Politik

Verfassungsschutz Bayern: Rechtsextremismus stellt größte Gefahr für Deutschlands Sicherheit dar

Der Rechtsextremismus stellt aktuell die größte Gefahr für die innere Sicherheit in Deutschland dar. Das teilt der Verfassungsschutz Bayern mit. "Die Fratze des Rechtsextremismus zeigt sich in extremistischer Hetze, bei tätlichen Angriffen bis hin zu Mordanschlägen", so Bayerns Innenminister Joachim Herrmann wörtlich.
19.04.2020 21:02
Aktualisiert: 19.04.2020 21:02
Lesezeit: 1 min
Verfassungsschutz Bayern: Rechtsextremismus stellt größte Gefahr für Deutschlands Sicherheit dar
Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern, stellt im Innenministerium von Bayern in München den Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2019 vor. (Foto: dpa) Foto: Lino Mirgeler

Zur Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2019 teilt der Bayerische Verfassungsschutz mit: "Der Rechtsextremismus stellt aktuell die größte Gefahr für die innere Sicherheit in Deutschland dar. Dennoch bleibt auch die Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus virulent (gefahrvoll auswirkend, Anm.d.Red.)."

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann meint: "Die Fratze des Rechtsextremismus zeigt sich in extremistischer Hetze, bei tätlichen Angriffen bis hin zu Mordanschlägen. Im Fokus stehen unsere Mitmenschen jüdischen Glaubens und solche mit Migrationshintergrund sowie Repräsentanten des Staates. Die größte Herausforderung für die Sicherheitsbehörden besteht darin, zur Tat entschlossene Personen rechtzeitig zu identifizieren, bevor sie einen Anschlag begehen können"

Die Frankenpost führt aus: "Mit dem neuen Verfassungsschutzbericht stellt Herrmann den grassierenden Rechtsextremismus als ,derzeit unmittelbarste Bedrohung' in den Mittelpunkt. Das ist nicht erst seit dem Anschlag auf die Synagoge in Halle und dem Mord an Walter Lübcke zwingende Konsequenz. Denn das menschenverachtende und rassistische Gedankengut der Rechtsextremen sickert schon seit Jahren immer tiefer in Richtung Mitte der Gesellschaft. Zugewanderte und jüdische Bürger erleben Anfeindungen, Rüpeleien und Gewalt. Anders als der - aus anderen Gründen gefährliche - Islamismus hat der Rechtsextremismus das Zeug, unsere Demokratie ernsthaft zu gefährden. Das verlangt in aller Härte den wehrhaften Staat."

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Blackchainmining kann XRP-Inhabern helfen, ein stabiles Einkommen von 6.777 US-Dollar pro Tag zu erzielen.

Im volatilen Kryptowährungsmarkt ist „stabile Rentabilität“ für viele Anleger zu einem zentralen Anliegen geworden. Trotz der...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt und Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Entscheidungsautonomie: Warum Führungskräfte entscheiden dürfen, aber nichts bewirken
03.02.2026

Flache Hierarchien, Vertrauen und Agilität gelten als neue Leitbilder moderner Unternehmensführung. Doch hinter der Fassade...

DWN
Politik
Politik US-russischer Atomvertrag vor dem Aus: Risiken für die globale Sicherheitsordnung
03.02.2026

Der US-russische Atomvertrag läuft aus und beendet die letzte verbindliche nukleare Rüstungskontrolle zwischen Washington und Moskau....

DWN
Panorama
Panorama Sind Aldi und Lidl wirklich billiger als Supermärkte?
03.02.2026

Discounter oder Supermarkt – welche Preise sind tatsächlich günstiger? Aldi und Lidl liefern sich einen erbitterten Wettkampf, doch...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Silberpreis im Fokus: Anlegerinteresse und Industrienachfrage wachsen
03.02.2026

Der Silberpreis rückt im aktuellen geopolitischen Umfeld stärker in den Fokus der Märkte. Entwickelt sich Silber damit zu einem...

DWN
Technologie
Technologie SpaceX und xAI fusionieren: Musk schmiedet KI-Rechenzentren im All
03.02.2026

Elon Musk verschmilzt seine Raumfahrtfirma SpaceX mit dem KI-Entwickler xAI zu einem neuen Tech-Giganten. Rechenzentren sollen künftig im...

DWN
Finanzen
Finanzen Gold und Silber: Preise erholen sich nach heftigen Einbrüchen
03.02.2026

Nach heftigen Einbrüchen springen die Preise für Gold und Silber wieder nach oben. Anleger reagieren auf die rasanten Schwankungen,...

DWN
Finanzen
Finanzen Bafin warnt: Drohen Kursstürze bei Aktien, Gold und Krypto?
03.02.2026

Die Börsen wirken stark, doch unter der Oberfläche wächst die Nervosität. Rekordbewertungen, hohe Staatsschulden und politische...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Energiewende unter Druck: EU bleibt abhängig von kritischen Rohstoffen
03.02.2026

Die Energiewende der EU könnte ins Stocken geraten: Nach Einschätzung des Europäischen Rechnungshofs ist Europa bei zentralen Rohstoffen...