Politik

„Defender Europe“ abgesagt: USA stoppen militärisches Großmanöver in Europa

Die USA stoppen die europäisch-amerikanische Verlege-Übung “Defender Europe 20”. 20.000 US-Soldaten müssen den Heimweg antreten.
16.03.2020 16:35
Aktualisiert: 16.03.2020 16:35
Lesezeit: 1 min
„Defender Europe“ abgesagt: USA stoppen militärisches Großmanöver in Europa
Sachsen, Frankenberg: Ein Poster mit der Aufschrift "Defender Europe 20". (Foto: dpa) Foto: Sebastian Kahnert

Als Reaktion auf den aktuellen Ausbruch des Coronavirus und die jüngsten Leitlinien des Verteidigungsministers hat die “U.S. Army Europe” die Verlege-Übung “Defender-Europe 20” in Größe und Umfang geändert.

“Seit dem 13. März ist jeglicher Transport von Personal und Ausrüstung aus den USA nach Europa eingestellt. Die Gesundheit, Sicherheit und Bereitschaft unserer Militärs, Zivilisten und Familienmitglieder ist unser Hauptanliegen. Mit dieser Entscheidung bewahren wir weiterhin die Bereitschaft unserer Streitkräfte und maximieren gleichzeitig unsere Bemühungen, unsere Allianzen und Partnerschaften voranzutreiben”, so die “U.S. Army Europe” in einer Mitteilung, die den Deutschen Wirtschaftsnachrichten vorliegt.

20.000 US-Soldaten und weitere 17.000 alliierte Truppenmitglieder kehren nun in die Heimat zurück.

Da die entsprechenden Anpassungen vorgenommen werden, werden die mit der Übung “Defender-Europe 20” verknüpften Manöver “Dynamic Front”, “Joint Warfighting Assessment”, “Saber Strike” und “Swift Response” nicht durchgeführt.

Seit Januar 2020 entsandte die US-Armee ungefähr 6.000 Soldaten aus den USA nach Europa. Es wurden ungefähr 9.000 Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände aus vorpositionierten Lagerbeständen der US-Armee und ungefähr 3.000 Ausrüstungsgegenstände aus den USA nach Europa verlegt.“Defender Europe 20” war als die größte Verlege-Übung der US-Streitkräfte seit 25 Jahren angelegt gewesen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Zeit für vernachlässigte Aktien und den Energiesektor
25.10.2026

Die kommende Woche wird eine der wichtigsten dieser Berichtssaison.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Audi baut US-Werk für SUVs: Jobverluste in Deutschland drohen  
25.10.2026

US-Präsident Donald Trump verkündet den Bau eines neuen Autowerks von Audi in den USA. Daraufhin entzündet sich am Auftritt des...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kapitalismus lebt: Warum Yanis Varoufakis mit seiner Theorie vom Technofeudalismus zugleich falsch und richtig liegt
25.10.2026

Der Kapitalismus ist tot. An seine Stelle ist ein neofeudales System getreten, in dem sich die Macht in den Händen der Eigentümer...

DWN
Finanzen
Finanzen OpenAI-IPO: Die wahre Sorge der Finanzchefin vor dem Börsengang
25.10.2026

Während die Finanzwelt auf den milliardenschweren OpenAI-Börsengang wartet, treibt Finanzchefin Sarah Friar eine ganz andere Sorge um:...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Arbeitnehmer in der Dauerkrise: Immer mehr psychische Erkrankungen
25.10.2026

Die Krisen der vergangenen Jahre hinterlassen Spuren in der Psyche vieler Menschen und am Arbeitsmarkt: Immer mehr Arbeitnehmer fallen...

DWN
Technologie
Technologie Adobe-Alternative kostenlos: Ein verärgerter Kunde fordert den Milliardenkonzern heraus
25.10.2026

Ein Kunde will sein Adobe-Abo kündigen und soll dafür auch noch bezahlen. Seine Rache könnte den Software-Riesen teuer zu stehen kommen....

DWN
Unternehmen
Unternehmen KI im Unternehmen: Warum ChatGPT allein noch keine Prozesse automatisiert
25.10.2026

ChatGPT schreibt Texte, fasst Informationen zusammen und spart Mitarbeitern Zeit. Doch wer KI wirklich zur Prozessautomatisierung nutzen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Robin Zeng: Der Chinese, von dem Deutschlands Autobauer abhängen
25.10.2026

Er baut keine Autos, doch ohne ihn hätten BMW, Volkswagen und Mercedes-Benz ein gewaltiges Problem. Der chinesische Milliardär Robin Zeng...