Unternehmen

Autozulieferer Ifa streicht Hunderte Jobs wegen Corona-Krise

Der Autozulieferer Ifa mit Sitz in Sachsen-Anhalt hat Hunderte von Jobs wegen der Corona-Krise gestrichen.
13.06.2020 17:05
Aktualisiert: 13.06.2020 17:05
Lesezeit: 1 min
Autozulieferer Ifa streicht Hunderte Jobs wegen Corona-Krise
Neue Radnaben für Kraftfahrzeuge prüft Anlagenfahrer Andreas Eberhardt in der IFA-Maschinenbau GmbH. (Foto: dpa) Foto: Jens Wolf

Die Folgen der Corona-Pandemie bremsen die Sanierung des Autozulieferers Ifa mit Sitz in Sachsen-Anhalt. Weltweit müssten rund 400 Arbeitsplätze abgebaut werden, sagte Ifa-Geschäftsführer Arno Haselhorst dem Mitteldeutschen Rundfunk. Eigentlich sei geplant gewesen, Ifa ohne Kündigungen zu sanieren.

Der große Autozulieferer mit Sitz in Haldensleben in der Börde produziert Seiten- und Gelenkwellen, die für den Antrieb von Autos benötigt werden. Ifa war in der Vergangenheit in finanzielle Schwierigkeiten geraten, nachdem unter anderem die Produktion in einem neuen Werk in Polen nicht wie geplant anlief. Seither soll das Unternehmen neu aufgestellt werden.

Die Corona-Krise habe jedoch dafür gesorgt, dass Ifa wieder Verluste gemacht habe, sagte Haselhorst im MDR. «Aber wir sind nicht so zurückgeworfen, dass wir jetzt scheitern, dafür waren wir schon zu weit.» Es sei davon auszugehen, dass Ifa bis Jahresende 20 Prozent weniger Umsatz mache als geplant. In den Werken in den USA und Polen wurden laut Haselhorst schon Beschäftigte entlassen. Am Hauptsitz in Haldensleben gehen nach MDR-Informationen 100 Jobs verloren. Nach früheren Angaben beschäftigt die Firma weltweit 3300 Mitarbeiter, davon 2000 in Sachsen-Anhalt. Zudem produziert Ifa in Polen, China und den USA.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

DWN
Politik
Politik Deutschland entkommt russischem Gas und landet in der nächsten Falle
11.09.2026

Deutschland hat sich vom russischen Pipelinegas gelöst und setzt nun stark auf Flüssiggas. Doch inzwischen kommt ein Großteil des...

DWN
Politik
Politik "Ethnische Säuberung": AfD stellt Strafanzeige gegen Bundeskanzler Merz nach Äußerung zur Remigration
11.09.2026

Der Streit über den Begriff Remigration erreicht eine neue Ebene: Nach einer scharfen Äußerung des Bundeskanzlers erstattet die AfD...

DWN
Finanzen
Finanzen SAP-Aktie klettert: KI-Hoffnung stützt den Erholungsversuch – ist das nachhaltig?
11.09.2026

Die SAP-Aktie startet mit Kursgewinnen in den letzten Handelstag in dieser Woche und macht einen Teil des vorherigen Rücksetzers wett....

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell: Erholung vor wichtigen US-Inflationsdaten
11.09.2026

Nach dem kräftigen Rücksetzer fasst der Goldpreis wieder Tritt. Die Ruhe könnte jedoch trügen: Inflationssorgen, hohe Ölpreise und die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Diesel-Schock in den USA: Preise erreichen Rekordhoch – welche Rolle spielt das für Deutschland?
11.09.2026

Der Iran-Krieg treibt die amerikanischen Kraftstoffpreise auf historische Höhen. Besonders der Dieselpreis entwickelt sich zum...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Partnerschaft mit Chinas Firmen: Deutsche unter Zeitdruck
11.09.2026

Chinas Unternehmen drängen mit ihrem Geschäft ins Ausland. Einige deutsche Firmen in der Volksrepublik sehen darin eine...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Nvidia-Chips trotz Blacklist: Wie China Exportkontrollen umgeht
11.09.2026

Ein chinesischer Techriese fand ein Schlupfloch in der amerikanischen Exportkontrolle und verkaufte weiter Nvidias beste Chips, um Chinas...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Aktien schließen wegen steigender Ölpreise und kletternder Anleiherenditentitle
10.09.2026

Erfahren Sie, welche Dynamiken die US-Märkte derzeit beherrschen und welche Einzelwerte sich gegen den Trend stemmen.