Deutschland

Wagenknecht bezweifelt Unabhängigkeit von Corona-Experten

Die ehemalige Fraktionschefin der Linken, Sahra Wagenknecht, bezweifelt, dass Wissenschaftler und Experten, die sich zum Corona-Virus äußern, wirklich unabhängig sind. Stattdessen seien sie oftmals Lobbyisten.
26.05.2020 11:57
Aktualisiert: 26.05.2020 11:57
Lesezeit: 1 min
Wagenknecht bezweifelt Unabhängigkeit von Corona-Experten
Sahra Wagenknecht, und ihr Mann, Oskar Lafontaine. (Foto: dpa) Foto: Britta Pedersen

Die ehemalige Fraktionschefin der Linken, Sahra Wagenknecht, hat einen Einfluss kommerzieller Interessen auf die Wissenschaft kritisiert. "Dass viele Menschen Wissenschaftlern nicht mehr trauen, hängt ja auch damit zusammen, dass die Forschung zunehmend von Geldern der Industrie finanziert wird", sagte Wagenknecht dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag). "Angebliche Experten entpuppen sich dann schnell als Lobbyisten." Sie forderte "mehr unabhängige öffentliche Forschung".

An den Universitäten müssten Professoren immer mehr Drittmittel einwerben, ihr Renommee werde mit dadurch bestimmt. "Aber hinter den Drittmitteln stehen kommerzielle Interessen", sagte Wagenknecht. "Wenn der Staat seine Gelder kürzt, gehen die Privaten rein. Aber das erzeugt Abhängigkeiten."

Wagenknecht warnte davor, die Teilnehmer von Protesten gegen die Corona-Maßnahmen alle in eine Schublade zu stecken. Die Proteste seien "sehr unterschiedlich", sagte Wagenknecht dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag). "Da muss man differenzieren und darf nicht pauschal alle Demonstranten in die Nazi-Ecke stellen oder als Verschwörungstheoretiker beschimpfen."

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie steigt trotz schwachem Quartal
05.05.2026

Die Zahlen fallen schwächer aus als erwartet, doch die Aktie reagiert überraschend robust. Statt Abverkauf setzt Rheinmetall auf eine...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Unicredit greift Commerzbank an: Übernahme rückt näher
05.05.2026

Unicredit macht Ernst und treibt die Übernahme der Commerzbank mit Tempo voran. Doch Widerstand aus Berlin und Frankfurt könnte den Deal...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Biontech-Aktie: 1.860 Stellen in Gefahr
05.05.2026

Biontech zieht die Notbremse und fährt Kapazitäten drastisch herunter. Der Sparkurs trifft Standorte weltweit – und bringt Tausende...

DWN
Politik
Politik Olena Zelenska über den Krieg: Was die Ukraine heute zusammenhält
05.05.2026

Olena Zelenska steht im Ukraine-Krieg für eine Form von Widerstand, die weit über Politik hinausreicht und psychische Gesundheit,...

DWN
Technologie
Technologie KI frisst Google: Warum Unternehmen ihre Sichtbarkeit verlieren - und wie sie das ändern
05.05.2026

Jahrelang investierten deutsche Unternehmen erhebliche Budgets in die Suchmaschinenoptimierung (SEO). Wer bei Google auf Seite eins stand,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Schnappt sich BYD die Gläserne Manufaktur in Dresden?
05.05.2026

BYD: Der chinesische E-Auto-Marktführer will nach Deutschland – und hat dabei offenbar ein ehemaliges Volkswagen-Werk im Blick.

DWN
Politik
Politik China gewährt Afrika fast flächendeckend Zollfreiheit: mit einer Ausnahme
05.05.2026

China öffnet seinen Markt weitgehend für Afrika. 53 von 54 Staaten erhalten zollfreien Zugang – der Schritt ist jedoch nicht nur...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutsche Post AG vor dem Aus: DHL übernimmt
05.05.2026

Ein Traditionsname verschwindet aus der deutschen Wirtschaftsgeschichte, während ein globaler Logistiker seine Marke endgültig...