Panorama

Russland: Impfstoff gegen Corona-Virus vielleicht schon in sechs Monaten

Laut russischen Wissenschaftlern kann ihr Land einen Impfstoff gegen Corona viel rascher herstellen, als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) es für möglich hält.
20.03.2020 06:33
Aktualisiert: 20.03.2020 06:33
Lesezeit: 1 min
Russland: Impfstoff gegen Corona-Virus vielleicht schon in sechs Monaten
Alle forschen derzeit mit Hochdruck an einem neuen Impfstoff. (Foto: dpa) Foto: Sebastian Gollnow

Russische Wissenschaftler rechnen damit, dass die Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Corona-Virus bis zu einem Jahr schneller möglich ist, als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) glaubt: „Die WHO hat zwar erklärt, dass weltweit ein solcher Impfstoff erst möglicherweise in den kommenden anderthalb Jahren möglich ist. Doch in Russland könnte ein solches Mittel bereits in sechs bis zwölf Monaten hergestellt werden“, sagte Michail Shchelkanow, der Leiter des Laboratoriums für Ökologie und Mikroorganismen an der Schule für Biomedizin an der FEF-Universität in Wladiwostok.

Hintergrund: Russland glaubt, dass es die Verbreitung des Virus unter Kontrolle hat. Entsprechend hat sich der russische Präsident Wladimir Putin auf einer Sitzung mit der russischen Regierung geäußert. Derweil ist die Zahl der neuinfizierten Patienten im Land dennoch weiter gestiegen.

So wurden vom Dienstag, den 17. März, bis Mittwoch, den 18. März, weitere 33 Fälle registriert, so dass die Gesamtzahl bis zu diesem Zeitpunkt bei 147 lag. Der Großteil davon ist der russischen Hauptstadt Moskau aufgetreten. Russische Medien berichten, dass alle Neuinfektionen aus dem europäischen Ausland importiert worden seien. Die Behörden hätten alle Personen identifiziert, mit denen die Patienten vorher Kontakt hatten. Dazu gehören auch die Taxifahrer, die sie vom Flughafen nach Hause gefahren haben. Sämtliche Personen sind den Angaben zufolge unter Quarantäne.

Die Zahl der 147 Infizierten ist lediglich die Zahl, die die russischen Behörden angeben. Ob diese Zahl korrekt ist, ist nicht bekannt. Auch weiß man nicht, wie viele Menschen in Russland sich mit dem Virus angesteckt haben, ohne positiv getestet worden zu sein.

 
 

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Tagesgeld-Vergleich (09/2026): Diese Banken bieten die besten Tagesgeld-Zinsen

Ein Tagesgeld-Konto gilt als sichere und flexible Geldanlage. Doch hinter manchem Spitzenangebot verbergen sich nicht selten Bedingungen,...

DWN
Politik
Politik Steht der Länderfinanzausgleich auf der Kippe? Union droht bei Linksregierung mit Geldentzug
29.09.2026

Nach dem Wahlsieg der Linkspartei in Berlin könnte diese bald die Regierung anführen. Die CDU- und CSU-geführten Bundesländer drohen...

DWN
Politik
Politik Winterzeit, Tankrabatt, Bahnhöfe: Was sich im Oktober ändert
29.09.2026

Die Sommerzeit endet schon wieder und das Alkoholverbot an Bahnhöfen kommt - ein Blick auf die Neuerungen im Oktober.

DWN
Finanzen
Finanzen Medios-Aktie: Konzern peilt bis 2031 Umsatz von 3,1 Milliarden Euro an
29.09.2026

Medios-Aktie gefragt: Medios will Umsatz und Ergebnis bis 2031 deutlich steigern. Die Berliner wollen sich mit der Strategie „Medios Next...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mercedes GLC im Test: Elektrisch ist er endlich so, wie er sein muss
29.09.2026

Der elektrische Mercedes GLC 400 4Matic bringt fast 500 PS, viel Komfort, hohe Ladeleistung und einen überraschend moderaten Verbrauch. Im...

DWN
Politik
Politik Klima-Transformation: Das steckt hinter dem Umbau der Stahlindustrie
29.09.2026

Weg von Kohle, hin zu Wasserstoff: Die deutsche Stahlindustrie steckt Milliarden in die Produktion von grünen Stahl. Doch die...

DWN
Politik
Politik Fachkräftemangel: Einwanderer 2025 in vielen Berufen unverzichtbar
29.09.2026

Mehr als ein Viertel aller Beschäftigten in Deutschland hat Wurzeln im Ausland. Besonders in Berufen, in denen händeringend Fachkräfte...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Frankreich Staatsverschuldung: Die nächste Gefahr für die Eurozone
29.09.2026

Frankreich galt lange als einer der politischen und wirtschaftlichen Pfeiler der Eurozone. Doch an den Anleihemärkten wächst die...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Märkte im Überblick: Wall Street schließt im Minus, während sich der Anleiheausverkauf fortsetzt
28.09.2026

Spannung an den Finanzmärkten: Erfahren Sie, welche entscheidenden Faktoren die Wall Street heute in Atem hielten.