Deutschland

Deutschland: Bundesamt erwartet weiteren Anstieg der Zahl von Alleinlebenden

Die Zahl der Alleinlebenden in Deutschlands steigt drastisch an. Dabei gibt es zwischen den Bundesländern signifikante Unterschiede.
02.03.2020 12:59
Aktualisiert: 02.03.2020 12:59
Lesezeit: 1 min
Deutschland: Bundesamt erwartet weiteren Anstieg der Zahl von Alleinlebenden
Alleinlebende und ihre Einsamkeit. (Foto: dpa) Foto: Paul Zinken

Jeder vierte Bundesbürger wird nach einer Vorausberechnung in 20 Jahren alleine wohnen. Die Zahl der Einpersonenhaushalte werde von 17,3 Millionen im Jahr 2018 auf 19,3 Millionen im Jahr 2040 steigen, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit. Damit werden 24 Prozent aller in Privathaushalten lebenden Menschen alleine wohnen. Im Jahr 2018 waren es 21 Prozent - damit lebte rund jeder Fünfte allein. Im Schnitt zählte jeder Haushalt 1991 2,3 Menschen, 2018 waren es genau 2,0. Bis 2040 werde der Wert voraussichtlich 1,9 Personen betragen, so die dpa.

Der Trend, dass immer weniger Menschen zusammenleben, habe sich zwar abgeschwächt, da es mehr Eheschließungen und Geburten gegeben habe sowie Familien zugewandert seien. So habe sich der Anteil größerer Haushalte stabilisiert. Die Zahl der Mehrpersonenhaushalte nehme aber schon allein deshalb tendenziell weiter ab, weil die Bevölkerung älter werde, erklärte das Bundesamt.

2018 gab es den Angaben zufolge 14 Millionen Zweipersonenhaushalte. Diese Zahl werde bis 2028 leicht ansteigen und dann wieder absinken. 2040 wird es der Vorausberechnung zufolge elf Prozent weniger Drei-Personen-Haushalte und sieben Prozent weniger Haushalte mit vier oder mehr Personen geben als noch 2018.Die stärkste Zunahme bei der Zahl der Haushalte erwartet das Bundesamt in Baden-Württemberg und Bayern. Den stärksten Rückgang in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Grund seien regionale Unterschiede wie etwa die erwartete Zu- oder Abnahme der Bevölkerung.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Verkehrte Welt: Griechen lehren die Deutschen Reformen, griechische Börse renditestärker als deutsche
07.10.2026

Vor gut einem Jahrzehnt diskutierte Deutschland noch über einen möglichen Euro-Austritt Griechenlands. Heute wächst die griechische...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Märkte im Überblick: Nasdaq und S&P 500 schließen auf Rekordhochs; Anleiherenditen geben nach
06.10.2026

Welche Kräfte die Märkte antreiben und warum bestimmte Sektoren jetzt besonders profitieren.

DWN
Finanzen
Finanzen Pest-Verdacht in Russland treibt meine Aktie plötzlich zweistellig nach oben
06.10.2026

Die Aktie, die ich vergangene Woche noch als obskur bezeichnet hatte, ist um fast 13 Prozent gestiegen.

DWN
Technologie
Technologie Deutsche Bahn: Per 5-Jahres-Plan endlich pünktlich ans Ziel?
06.10.2026

Marode Gleise und unpünktliche Züge belasten den Bahnverkehr in Deutschland. Ein neuer Infraplan soll verbindliche Ziele setzen und die...

DWN
Politik
Politik Staatshaushalt: Finanzierungsdefizit im ersten Halbjahr 2026 von fast 99 Milliarden Euro
06.10.2026

Der deutsche Staat gibt deutlich mehr aus, als er einnimmt: Die öffentlichen Haushalte verzeichnen im ersten Halbjahr 2026 ein Defizit von...

DWN
Finanzen
Finanzen Investor Felix: Eine Anlage, der ich keinen Erfolg wünsche
06.10.2026

Alpha Pro Tech ist klein, langweilig und an der Börse meist nahezu unsichtbar. Doch sobald eine Gesundheitskrise ausbricht, können Umsatz...

DWN
Finanzen
Finanzen Frankreichs Schulden treiben den Euro in die Krise
06.10.2026

Der Euro fällt auf den tiefsten Stand seit 17 Monaten, während Frankreichs Schuldenkrise die Finanzmärkte verunsichert. Warum Experten...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Nissan Qashqai im Test: Elektrogefühl ohne Ladekabel
06.10.2026

Der Nissan Qashqai e-Power ist ein Hybrid, funktioniert aber anders als die meisten Konkurrenten. Die Räder treibt immer ein Elektromotor...