Finanzen

China öffnet seinen Öl- und Gasmarkt für ausländische Unternehmen

Ausländische Unternehmen können ab Mai eigenständig Öl- und Gasvorkommen in China fördern. Hintergrund sind Bedenken hinsichtlich der künftigen Energiesicherheit des Landes.
09.01.2020 13:19
Lesezeit: 1 min
China öffnet seinen Öl- und Gasmarkt für ausländische Unternehmen
Frachtschiffe warten auf einem Fluss in der südchinesischen Provinz Guagxi auf die Weiterfahrt. (Foto: dpa) Foto: He Wenhua

China will seinen Öl- und Gassektor in diesem Jahr für ausländische Unternehmen öffnen und damit die Energieversorgung des Landes ankurbeln. Erstmals dürfen nicht nur die staatlichen Energieriesen, sondern auch ausländische Unternehmen in China nach Öl und Gas suchen und dieses fördern. Bislang mussten sich internationale Firmen an einem Joint Venture beteiligen, um in dem Land die Rohstoffe zu fördern. Experten zufolge dürfte sich das Interesse weltweiter Bohrunternehmen aufgrund der insgesamt schlechten Ressourcen-Qualität in China vorerst im Rahmen halten.

Geöffnet werde der Öl- und Gasmarkt ab dem 1. Mai für in China registrierte ausländische Firmen mit einem Nettovermögen von 300 Millionen Yuan (39 Millionen Euro), gab das Ministerium für natürlich Ressourcen auf einer Pressekonferenz bekannt. Die Änderung gelte auch für inländische Firmen, die die gleichen Bedingungen erfüllten. Die Genehmigung gelte bei der erstmaligen Registrierung für fünf Jahre und könne möglicherweise um weitere fünf Jahre verlängert werden.

"China beschleunigt die Reform seines Sektors, da die Bedenken hinsichtlich der Energiesicherheit zunehmen", sagte Zhu Kunfeng, der in Peking beim Institut IHS Markit für die Upstream-Forschung zuständig ist.

China importiert heute 70 Prozent des von ihm verarbeiteten Rohöls und fast die Hälfte seines Erdgasverbrauchs. Staatliche Unternehmen kämpfen damit, angesichts wachsender geopolitischer Risiken die Reserven und die Produktion außerhalb des Landes zu steigern.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

DWN
Unternehmen
Unternehmen Präsentismus: Wenn Mitarbeiter trotz Krankheit arbeiten 
13.10.2026

Mit Halskratzen aufgewacht und dennoch zur Arbeit gegangen, „weil es ja nicht so schlimm ist“. Viele Beschäftigte neigen dazu, trotz...

DWN
Finanzen
Finanzen Nel ASA-Aktie hebt ab: Kooperation mit Rheinmetall bei E-Fuels treibt Pennystock nach oben
13.10.2026

Nel ASA und Rheinmetall wollen bei dezentraler Produktion synthetischer Kraftstoffe zusammenarbeiten. Die norwegische Wasserstoff-Aktie...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stellenabbau in Deutschland: Angebot an Zeitarbeit schrumpft
13.10.2026

Früher war Zeitarbeit ein boomendes Geschäft: 2017 arbeiteten noch mehr als eine Million Deutsche als Zeitarbeiter. Heute kämpft...

DWN
Finanzen
Finanzen Inflation steigt auf über 3 Prozent
13.10.2026

Die Energiepreise treiben die Inflation in Deutschland auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren: Im September verteuerten sich Waren...

DWN
Politik
Politik Strategische Ölreserven schrumpfen: Wie viel noch verfügbar ist
13.10.2026

Die Freigabe strategischer Reserven sorgt zunehmend für Sorgen. Die Bestände schrumpfen, da sie zur Dämpfung des Preisdrucks eingesetzt...

DWN
Finanzen
Finanzen Trade Republic lockt Sparer mit kostenlosem Altersvorsorgedepot
13.10.2026

Keine Depotgebühren, kostenlose ETFs und staatliche Zuschüsse: Trade Republic will das Altersvorsorgedepot besonders günstig machen....

DWN
Finanzen
Finanzen Hersteller von Metas „Perversen-Brillen“ überrascht mich mit starkem Wettbewerbsvorteil
13.10.2026

Meta bringt künstliche Intelligenz mit seinen Smartbrillen immer näher an den Alltag. Produziert werden sie ausgerechnet von einem...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kapitalflucht aus China: Superreiche fliehen vor Pekings Steuerjagd
13.10.2026

Chinas Superreiche geraten ins Visier des Staates. Peking durchleuchtet Auslandsvermögen, friert Konten ein und verhängt Ausreiseverbote....