Technologie

Henkel entwickelt Gesundheitspflaster gegen Corona

Henkel hat ein Corona-Gesundheitspflaster entwickelt.
31.05.2020 11:48
Lesezeit: 1 min
Henkel entwickelt Gesundheitspflaster gegen Corona
Eine Patientin in der Genesungs-Station für Covid-19-Patienten im Krankenhaus CHC-MontLegia im belgischen Antwerpen. (Foto: dpa) Foto: Francisco Seco

Die Klebstoff-Sparte von Henkel hat ein „Covid-19-Gesundheitspflaster“ entwickelt. Angebracht auf der linken Brusthälfte von Patienten, soll es die kontinuierliche drahtlose Fernüberwachung von Atmung, Herzfrequenz und Körpertemperatur ermöglichen. Das – laut einer Henkel-Pressemitteilung – hautfreundliche Klebepflaster ist mit Hochleistungs-Elektroden ausgestattet, welche die oben genannten Körperfunktionen messen. Die Mess-Resultate werden über einen Sensor an eine Cloud weitergeleitet, zu der Pflegekräfte, Krankenhäuser und Ärzte Zugang haben.

Ursprünglich war das Pflaster für die Kontrolle von Patienten mit Herzfehlern oder Epilepsie entwickelt worden. Jetzt soll es auch für die Kontrolle von Corona-Patienten genutzt werden. In Kürze sollen im Oost-Limburg-Krankenhaus (nördlich von Lüttich/ Belgien ist von der Corona-Epidemie besonders schwer betroffen) an rund 20 Patienten klinische Studien mit dem Pflaster durchgeführt werden. Verlaufen die Studien erfolgreich, soll das Pflaster anschließend flächendeckend in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zum Einsatz kommen.

Laut Henkel profitieren sowohl die Patienten als auch die medizinischen beziehungsweise Pflege-Einrichtungen von der Erfindung. Was die Patienten angeht: Sie würden zum einen die Gewissheit erhalten, dass die Messungen korrekt und konstant durchgeführt werden. Zum anderen würde ihnen, wenn es zu einer körperlichen Fehlfunktion käme, schneller geholfen werden können.

Was die medizinischen und die Pflege-Einrichtungen anbelangt: Sie würden viel Zeit sparen. Derzeit muss das Personal nämlich die Messungen mehrfach am Tag manuell durchführen, was durch das Pflaster unnötig werde, so Henkel-Sprecher Stijn Gillissen. Die Innovation „bietet ihnen das Potential, viel Zeit zu sparen und verringert über diese erheblich die Anzahl von direkten Berührungspunkten mit möglichen Infektionsherden“.

Weiter sagt Gillissen: „Die jüngsten Entwicklungen haben den Druck auf die weltweiten Gesundheitssysteme erhöht. Der Bedarf an Technologie-Lösungen … steigt, weil Systeme wie das Gesundheitspflaster die Medizin intelligent dabei unterstützen, beispielsweise Patienten aus der Distanz zu beobachten. Das trägt zu besserer Behandlung, kürzeren Krankenhaus-Aufenthalten und insbesondere zu höherer Patienten-Zufriedenheit bei.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Wall Street beendet September uneinheitlich
30.09.2026

Ein turbulenter Monat geht zu Ende – erfahren Sie, welche Dynamiken jetzt die Kurse an der Wall Street bestimmen.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Frankreich Staatsverschuldung: Die nächste Gefahr für die Eurozone
30.09.2026

Frankreich galt lange als einer der politischen und wirtschaftlichen Pfeiler der Eurozone. Doch an den Anleihemärkten wächst die...

DWN
Finanzen
Finanzen VW kündigt Tarifvertrag: Was jetzt auf 100.000 Beschäftigte zukommt – und auf die VW-Aktie
30.09.2026

Volkswagen verschärft seinen Sparkurs und kündigt einen Großteil seiner Haustarifverträge. Nach Angaben der IG Metall sind zehn...

DWN
Politik
Politik Innere Sicherheit: Innenministerkonferenz beschließt nicht mehr einstimmig
30.09.2026

Die Innenministerkonferenz verabschiedet sich vom Einstimmigkeitsprinzip, um zukünftig "Blockaden" zu verhindern. Künftig reichen 13...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europäische Unternehmen, die in China tätig sind, stehen vor einer schwierigen Wahl
30.09.2026

Europäische Unternehmen mit Geschäften in China stehen vor einem Dilemma: gegen EU-Recht verstoßen oder gegen chinesisches Recht. Die...

DWN
Politik
Politik Vestager und Nobelpreisträger schlagen KI-Alarm: Kritisches Zeitfenster schließt sich Monat für Monat
30.09.2026

Europa läuft Gefahr, bei künstlicher Intelligenz dauerhaft von den USA und China abhängig zu werden. Margrethe Vestager, zwei...

DWN
Politik
Politik Teilzeitrepublik: Teilzeit boomt, Vollzeit schrumpft: Arbeiten die Deutschen zu wenig?
30.09.2026

Der Staat klagt über Personalmangel – hat aber selbst die höchste Teilzeitquote unter den Beschäftigten. Eine Studie schlägt nun die...

DWN
Politik
Politik Ende des Brexit? Britischer Premier schließt Wiedereintritt in EU nicht aus
30.09.2026

Der Brexit bleibt auch Jahre nach dem Austritt ein Dauerthema im Vereinigten Königreich. Mit seiner Haltung dazu sorgt der britische...