu geht hervor, dass mehrere Baumaschinen in Betrieb genommen wurden, und die USA 250 bis 300 zusätzliche Soldaten, gepanzerte Fahrzeuge, schwere Waffen und Munition in die Region geschickt haben.

Die kurdische Nachrichtenagentur Anha hat ein Video veröffentlicht, das vermummte Milizionäre der YPG/PKK und angeblich US-Soldaten am Ölfeld Rumeilan zeigt. In Deir Ezzor, einschließlich Al-Omar, Conoco und Rumeilan, befinden sich die größten Ölfelder Syriens, auf die der größte Teil des heimischen Energiebedarfs entfällt.

US-Truppen haben nach Angaben des englischsprachigen Diensts der türkischen Zeitung Hürriyet zudem damit begonnen, einen Militärstützpunkt im Süden von Ayn al-Arab wieder zu errichten. Anfang November 2019 sollen fast 50 gepanzerte Fahrzeuge und Dutzende von im Irak registrierten Lastwagen des US-Militärs über die strategische Autobahn M4, welche die syrischen Bezirke Manbidsch und Qamischli verbindet, im nordsyrischen Dorf Sarrin angekommen sein. Die US-Militärstützpunkte in den Dörfern Sarrin und Sabit rund 30 Kilometer südlich der türkisch-syrischen Grenze wurden zuvor während der türkischen Operation “Peace Spring” evakuiert und zerstört.

Über den Ausbau der US-Präsenz im Nordosten Syriens führt das nachrichtendienstliche israelische Militärportal DebkaFile aus: “Bestehende Stützpunkte wurden nicht nur nicht aufgegeben, sondern es werden auch neue Positionen eingerichtet, einschließlich mehrerer neuer US-Luftstützpunkte. Außerdem übernehmen US-Streitkräfte nach dem Einzug der SDF die syrischen Öl- und Gasfelder. Russische Streitkräfte, deren Ziele in Syrien bisher auf einen Marinestützpunkt in Tartus und einen großen Luftwaffenstützpunkt in Khmeimim bei Latakia beschränkt waren, haben plötzlich beschlossen, militärische Stützpunkte im Norden als Gegengewicht zu den US-Militärknotenpunkten im Golf und im Irak zu errichten.”

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