Deutschland

Wagners Lohengrin in Barcelona komplett abgesagt

Schlechte Nachrichten für die Bayreuther Festspielleitung. Die “Lohengrin”-Inszenierung von Katharina Wagner in Barcelona wurde nun aufgrund der Corona-Epidemie komplett abgesagt.
16.03.2020 15:48
Aktualisiert: 16.03.2020 15:48
Lesezeit: 1 min
Wagners Lohengrin in Barcelona komplett abgesagt
Katharina Wagner (l) und Eva-Wagner-Pasquier in Bayreuth. (Foto: dpa) Foto: Tobias Hase

Die geplante “Lohengrin”-Inszenierung von Katharina Wagner in Barcelona ist nun komplett abgesagt worden. Das teilte das Theater Liceu auf seiner Homepage mit. “Wir sind sehr betrübt”, sagte eine Mitarbeiterin der Bayreuther Festspielleitung. Schon in der vergangenen Woche war die für diesen Donnerstag (19. März) geplante Premiere wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt worden, meldet die dpa.

Die Urenkelin von Richard Wagner wollte den “Lohengrin” ihres Urgroßvaters in Barcelona mit Klaus Florian Vogt in der Titelrolle auf die Bühne bringen. Erin Wall sollte die Elsa von Brabant singen und Evelyn Herlitzius deren Gegenspielerin Ortrud. Sie wolle “den Lohengrin nicht als Märchen erzählen und sein plötzliches Erscheinen nicht überirdisch erklären”, sagte Wagner im Interview der Deutschen Presse-Agentur. “Die klischeehaften Schablonen von Gut und Böse werden in unserer Inszenierung in Frage gestellt.”

Die Inszenierung in Barcelona ist eine Kooperation mit der Oper Leipzig, wo sie am 7. November auf dem Spielplan steht. Möglicherweise ist das dann die erste Aufführung der Inszenierung überhaupt.

Für Katharina Wagner ist es nicht die erste “Lohengrin”-Inszenierung. 2004 brachte sie die Oper in Budapest auf die Bühne. In Bayreuth wird in diesem Jahr keine Interpretation der Chefin persönlich zu sehen sein. Ihre “Tristan und Isolde”-Inszenierung aus dem Jahr 2015 stand 2019 zum letzten Mal auf dem Spielplan. Es ist ihre bislang einzige Produktion als Festspiel-Chefin.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gestiegene Betriebskosten: Wachsender Druck auf Produktionsbetriebe

Die deutsche Wirtschaft steht im Jahr 2026 vor enormen Herausforderungen, welche die Gewinnspannen der Betriebe spürbar verringern. Laut...

DWN
Finanzen
Finanzen Wächst der Stromverbrauch auch, wenn der KI-Wahn stoppt? Zwei interessante Energie-Aktien
23.09.2026

Der KI-Boom gilt als großer Treiber des Stromverbrauchs. Doch auch Industrie, E-Autos, Wärmepumpen und Klimaanlagen erhöhen den Bedarf....

DWN
Politik
Politik Wird die Straße von Hormus in zwei Jahren zu einer wertlosen Wasserfläche?
23.09.2026

US-Finanzminister Scott Bessent behauptet, dass die Straße von Hormus durch den Bau neuer Ölpipelines ihre strategische Bedeutung...

DWN
Politik
Politik Russland-Sanktionen: EU hebt Sanktionen gegen russische Milliardäre auf
23.09.2026

Sie sorgten für viel Zoff unter den EU-Ländern, doch nach langem Ringen steht fest: Zwei milliardenschwere russische Oligarchen sind...

DWN
Technologie
Technologie Branchenmesse Innotrans: KI soll Bahnreisen effizienter machen
23.09.2026

Künstliche Intelligenz wird auch im Zugverkehr eine große Rolle spielen, sind sich Fachleute sicher. Einen Eindruck davon bekommt man auf...

DWN
Finanzen
Finanzen Trotz Bargeldliebe: Deutschland holt beim Digitalzahlen auf
23.09.2026

Bargeld spielt in Deutschland traditionell eine große Rolle, doch Verbraucher zahlen immer öfter elektronisch oder per Karte, zeigt eine...

DWN
Politik
Politik Deutschland in der Nato: General Breuer wird Vorsitzender des Nato-Militärausschusses
23.09.2026

Deutschland trägt erheblich zur Steigerung der Verteidigungsfähigkeit Europas bei. Nun wird der ranghöchste Soldat der Bundeswehr...

DWN
Technologie
Technologie Deutscher KI-Markt verdoppelt Ausgaben für generative KI
23.09.2026

KI-Software bleibt Wachstumstreiber: Deutsche Unternehmen investieren 2026 deutlich mehr, um Prozesse zu beschleunigen und Produkte zu...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Gold für mehr als acht Milliarden Dollar: Russland meldet weitere Verkäufe
23.09.2026

Russlands Zentralbank verkauft seit Jahresbeginn kontinuierlich Gold. Fast 56 Tonnen verschwanden bereits aus den offiziellen Reserven, ihr...