Autobauer gewähren hohe Rabatte: Preise für Neuwagen sinken massiv

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
08.07.2020 14:58  Aktualisiert: 08.07.2020 14:58
Ein halbes Jahr lang waren Preise für Neuwagen überdurchschnittlich hoch - jetzt beginnen sie endlich wieder zu sinken.
Autobauer gewähren hohe Rabatte: Preise für Neuwagen sinken massiv
Neuwagen werden wieder günstiger. (Foto: dpa)
Foto: Martin Schutt

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Preise für Neuwagen in Deutschland scheinen sich für die Käufer – endlich – in eine positive Richtung zu bewegen. Nach Berechnungen des „CAR – Center Automotive Research“ lagen die Rabatte im Juni höher als in jedem anderen Monat in diesem Jahr. Konkret betrug der Wert des „CAR-Rabatt Indexes“ 125 (zum Vergleich: Im Januar betrug er 124, im Februar und März 122, im April 117 und im Mai 118. Zum Verständnis: Je niedriger der Wert, desto geringer die Rabatte). Damit sind Neuwagen im Durchschnitt derzeit zwar immer noch teurer als in jedem Monat des letzten Jahres (als in einigen Monaten Werte von über 150 erreicht wurden). Aber die Tendenz ist, wie gesagt, für die Käufer positiv, wie CAR-Gründer Ferdinand Dudenhöffer schreibt: „Im Juli werden die Rabatte nochmals einen Schub erhalten.“ Zumal jetzt auch die Mehrwertsteuer-Senkung von drei Prozent ihre Wirkung entfaltet. Wobei Nissan, Renault, Seat, VW und Opel angekündigt haben, die Mehrwertsteuer ganz auszusetzen. Natürlich werden die Käufer dadurch nicht 16 Prozent wenige zahlen müssen, die Autobauer werden die Steuer-Aussetzung bis zu einem gewissen Grad mit anderen Rabatten verrechnen – aber ein Nettogewinn dürfte sich für die Käufer mit ziemlicher Sicherheit ergeben.

Ein Angebot ragt heraus

Aus den Angeboten herausragen – das tut derzeit der Golf 8, der wegen Software-Problemen und Rückrufen schlecht in den Markt gestartet war. Dudenhöffer: „VW sieht sich gezwungen, mit hohen Rabatten den neuen Golf ´anzuschieben´“. Bei den Internet-Vermittlern wurde der Wagen mit im Durchschnitt 21,8 Prozent Rabatt angeboten. Die Internet-Rabatte allgemein werden nach CAR-Berechnungen im Juli gewaltig steigen – das Forschungsinstitut rechnet mit durchschnittlich 22,2 Prozent pro Pkw, dem höchsten Stand seit einschließlich Januar 2013, als CAR zum ersten Mal solche Berechnungen durchführte.

Übrigens: Die Kaufabschlüsse für Elektroautos sind nach wie vor überschaubar. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurden insgesamt 21.000 Elektroautos und Plug-In-Hybride an Privatkunden verkauft. Das entspricht gerade einmal 5,9 Prozent aller von Privatkunden vorgenommenen Käufe. Ab heute gewährt der Staat doppelt so hohe Kaufprämien für E-Autos wie zuvor – ob und in welchem Umfang die Prämie wirken wird, wird sich zeigen.


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Die neue Weltmacht: Der digital-finanzielle Komplex

Die Zeiten, in denen das Wirtschaftsleben des Westens vom militärisch-industriellen Komplex dominiert wurde, sind vorbei. Mit dem...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Das Großraumbüro ist out – und der Hype um die Heimarbeit entpuppt sich als Falle

Im Zuge der Corona-Krise findet ein fundamentaler Wandel in der Arbeitsorganisation nahezu aller Unternehmen statt. Doch die Fokussierung...

DWN
Finanzen
Finanzen USA im Schuldenrausch: Neuschulden werden drastisch angehoben

Das US-Finanzministerium wird im laufenden Quartal deutlich mehr Neuschulden am Anleihemarkt aufnehmen, als ursprünglich geplant....

DWN
Politik
Politik Corona-Krise: Hunderte Belgier verklagen Bill Gates und Regierung

240 Belgier haben eine Klage gegen Bill Gates, die belgische Regierung und einen Epidemiologen eingereicht. Ihr Anwalt argumentiert, dass...

DWN
Politik
Politik US-Geopolitiker Friedman droht Merkel im Streit um Nord Stream 2

Der umstrittene US-Geopolitiker George Friedman kritisiert in einem Interview mit den Deutschen Wirtschaftsnachrichten den Umgang der...

DWN
Finanzen
Finanzen Russland und China bilden kein Militär- oder Handelsbündnis, sondern eine Finanzallianz

Viele hatten erwartet, dass Russland und China im geopolitischen Streit mit den USA ein Militärbündnis oder ein Handelsbündnis bilden...

DWN
Politik
Politik Machtvolle Symbolik: US-Sanktionsdrohung trifft direkt Merkels Wahlkreis

Die Sanktionsdrohung aus den USA gegen den deutschen Ostseehafen Sassnitz-Mukran wegen der Gaspipeline Nord Stream 2 hat einen...

DWN
Technologie
Technologie Roboter sollen künftig aufgebrachte Kunden beruhigen

Viele Kunden benehmen sich beim Kontakt mit den Unternehmen alles andere als höflich, wenn sie nicht sofort bedient werden. Eine KI soll...

DWN
Deutschland
Deutschland Pandemie schiebt Logistikmarkt für E-Commerce nach vorne

Viele Branchen werden durch die Corona-Krise erschüttert. Es gibt nur ein paar, die sogar davon profitieren. Dazu gehört der E-Commerce.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Explosion im Hafen von Beirut ist ein Schlag gegen Chinas Seidenstraße

Der Hafen von Beirut sollte aus chinesischer Sicht eine wichtige Rolle beim Aufbau der Neuen Seidenstraße und beim Handel mit Europa...

DWN
Deutschland
Deutschland Nordstream 2: US-Senatoren bedrohen Fährhafen Sassnitz in Mecklenburg-Vorpommern

Mehrere US-Senatoren drohen der Stadt Sassnitz mit schweren Sanktionen, falls sie weiterhin als Drehkreuz für das Pipeline-Projekt...

DWN
Deutschland
Deutschland Reiche wollen denkmalgeschützte Nazi-Bauten in Luxus-Oasen umbauen

In einem Hamburger Villenviertel wurde ein denkmalgeschützter NS-Bau zur Luxus-Wohnanlage umgebaut. Dafür gibt es Kritik von Experten....

DWN
Finanzen
Finanzen US-Aktien der Schweizer Notenbank springen auf Rekord-Stand

Die Schweizer Notenbank hat im zweiten Quartal weiter US-Aktien gekauft und hält nun einen Rekordwert von 118,3 Milliarden Dollar....

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Chinas Exporte ziehen an: Hoffnung auf Schub für Weltwirtschaft

Die Exporte Chinas sind zu Beginn des zweiten Halbjahres überraschend gestiegen und nähren Hoffnungen auf eine Belebung der...

celtra_fin_Interscroller