Finanzen

Daimler stellt überraschend Konzern-Leitung um: Källenius kontrolliert Pkw-Sparte künftig direkt

Bei Daimler hat es einen überraschenden Umbau der Konzernleitung gegeben. CEO Källenius baut seinen Einfluss auf die Sparten Pkw und Vans deutlich aus.
20.02.2020 10:50
Lesezeit: 1 min
Daimler stellt überraschend Konzern-Leitung um: Källenius kontrolliert Pkw-Sparte künftig direkt
Der Daimler-Vorstandsvorsitzende Ola Källenius. (Foto: dpa) Foto: Marijan Murat

Daimler stellt inmitten seiner Ertragskrise die Führungsmannschaft neu auf. Die zuletzt schwächsten Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars und Vans werden künftig stärker von der Konzernspitze gelenkt, wie aus einer Mitteilung des Autobauers am Donnerstag hervorging. Konzernchef Ola Källenius übernehme zum 1. April die Verantwortung für die Sparte Vans. Diese war unter Leitung von Personalvorstand Wilfried Porth wegen hoher Lasten des Dieselskandals und des Flops des Pickup-Modells tief in die Verlustzone geraten. Auch das Pkw-Geschäft wird künftig stärker von der Konzernspitze kontrolliert: Konzern-Finanzchef Harald Wilhelm übernimmt diese Funktion beim Tochterunternehmen. Der bisherige Finanzvorstand von Mercedes-Benz Cars, Frank Lindenberg, verlässt das Unternehmen.

Das "Handelsblatt" hatte berichtet, zwischen Wilhelm und Lindenberg habe es Reibereien gegeben. Der oberste Entwicklungschef Markus Schäfer wird als Chief Operating Officer die Leitung von Entwicklung, Einkauf und Produktion von Mercedes-Benz Cars übernehmen. Er war zuvor schon für die Produktion der Marke mit dem Stern zuständig. Unter seiner Ägide hatte es Verzögerung beim Produktionsanlauf wichtiger SUV-Modelle im US-Werk von Daimler gegeben.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Rüstungsboom statt Autokrise: Mittelstand drängt in die Wehrtechnik
22.10.2026

Deutschlands Wehretat knackt die 100-Milliarden-Euro-Marke und treibt den industriellen Strukturwandel voran. Weil das klassische...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft SpaceX mit Milliardengewinn: Elon Musk plant die größte Fusion aller Zeiten
22.10.2026

Elon Musk meldet einen Milliardengewinn bei SpaceX und denkt bereits über den nächsten historischen Schritt nach. Eine Fusion mit Tesla...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Verbrenner-Aus in der EU: Lockerung nimmt erste Hürden im Europaparlament
22.10.2026

Das geplante Verbrenner-Aus könnte weniger strikt ausfallen als bislang vorgesehen. Im Europaparlament haben sich erste Ausschüsse für...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Mittelschicht in Deutschland: Ab welchem Einkommen Sie wirklich dazugehören
22.10.2026

Viele Deutsche halten sich für durchschnittliche Verdiener, obwohl sie längst zu den oberen Einkommensgruppen gehören. Eine neue Studie...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Barclays streicht 5.000 Stellen: KI soll Produktivität erhöhen
22.10.2026

Die britische Großbank Barclays baut Tausende Arbeitsplätze ab. Ein Teil der Einsparungen wird ausdrücklich mit höherer Effizienz durch...

DWN
Finanzen
Finanzen Investor Felix: Ich überlege schon, mein Portfolio für Weihnachten einzukaufen
22.10.2026

Seit längerer Zeit beobachte ich einen bestimmten Sektor und warte geduldig auf den richtigen Zeitpunkt zum Kaufen. Vielleicht ist er...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin vs. Gold: Zwei Antworten auf das Misstrauen ins Geldsystem
22.10.2026

Gold oder Bitcoin – was schützt Vermögen besser, wenn Märkte unter Druck geraten? Der Vergleich zeigt, warum beide auf dieselben...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Investitionsflaute im Mittelstand: Jeder dritte Betrieb verschiebt Projekte
22.10.2026

Deutschlands Mittelstand hält sich bei Investitionen weiter zurück. Nur 40 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen setzten 2025...