Technologie

Auf in die Schlacht – mit Elektroantrieb

Der Bundestag hat heute beschlossen, dass der gesamte Fuhrpark der Bundeswehr in den kommenden Jahren schrittweise auf emissionsarme Elektro-Fahrzeuge umgerüstet wird. "Besonders gefällt mir, wie ruhig die neuen E-Panzermodelle sind – der Feind hört sie kaum kommen", so die Verteidigungsministerin.
23.03.2020 18:00
Lesezeit: 1 min
Auf in die Schlacht – mit Elektroantrieb
Illustration: Timo Würz

Und – was haben Sie gerade gedacht? Sind Sie stutzig geworden, oder haben Sie es für möglich gehalten, dass der Bundestag wirklich so eine Entscheidung treffen und die Geräuschlosigkeit von E-Panzern tatsächlich Begeisterung bei einer deutschen Verteidigungsministerin auslösen könnte?

Nun, wenn Sie den obigen Text als Satire auffassten, so hatten sie Recht. Es handelt sich nämlich um einen Ausschnitt aus dem Artikel „Für die Umwelt: Bundeswehr stellt gesamten Fuhrpark auf E-Fahrzeuge um“, den das Satire-Magazin „Postillon“ im Juli 2016 veröffentlichte (damals war übrigens noch Ursula von der Leyen Verteidigungsministerin).

Tatsache ist: Die Bundeswehr hat zwar eine Reihe von Elektro-PKWs in ihrem Arsenal, aber größere Fahrzeuge verfügen samt und sonders über einen konventionellen Antrieb. Dass auf irgendeine Weise im Auftrag des Verteidigungsministeriums Forschungsarbeiten im Bereich der E-Technik stattfinden, ist nicht bekannt.

Anders in den USA: Dort experimentieren die Wissenschaftler des Heeres schon seit mehreren Jahren mit E-Antrieben. Und zwar nicht nur für kleinere gepanzerte Fahrzeuge, sondern auch für den schweren Kampfpanzer M1 Abrams. Dass Panzer in näherer Zukunft tatsächlich mit einem E-Motor ausgestattet sein werden, ist zwar unwahrscheinlich, aber in 15 bis 20 Jahren, zum Ende der 30er-Jahre hin, könnte dies tatsächlich Realität werden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Ökostromanbieter grüüün gibt auf: Was der Lieferstopp für rund 200.000 Kunden bedeutet
15.10.2026

Der Stromversorger grüüün beendet zum 31. Oktober 2026 die bundesweite Belieferung von Privatkunden. Das junge Unternehmen macht...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Dacia Sandero Stepway: Europas Bestseller hat ein Sicherheitsproblem
15.10.2026

Europas meistverkauftes Auto kommt nicht von Volkswagen, Toyota oder Peugeot, sondern von Dacia. Der Sandero Stepway punktet mit enormer...

DWN
Technologie
Technologie BMW 7er im Test: Hightech ohne Herz? Der Verbrenner schlägt zurück
15.10.2026

Der neue BMW 7er ist ein rollender Hightech-Palast: gigantische Bildschirme, künstliche Intelligenz und ein Elektroantrieb mit brachialer...

DWN
Finanzen
Finanzen TSMC-Aktie: Chipgigant kassiert Milliarden mit KI
15.10.2026

Die TSMC-Aktie profitiert von einem Chipgiganten auf Rekordkurs: Binnen drei Monaten verdient der taiwanische Auftragsfertiger rund 21...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EZB-Leitzinsen: Die Zinswende kommt anders als erwartet
15.10.2026

Erst schien die nächste Zinserhöhung der EZB fast sicher, jetzt rudern die Finanzmärkte zurück. Trotz hartnäckiger Inflation und...

DWN
Politik
Politik So sehen Rohstoffanalysten den Ölpreis weit bis ins Jahr 2027 hinein
15.10.2026

Drei Rohstoffanalysten erklären, wie viel ein Barrel Öl 2027 kosten könnte. Zwei schwer kalkulierbare Faktoren, die Energiewende und die...

DWN
Politik
Politik Tabaksteuer: Zigaretten dürften bald sehr viel teurer werden
15.10.2026

Millionen Menschen rauchen in Deutschland, das beschert dem Fiskus Jahr für Jahr Milliardeneinnahmen. Künftig möchte der Bund noch mehr...

DWN
Politik
Politik EU-Haushalt 2028-2034: Nichts im Leben ist umsonst
15.10.2026

Vor der entscheidenden Phase der Verhandlungen über den siebenjährigen EU-Haushalt 2028 bis 2034 sollte man das deutsche Sprichwort auch...