Finanzen

Länderfinanzausgleich: Bayern zahlt so viel wie noch nie

Bayern hat im vergangenen Jahr den Löwenanteil in den Topf zum Länderfinanzausgleich beigesteuert. Berlin war Hauptempfänger.
22.01.2020 15:32
Aktualisiert: 22.01.2020 15:32
Lesezeit: 1 min
Länderfinanzausgleich: Bayern zahlt so viel wie noch nie
Die Bayern können kräftig feiern - und in den Topf für den Länderfinanzausgleich einzahlen. (Foto: dpa) Foto: Andreas Gebert

Im vergangenen Jahr wurden im Rahmen des Länderfinanzausgleichs insgesamt 11,16 Milliarden Euro umverteilt. Größtes Geberland bleibt demnach Bayern, das im letzten Jahr so viel wie noch nie einzahlte: 6,7 Milliarden Euro. Der Beitrag des zweitgrößten Gebers Baden-Württemberg sank auf 2,44 Milliarden Euro. Mehr als im Vorjahr steuerten auch die beiden weiteren Geberländer Hessen und Hamburg bei: Hessen 1,91 Milliarden Euro, Hamburg 120 Millionen Euro.

Größtes Empfängerland bleibt Berlin, das mit 4,33 Milliarden Euro allerdings etwas weniger als im Vorjahr erhielt. Weitere große Empfänger waren wieder Sachsen (knapp 1,18 Milliarden Euro), Nordrhein-Westfalen (1,04 Milliarden Euro).

Der Finanzausgleich regelt die Verteilung der Einnahmen zwischen Bund, Ländern und Kommunen.

Jedes der 16 Bundesländer hat aufgrund seiner wirtschaftlichen, geografischen und regionalen Besonderheiten unterschiedlich hohe Einnahmen. Hauptziel des Finanzausgleichs ist laut Grundgesetz die „Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse". Der Länderfinanzausgleich soll ab 2020 in seiner bisherigen Form abgelöst werden durch ein System, das über die Umsatzsteuer Ungleichgewichte ausgleichen soll.

Der Länderanteil daran soll nach der Einwohnerzahl verteilt werden, modifiziert durch Zu- und Abschläge je nach Finanzkraft. Zudem greift der Bund „ärmeren" Ländern verstärkt unter die Arme - mit zunächst jährlich 9,75 Milliarden Euro. Dafür erhält der Bund wiederum mehr Eingriffsrechte - etwa bei Fernstraßen, in der Steuerverwaltung, bei Investitionen in Schulen sowie Online-Angeboten der Verwaltung.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Unternehmen
Unternehmen Škoda Peaq im Test: Wenn die Reichweite ihrem Namen alle Ehre macht
21.09.2026

Mit dem Škoda Peaq stellt die Marke ihr bislang größtes Elektroauto vor. Der SUV setzt auf hohe Reichweite, viel Innenraum, starke...

DWN
Finanzen
Finanzen Vonovia-Aktie unter Druck nach Berlin-Wahl – Diskussion um Enteignungen
21.09.2026

Die Berlin-Wahl setzt die Vonovia-Aktie unter Druck. Forderungen nach Enteignungen großer Wohnungskonzerne sorgen bei Anlegern für...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Wirtschaftsprofessor Luis Garicano: So vermeiden Sie, Ihren Job an KI zu verlieren
21.09.2026

Viele Warnungen vor KI und Massenarbeitslosigkeit klingen dramatisch. Der Ökonom Luis Garicano hält sie für übertrieben. Sein Argument:...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Novo Nordisk-Aktie: Warum der Ozempic-Riese plötzlich alles ändert
21.09.2026

Novo Nordisk macht aus sich selbst „Novo“ und dreht sogar den berühmten Stier im Logo um. Doch hinter der vermeintlichen kosmetischen...

DWN
Finanzen
Finanzen Neue Euro-Banknoten: Diese Motive stehen zur Wahl – Umfrage endet
21.09.2026

Europas Bargeld soll moderner, sicherer und langlebiger werden. In einer großen Online-Umfrage entscheiden Bürger über mögliche Motive...

DWN
Politik
Politik Wahlsieg für Putin: Kremlpartei sichert sich Zweidrittelmehrheit
21.09.2026

Die Kremlpartei Geeintes Russland sichert sich bei der russischen Parlamentswahl offenbar erneut eine Zweidrittelmehrheit. Oppositionelle...

DWN
Politik
Politik Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: AfD knapp vor SPD – in Berlin siegt die Linke
21.09.2026

Zwei Wahlen, zwei politische Erdbeben: Im Nordosten scheitert die CDU an der Sperrklausel, in Berlin wird die Linke stärkste Kraft....

DWN
Technologie
Technologie KI-Risiken: Welche Gefahren durch künstliche Intelligenz wirklich drohen
21.09.2026

Künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant und löst immer neue Debatten über mögliche Risiken aus. Während einige Fachleute vor...