Politik

Trotz Corona: China importiert massenweise Rinder-Sperma

Lesezeit: 1 min
17.04.2020 22:10  Aktualisiert: 17.04.2020 22:10
Der Import von Rinder-Sperma in China steigt drastisch an. Kürzlich hat Norwegen 150.000 Sperma-Dosen geliefert. Das Corona-Virus wirkt sich offenbar nicht besonders negativ auf den bilateralen Handel aus.
Trotz Corona: China importiert massenweise Rinder-Sperma
Rinder und Kühe sind in China eine Mangelware. (Foto: dpa)
Foto: Angelika Warmuth

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Norwegen legt einen großen Wert auf seine Beziehungen mit China. Deshalb haben die Skandinavier kürzlich 150.000 Dosen an Rindersperma nach China geliefert, berichtet Dagens Klassekampen. Lars Skramstad, Direktor der Firma Geno SA, die das Sperma nach China lieferte, wörtlich: “Wir haben 150.000 Sperma-Dosen zur Nutzung bereitgestellt. Bisher wurden 80.000 Kälber geworfen.”

Im vergangenen Jahr lieferte Geno etwa 500.000 Spermadosen, damit norwegische Kühe befruchtet werden können. Etwa ebenso viele wurden in 30 Länder exportiert, so vg.no.

China brach die Beziehungen im Jahr 2010 zu Norwegen nahezu ab, weil der chinesische Dissident Liu Xiaobo den Friedensnobelpreis erhalten hatte. Sechs Jahre später wurde eine norwegisch-chinesische Erklärung zur Verbesserung der Beziehungen abgegeben, und 2017 besuchte Premierministerin Erna Solberg das Land.

Das Rindersperma ein wertvolles Gut ist, zeigt die jüngste Entwicklung in Japan. Das japanische Parlament hat am Freitag ein Gesetz verabschiedet, um den Schutz des genetischen Materials von Wagyu-Rindern wie befruchteten Eiern und Sperma zu verbessern. Dies ist auf die Besorgnis über illegale Zuchtbemühungen in Übersee zurückzuführen, da das Premium-Rindfleisch immer beliebter wird.

Die neue Gesetzgebung wird gegen den Schmuggel und den unsachgemäßen Handel mit genetischem Material des Viehs vorgehen, das als "geistiges Eigentum" geschützt ist und durch jahrelange selektive Zucht sorgfältig entwickelt wurde, so Kyodo News.

Es wird lokalen Tierhaltungslabors und anderen Einrichtungen in Japan ermöglichen, einstweilige Verfügungen gegen den nicht autorisierten Handel oder die missbräuchliche Beschaffung von Sperma zu erwirken.


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Finanzen
Finanzen Deutsche zahlen weltweit höchste Steuern und Abgaben: Nun wollen Baerbock und Scholz eine Vermögenssteuer einführen

Nirgendwo auf der Welt ist die Steuer- und Abgabenlast so hoch wie in Deutschland. Grüne, SPD und Linke wollen jetzt noch eine...

DWN
Deutschland
Deutschland In diesen Städten gibt es das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Eigentumswohnungen

Dortmund bietet einer Studie zufolge das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Eigentumswohnungen.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Baubranche leidet unter erheblichem Materialmangel

Die deutsche Baubranche leidet derzeit unter einem erheblichen Mangel an Grundstoffen und Vorprodukten.

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Konkurrent Ethereum setzt seinen Höhenflug fort

Ethereum eilt von Allzeithoch zu Allzeithoch. Damit entkoppelte sich die Währung in den letzten Wochen vom restlichen Kryptomarkt, der...

DWN
Deutschland
Deutschland Auf die Bundesregierung rollt eine Corona-Klagewelle unbekannten Ausmaßes zu

Der Einzelhandelsverband HDE rechnet mit einer Klagewelle wegen der November- und Dezember-Hilfen.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Inflationswarnung: Getreidehändler melden historische Preisanstiege

Getreidehändler verzeichnen historische Preisausschläge, die sich bald auch in den Supermärkten zeigen werden - etwa bei Mehl, Fleisch...

DWN
Politik
Politik Lafontaine: „Als man gegen Aids einen Impfstoff einsetzte, stellte man erst nach anderthalb Jahren fest, dass ein gegenteiliger Effekt eintrat: die Geimpften wurden anfälliger für Infektionen“

Oskar Lafontaine kritisiert, dass auch Kinder Corona-Impfungen erhalten sollen, weil die Langzeitfolgen nicht bekannt sind. Er verweist auf...

DWN
Deutschland
Deutschland Jährlich sterben 745.000 Menschen an Überarbeitung

Lange verursachten Verletzungen die meisten Gesundheitsschäden am Arbeitsplatz. Laut einer neuen Analyse ist Überarbeitung aber das...