Politik

Massenflucht aus Idlib: Zehntausende Syrer auf dem Weg in die Türkei

Verstärkte Angriffe der syrischen und russischen Armeen auf die Söldnerhochburg Idlib haben eine Massenflucht ausgelöst.
23.12.2019 13:31
Lesezeit: 1 min
Massenflucht aus Idlib: Zehntausende Syrer auf dem Weg in die Türkei
15.07.2019, Syrien, Idlib: Ein Kämpfer der syrischen Söldnergruppe Jaysh al-Izza (Armee des Stolzes) nimmt an einer militärischen Übung teil. (Foto: dpa) Foto: Anas Alkharboutli

Die Zahl der syrischen Flüchtlinge aus der Region Idlib auf dem Weg in die Türkei ist der türkischen Hilfsorganisation IHH zufolge auf 120.000 angewachsen. Derzeit liefen die Vorbereitungen für ein Zeltlager in der Nähe der Ortschaft Killi, die 13 Kilometer vor der türkischen Grenze liegt, sagte ein IHH-Sprecher am Montag. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Wochenende von 80.000 gesprochen, die angesichts der russischen und syrischen Bombardierungen in der Region derzeit von Idlib in Richtung Türkei unterwegs seien. Eine neue Flüchtlingswelle könne die Türkei nicht schultern. Der in London ansässigen sogenannten "syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte" zufolge sind seit Donnerstag 40.000 auf der Flucht.

Eine türkische Delegation reiste am Montag nach Moskau, um über Syrien zu beraten. Die Türkei unterstützt im Bürgerkrieg in Syrien die Söldner gegen Präsident Baschar al-Assad. Assad wiederum erhält Unterstützung von Russland und dem Iran.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Technologie
Technologie Rückgang bei Industrierobotern: Deutschland droht im weltweiten Wettlauf den Anschluss zu verlieren
07.10.2026

Trotz seiner führenden Rolle bei der industriellen Automatisierung in Europa gerät der Standort Deutschland im globalen Vergleich ins...

DWN
Finanzen
Finanzen Schwarzbuch 2026/27: Vom Rotlicht-Container zum Tapetenmuseum
07.10.2026

In diesem Jahr listet das "Schwarzbuch" wieder 100 Fälle auf, in denen öffentliche Gelder aus Sicht des Bundes der Steuerzahler...

DWN
Politik
Politik Klimaschutz in armen Ländern: Deutschland zahlt weniger
07.10.2026

Deutschland kürzt seine staatlichen Hilfen für den internationalen Klimaschutz deutlich und verfehlt ein selbst gestecktes Ziel. Während...

DWN
Finanzen
Finanzen Krypto-Überblick: Das Geld kehrt zurück. Folgt jetzt ein starkes Jahresende?
07.10.2026

Nach kräftigen Zuflüssen in Bitcoin-ETF und einem starken dritten Quartal steigt die Hoffnung auf ein freundliches Jahresende am...

DWN
Finanzen
Finanzen Verkehrte Welt: Griechen lehren die Deutschen Reformen, griechische Börse renditestärker als deutsche
07.10.2026

Vor gut einem Jahrzehnt diskutierte Deutschland noch über einen möglichen Euro-Austritt Griechenlands. Heute wächst die griechische...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Märkte im Überblick: Nasdaq und S&P 500 schließen auf Rekordhochs, Anleiherenditen geben nach
06.10.2026

Welche Kräfte die Märkte antreiben und warum bestimmte Sektoren jetzt besonders profitieren.

DWN
Finanzen
Finanzen Pest-Verdacht in Russland treibt meine Aktie plötzlich zweistellig nach oben
06.10.2026

Die Aktie, die ich vergangene Woche noch als obskur bezeichnet hatte, ist um fast 13 Prozent gestiegen.

DWN
Technologie
Technologie Deutsche Bahn: Per 5-Jahres-Plan endlich pünktlich ans Ziel?
06.10.2026

Marode Gleise und unpünktliche Züge belasten den Bahnverkehr in Deutschland. Ein neuer Infraplan soll verbindliche Ziele setzen und die...